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Persönlichkeitsentwicklung |
Bücher rund um das Thema "Persönliches Wachstum" und was dazu beiträgt, dieses zu unterstützen |
Das vorliegende Buch ist der letzte Band der fünfbändigen Buchreihe "GABALs großer Methodenkoffer".
Der Autor definiert Persönlichkeitskompetenz als entscheidende Schlüsselqualifikation und meint damit, die Fähigkeit auszubilden, die eigene Person optimal weiterzuentwickeln. Prof. Simon möchte sein Buch verstanden wissen eher als stichwortartiges Lexikon denn als dickleibiges Lehrbuch.
Das Buch ist folgendermaßen aufgebaut:
A. Hinführung:
Hier geht er zunächst der Frage nach, wie Persönlichkeit zu definieren ist und wie sie sich entwickelt. In einem Schnelldurchgang skizziert er persönlichkeitstheoretische Grundmodelle von der Antike bis zur Neuzeit, darunter die Vier-Temperamente-Lehre des Galenos von Pergamon und des Hippokrates von Kós, die Konstitutionspsychologie von Kretschmer, die Über-Ich-Es-Ich-Theorie von Sigmund Freud und C.G. Jungs Introversions-Extroversions-Theorie.
Darüber hinaus beschäftigt er sich mit den Grundlagen, Grundtypen und der Aussagekraft von Persönlichkeitstests sowie den Qualitätsanforderungen an dieselben.
B. Analytsiche Persönlichkeitsmodelle bzw. -tests:
Simon beschreibt kurz Zielsetzung und Anwendung von acht geläufigen Persönlichkeitstest: Discovery of Natural Latent Abilities (DNLA), INSIGHTS MDI-Verfahren, Myers-Briggs-Typenindikator (MBTI) Structogram, Hermann Brain Dominance Instrument HBDI, Team Management Profil (TMP), Enneagramm und die LIFO-Methode.
Der Leser erfährt auch die jeweiligen Vertriebskanäle für die beschriebenen Testverfahren.
C. Psychologisch basierte Persönlichkeitsentwicklungskonzepte:
Hier skizziert er zum einen das Konzept der Emotionalen Intelligenz nach Goleman und das Persönlichkeitskonzept von Schulz von Thun.
Zum anderen beschreibt er die Vorteile folgender Verfahren für die Persönlichkeitsentwicklung: Focusing, Gestalttherapie, Neurolinguistisches Programmieren (NLP) und liefert einen Werkzeugkoffer an psychomentalen Programmierungstechniken wie Autosuggestion, Imagination, positives Denken, positives Reframing (NLP) und Moment-of-Excellence-Technik (NLP) nicht nur fürs autodidaktische Ausprobieren.
Außerdem geht Simon auf zwei Beratungsformate ein, die elementar der Persönlichkeitsentwicklung dienlich sind, nämlich Coaching und Supervision.
D. Lebens- und Erfolgsstrategien:
Im letzten Teil greift er die Themen Life-Leadership und Work-Life-Balance, Selbstmartketing und "Selbst-GmbH" (Gesellschaft mit beispielhafter Haltung oder Gesellschaft mit beiderseitiger Haftung) auf und liefert dem interessierten Leser hilfreiche Fragen zur Selbstinspektion.
Alle Lebensbereiche umfassende biografische Fragen zur Selbstanalyse sind im ersten Kapitel nachzulesen. Ein hilfreiche und auch für das Coaching gut einsetzbare Zusammenstellung!
Neben Covey´s "Sieben Wege zur effektiven Lebensgestaltung" erfährt der Leser auch etwas über die "Engpasskonzentrierte Strategie (EKS)" (Konzentration statt Verzettelung, kybernetisch wirkungsvollsten Punkt erkennen, Nutzung des Minimumprinzips, Nutzen- vor Gewinnorientierung).
Ein Kapitel zum persönlichen Finanzmanagement fehlt ebenso wenig wie eines über Umgangsformen im Privat- und Geschäftsleben.
Jedes Unterkapitel der vier Hauptabschnitte enthält ein Literaturverzeichnis mit weiterführender und vertiefender Literatur. Das 339 Seiten umfassende Buch endet mit einem praktischen Stichwortverzeichnis.
Führungskräfte, Trainer und Coaches können das Buch sicherlich als gutes Nachschlagewerk zum Thema Persönlichkeitsentwicklung verwenden. Das eine schnelle Übersicht schaffende Layout unterstützt diese Funktionalität. Einzelne Kapitel des Buches, insbesondere im Teil D, lassen sich auch gut als autodidaktisches Werkzeug zur Selbstanalyse nutzen.
Da Persönlichkeitsentwicklung nicht nur im stillen Kämmerlein verläuft, sondern auf Feedback und Kommunikation und Interaktion verwiesen ist, kann das Buch weder Coaching oder Supervision oder Therapie ersetzen.
Schade finde ich als Psychodramatiker und Systemiker, dass in Teil C weder Psychodrama und Soziometrie nach J.L. Moreno (es findet sich nur ein kleiner Hinweis darauf in der Beschreibung des Beratungsformats Supervision) noch ein Konzept systemischer Familientherapie (z. B. nach V. Satir) aufgenommen wurden, zumal diese Verfahren schon lange Einzug gehalten haben in den Beratungsformaten Coaching und Supervision. Vielleicht kann das ja in einer Neuauflage berücksichtigt werden.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Reinhard Fukerider ) |
(fukerider.coaching 22.11.2007) |
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