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  Buchbesprechung


Führen mit Humor
Ein gruppendynamisches Erfolgskonzept

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Schwarz, Gerhard
1. Aufl. (2007)
Gabler, ISBN: 3409127321


Unsere Bewertung:   

Schlagworte:
Konfliktmanagement, Gruppendynamik, Führungsmethode

Autor(en):
Der Autor ist Universitätsdozent für Philosophie an der Universität Wien und für Gruppendynamik an der Universität Klagenfurt. Er ist Berater von Unternehmen in den Bereichen Organisationsentwicklung, Gruppendynamik und Konfliktmanagement. Zugleich ist er TV-Moderator: Autor der Sendung "Philosophicum" im ORF sowie Moderation und Präsentation von Dokumentationssendungen.

Themenliste Literatur
Führung   Führungskräfte haben es nicht leicht, sie sitzen immer zwischen den Stühlen. Da ist guter Rat teuer - und in diesen Büchern zu finden.

Wenn man den Titel "Führen mit Humor" liest, kommt einem zuerst der Gedanke, dass es nun ganz lustig wird: harmlos, nett, angenehm.
Weit gefehlt. Trotz vieler Witze, die zur Anschauung dienen, ist das Buch ein Methodenbuch. Eine Kernaussage daraus: Es gibt Situationen, in denen es einfach keine andere Behandlungsmöglichkeit als Humor gibt, um auf zwischenmenschlichem Gebiet Verfahrenes wieder auf normalen Umgang hin zu lenken.

Das Thema Humor als Methode wird von Schwarz mit ganz unterschiedlichen Facetten gründlich und einleuchtend dargestellt. Dabei erfährt der Leser einerseits philosophische, psychologische und historische Grundlagen. Diese Verankerung ist für das Verständnis bedeutsam. Ohne diesen Bezug könnte man Humor als Methode verwechseln mit einem: Mach´s Dir doch leicht, erzähl ab und zu mal Witze!

Das Buch ist ein Plädoyer dafür, Humor als ernstzunehmendes Führungsmittel zu verstehen und einzusetzen. Dabei überzeugt beim Lesen vor allem das, was Schwarz aus der eigenen Beratungsarbeit schildert. Man gewinnt ein anschauliches Bild davon, wie verfahrene Dinge oder Tabuthemen bewegt werden können, wenn Humor als Mittel eingesetzt wird.

Von beiden Seiten, dem Theoretischen wie dem eigenen Erfahrungsschatz, kann Schwarz dann die geschilderten Situationen von ihrer Gesamtstruktur her analysieren. Zum Beispiel versteht man beim Lesen seiner Fallbeschreibungen, warum bestimmte Probleme oder unangenehme Vorkommnisse in Unternehmen einen tieferen Sinn haben. Und wenn in derartigen Situationen von den Führungskräften Humor als Methode gezielt angewandt wird, ist die Chance groß, dass alle Beteiligten diesen Sinn verstehen und damit auch die Gesamtproblematik an sich heranlassen, anstatt auf dem Recht einer Seite zu beharren. Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um Konflikte zu managen.

(MWonline zur Verfügung gestellt von Simone Mones)

(Simone Mones 15.11.2007)

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