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Selbstmanagement |
Nur wer sich selbst führen kann, der vermag auch andere zu führen. Alles zum Thema Selbstmanagement, Selbstcoaching, Zeitmanagement etc. |
"Gut Ding will Weile haben", sagten die Alten in früheren Zeiten. Und ich erinnere mich, dass uns
Kindern verboten wurde, den Backofen zu früh aufzureißen, um nach dem Kuchen zu gucken.
Natürlich haben wir geguckt, das Prachtstück fiel in sich zusammen und es gab für uns einen Satz
heisse Ohren... Der Titel des amerikanischen Originals von Selby sagt es treffender: "Winning the
waiting game!" Im Zeitalter der Turbo-Effizienz und des "Schneller-Höher-Weiter" kommt dieses
Buch wie gerufen. Immer mehr Menschen reagieren auf Wartezeiten gereizt, sei es im Stau, in der
Arztpraxis oder im Vorzimmer des Geschäftspartners. Wichtige Lebensenergien werden
verbraucht, um sich aufzuregen, schnell und sofort ist die Devise. Zur Zeit wirbt ein
Internetprovider mit der recht dummen Devise: Vom Warten kommen keine Ideen. Gleichzeitig
gibt es interessante Gegentrends, z. B. den Slobby (Slower but better working people) oder die
Diskussion um die Philosophie des richtigen Zeitpunktes oder der sogenannten "Entschleunigung".
Im Berufsleben ist der richtige Umgang mit Wartesituationen der Schlüssel zum Erfolg. Wer dort
auf Wartesituationen übertrieben nervös reagiert, ist sehr wahrscheinlich dem unterlegen, der diese
Zwangspause entspannt angeht und eine produktive, innere Haltung einnimmt. Und dies ist kurz
gesagt die Philosophie dieses Buches: "Sträube Dich nicht, geh in Dich. Nutz diese Zwangspause!"
Wie das gehen kann, zeigt Selby an vielen praktischen Beispielen im Beruf und Privatleben, indem
er die Situation ausführlich beschreibt und Möglichkeiten des Umgangs damit aufzeigt. Am Anfang
jeder Anspannung steht allerdings die Bewusstmachung der persönlichen Wahl. Sich ärgern oder
in sich gehen? Dazu muss man sich seinen Gefühlen stellen. Was ist die tatsächliche Ursache
meiner Ungeduld? Selby benutzt hier den interessanten Begriff von Siegmund Freud ( von dem
jeder halten kann, was er will ) der frei flottierenden Angst. Angst als archaisches Gefühl kann uns
in den alltäglichsten Situationen befallen und nicht selten steckt hinter der Ungeduld in
Wartepausen genau dieses Gefühl: Angst, zu spät zu kommen, den ersehnten Auftrag nicht zu
bekommen, einen negativen Bescheid vom Arzt zu erhalten, eine Ablehnung auf die wichtige
Bewerbung zu bekommen. Wer glaubt, in Wartezeiten keine Wahl zu haben, trifft selten die beste
Entscheidung. (MWonline zur Verfügung gestellt von Jutta Menzen)
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(jme) |
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