| Grüße aus dem 19. Jahrhundert |
|
eine Mitteilung von MWonline-Anbieter compamedia GmbH "Es ist faszinierend zu sehen, wie es manchen Unternehmen über längere Zeiträume hinweg immer wieder gelingt, sich neu zu erfinden", sagt Dr. Nikolaus Franke. Der Professor von der Wirtschaftsuniversität Wien meint damit vier Familienunternehmen, die alle im 19. Jahrhundert gegründet wurden und heute zu den "Top 100", zu den innovativsten Mittelständlern in Deutschland, gehören. Der aktuelle "Themendienst Mittelstand" von compamedia stellt die Unternehmen vor und spricht mit Prof. Franke über ihre Erfolgsrezepte. Sie blicken auf eine beeindruckende Unternehmenshistorie zurück: die 1856 gegründete SBS-Feintechnik, die mit der Herstellung von Laufwerken für Kuckucksuhren begann und heute auch Präzisionsteile für die Autoindustrie entwickelt; der Waschanlagenbauer Otto Christ, der ab 1879 zunächst Drahtgeflechte lieferte; das Unternehmen Fissler von 1845, das 1892 die Gulaschkanone erfand und jetzt Haushalte mit hochwertigem Kochgeschirr versorgt; und die auf einen Schuhmacherbetrieb von 1899 zurückgehende Möller Orthopädie-Schuh-Technik. Sie alle haben im Laufe von mehr als 100 Firmenjahren ihre Geschäftsmodelle weiterentwickelt beziehungsweise umgestellt. Und sie alle sind in den Händen der Gründerfamilien geblieben. Für Prof. Dr. Nikolaus Franke, Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien, sind die Unternehmensgeschichten deshalb so faszinierend, weil es "in solch langen Zeiträumen immer wieder umwälzende Veränderungen und sogenannte "disruptive Innovationen" gibt. Das bedeutet: Ganz neue Märkte entstehen, andere gehen zurück oder verschwinden, völlig neue Technologien verdrängen die alten." Unternehmen müssten sich, sagt Franke, "neu erfinden, um diese Phasen zu überleben." Er weiß aber um die technischen und vertrieblichen Herausforderungen, vor die selbst bisher erfolgreiche Unternehmen durch fundamentale Umwälzungen gestellt werden: "Die Veränderungen werden oft zu spät bemerkt, und wenn sie bemerkt werden, vom Management unterschätzt." Das rechtzeitige Erkennen neuer Markt- oder Technologietrends allein ist jedoch kein Erfolgsgarant, sondern nur der erste Schritt: "Wenn sich Unternehmen wirklich umstellen wollen, haben sie häufig mit allerlei internen Widerständen zu kämpfen. Es heißt ja nicht umsonst "Never change a winning team". Aber genau das muss man tun: alles verändern", berichtet Franke, der den Unternehmenswettbewerb "Top 100" wissenschaftlich leitet. Start-ups haben es da aus seiner Sicht einfacher: "Bei ihnen ist ja alles neu. Deshalb werden „disruptive Innovationen“ meist von neu gegründeten Unternehmen vorangetrieben. Und deshalb sind es erfolgreiche, etablierte Unternehmen, die bei disruptiven Veränderungen regelmäßig Probleme bekommen, manchmal sogar in existenzielle Nöte geraten." Ein Naturgesetz sei das allerdings nicht, ergänzt Franke und verweist auf die vier schon im 19. Jahrhundert gegründeten, als "Top-Innovatoren 2012" ausgezeichneten Unternehmen SBS-Feintechnik, Otto Christ, Fissler und Möller Orthopädie-Schuh-Technik. "Wer offen, aktiv und unternehmerisch ist, dem kann es gelingen, aus diesem Kreislauf auszubrechen", resümiert Franke. Ausführliche Informationen zu den vier Unternehmen und zum Innovations-Award "Top 100" gibt es unter www.top100.de. Auch wer keine bis ins 19. Jahrhundert reichende Historie hat, kann sich übrigens noch bis zum 31. Oktober für den von compamedia organisierten Wettbewerb anmelden. Die vier Unternehmen aus dem aktuellen Themendienst im Überblick:
Anbieterprofil |