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Selbstmanagement |
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Die Transaktionsanalyse ist ein aus der Tiefenpsychologie in den sechziger Jahren entwickeltes Modell. Es findet mittlerweile nicht nur in der psychologischen Praxis, sondern auch in Seminarangeboten zum Beispiel zu den Themen Führung, Kommunikation oder Konfliktmanagement Anwendung. Folgende Vorstellungen bilden die Basis des Modells: Eigene Blockaden verhindern das Reifen und Wachsen eines einzelnen Menschen. Verhaltensweisen, die teilweise noch aus der Kindheit stammen und dort eingeübt wurden, sind allerdings im "Erwachsenen-Kontext" nicht mehr angemessen. Die Transaktionsanalyse möchte, dass diese Verhaltensweisen erkannt und überwunden werden können.
Die Einleitung zur Beschreibung des Modells bewegt den Leser zur Reflexion. "Wer bin ich, und wie reagiere ich?" beinhaltet auch eine Vorbereitung auf die folgenden Beschreibungen zur Transaktionsanalyse (TA). Danach bilden drei Elemente die Persönlichkeitsstruktur. Das "K" steht für das kindhafte Element, das "L" für das lehrhafte Element und das "R" für das reflektierende Element.
Das kindhafte Element beschreibt Leiden, Spielen, Genießen als Teile unserer Persönlichkeit. Einengung, Angst, Trotz, Wissendrang, Abenteuerlust, Kreativität, Spontaneität, Hochgefühl und Begeisterung sind die "im K" geäußerten Verhaltensweisen. Das "L" kommt aus dem Bedürfnis des Menschen, zu korrigieren und zu belehren. Es tadelt und bestraft, schützt und betreut. Zusammengefasst werden können diese Bedürfnisse unter den Begriffen Wissen, Werten und Wiegen. Das "R" ist nun das rationalste Persönlichkeitselement. Der Mensch denkt im "R" nüchtern nach, erforscht Tatsachen und bildet sich ein eigenes objektives Urteil. Realitäten werden erfasst, Fakten geprüft, Folgen bedacht. Es ist das "erwachsendste Verhalten".
Aus diesen Elementen heraus können "Transaktionen" (kommunikative Austauschvorgänge) analysiert und bewertet werden. Hierin steckt die Chance, Kommunikation zu analysieren und damit "Aha-Effekte" für einen selbst zu erzielen. So ist die logische Folge, Sozialverhalten, Ersatzgefühle und Psychospiele zu beschreiben. In diesem Kapitel steckt auch nach Ansicht des Rezensenten der hauptsächliche praktische Nutzen – auch für die Seminararbeit. Gefühlsmaschen und ständig auftretende Psychospiele werden in dem Buch so beschrieben, dass manche Abläufe offensichtlich werden. Auch das Dramadreieck – Analysehilfe für Psychospiele – hat Erkenntniswert.
Für den Leser, der sich selbst reflektiert und zur primären Zielgruppe der Autoren zählt, sind die folgenden Ausarbeitungen zum Lebensplan, zum Beruf und zur Fragestellung "Was kann ich jetzt tun?" hilfreich. Erwarten sollte man nicht, dass die Anleitungen so konkret sind, dass sie checklistenhaften Umsetzungstipps genügen. Dies wollen die Autoren völlig zu recht auch nicht. Sie möchten, dass man sich auf die Reise begibt und Anstöße zur Routenplanung erhält.
Gleichwohl, dass es ein gutes und verständliches Buch ist, genügt nach Auffassung des Rezensenten die einmalige Lektüre nicht. Tiefergehende Auseinandersetzung ist gefragt, auch nach dem Lesen hilft das "Zur Hand nehmen" und "Blättern". Zweifelsohne gelingt aber die Beschreibung einer psychologischen Methode für Jedermann, wenn dieser offen, interessiert und bereit sein sollte, Absätze auch zweimal oder dreimal zu lesen.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Marcus Schmitz ) |
(ms 08.06.2007) |
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