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Die Zeit für das Studienfach "Wirtschaftspsychologie" ist offenbar mehr als reif. Aus bescheidenen FH-Anfängen im Jahre 1998 hat sich das Fach sehr dynamisch entwickelt: Kaum zehn Jahre später existieren im deutschsprachigen Raum über zehn eigenständige Angebote, überwiegend an Fachhochschulen. Was hat die "weiche" Psychologie mit der "harten" Betriebswirtschaftslehre zu tun? Wie können die Inhalte dieser Fächer sinnvoll miteinander kombiniert werden? Und was kann man damit hinterher praktisch anfangen?
Die Wirtschaftspsychologie "gehört" zunächst einmal der Psychologie. Das Fach blickt auf eine knapp 100-jährige Geschichte zurück. Das mag den einen oder anderen verwundern, wird doch heutzutage Psychologie überwiegend mit Psychotherapie assoziiert. Doch das war eben nicht immer so. Und die Ökonomie wollte mit Psychologie lange nichts zu tun haben, ihr Leitbild war schließlich der Homo Oeconomicus, ein durch und durch rationaler Marktteilnehmer. Spätestens mit dem Wirtschaftsnobelpreis 2002, der gemeinsam einem Psychologen und einem Ökonomen verliehen wurde, ist die Welt anders: Der Homo Oeconomicus ist "tot". Und damit darf man nicht nur zwinkernd, sondern allen Ernstes behaupten, was weiland der erste Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland, Ludwig Erhard, schon meinte: Wirtschaft ist zur Hälfte Psychologie!
Doch Wirtschaftspsychologen haben bislang Psychologie studiert und sich im Diplom-Hauptstudium auf Wirtschaftspsychologie spezialisiert. Von BWL und VWL sowie der Juristerei - der anderen Hälfte der Wirtschaft - hatten sie in der Regel keine Ahnung. Das Studium galt als praxisfern, der Eintritt ins Berufsleben war oft nicht einfach. Die oben genannten FH-Studiengänge waren angetreten, dies anders zu machen - und hatten Erfolg damit. Nun vollzieht sich - unwiderruflich - die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge. Und die Fachhochschulen preschen vor, bislang hat sich nur eine Universität (Bochum) ebenfalls der Herausforderung gestellt.
Welche Hochschule bietet was? Wo gibt es Bachelor- und wo Master-Studiengänge? Wie sehen die Lehrpläne aus? Welche Professoren lehren wo? Und wie sind die Hochschulen ausgestattet? Der "Studienführer Wirtschaftspsychologie" gibt auf diese und viele weitere Fragen Antworten, die Vergleiche ermöglichen.
Natürlich gibt es noch kaum Hinweise auf den Erfolg der Bachelor im Wirtschaftsleben, es gibt ja noch kaum Absolventen. Was man von denen allerdings hört, stimmt den Beobachter durchaus positiv. Die Studenten forschen zudem in Projektarbeiten zur Akzeptanz der neuen Abschlüsse, damit betreiben sie nicht nur in einem frühen Stadium Marktforschung, sondern tragen auch zur eigenen Bekanntheit bei. Daran mag man erkennen, dass sich im neuen Studienkonzept eine neue - dynamische, marktnahe - Mentalität offenbart.
Zurück zum Buch: In einem Inhaltsteil werden nach einem geschichtlichen Abriss die Studieninhalte in geraffter Form vorgestellt und Wissenswertes zum Studium im In- und Ausland geschildert. Von besonderer Bedeutung sind schließlich die Berufsfelder für Wirtschaftspsychologen. Die einzelnen Studienstandorte stellen sich dann ausführlich selber vor.
Das Buch richtet sich nicht nur an die interessierten (Fach-) Abiturienten, sondern auch an die an einer berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildung interessierten Akademiker (Masterstudium). Studierende des Studiengangs "Wirtschaftspsychologie" bekommen einen Erstsemester-Überblick. Alle Personen, die schon immer wissen wollten, was sich hinter "Wirtschaftspsychologie" verbirgt, ob sie nun in Personalabteilungen, in Unternehmensberatungen, in Marketing- oder Werbeagenturen bzw. entsprechenden -abteilungen sitzen, kommen hier voll auf ihre Kosten.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Thomas Webers)
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(thw 15.03.2007) |
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