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Marketing |
Das beste Produkt hilft wenig, wenn es nicht bekannt ist. Das gilt auch für die eigene Person, die eigene Dienstleistung. Alles zum Thema Marketing... |
Dieses Buch zeigt Trainern, Beratern und Coaches, wie Networking ein Teil einer effektiven Marketingstrategie wird. Die Leser finden in dem Buch Antworten auf die Fragen: Wie mache ich Networking zum Bestandteil einer Marketingstrategie? Wie betreibe ich erfolgreich Networking und welche Plattformen gibt es? Es beschreibt die Regeln und Tabus des Networking und geht auch auf die Grenzen von Networking ein.
Svenja Hofert ist selbst Trainerin und Beraterin und ausgebildete Journalistin. Ihre Karriere begann sie mit dem Schreiben von Büchern. Bisher hat sie bereits 15 Bücher aus dem Themenbereich Gründung und Erfolg veröffentlicht. Ihr Beratungsschwerpunkt ist Karriere und Entwicklung. Sie berät Berater. Ihre Spezialität dabei ist die Positionierung und Vermarktung von Trainern und Trainingsangeboten.
Wenn wie bei Trainern, Beratern und Coachs die Dienstleistung eng mit der Person verknüpft ist, wenn Vertrauen die Voraussetzung dafür ist, dass der Kunde die Dienstleistung kauft, ist Networking die Grundstrategie für erfolgreiches Marketing. Trainer, Berater und Coaches sind offen für Networking, was sie aber oft nicht tun, ist ihre Kontakte professionell zu pflegen, um daraus Empfehlungen zu generieren. Nach der Meinung der Autorin fehlt gerade dieser Gruppe der Blick für die strategische Bedeutung des Networking. Mit dem Buch will sie die Leser begleiten, eine eigene Netzwerkstrategie zu finden und Anregungen geben, wie sie diese umsetzen können.
Networking Gesetze
Wer die Gesetze des Networking nicht kennt, kommt über den Status einer losen Bekanntschaft nicht hinaus. Dies ist ihre These. Ausführlich erläutert sie die Gesetze des Networking. Networking funktioniert durch Geben und Nehmen. Jeder kann in einem Netzwerk etwas anbieten: Sei es Wissen, Erfahrung, persönliche Fähigkeiten, praktische Unterstützung oder eine Beziehung.
Anderseits besteht Networking nicht nur aus Geben. Der Nutzen besteht darin, von den anderen Netzwerkteilnehmer, Tipps, Information, Unterstützung und Empfehlungen zu erhalten.
Die Autorin rät den Lesern ihr Netzwerk sichtbar zu machen. Sie zeigt, wie durch verschiedene Mind Maps die unterschiedlichen Aspekte des eigenen Netzwerks sichtbar gemacht werden: Das informelle Netzwerk, die formellen Netzwerke und die Schlüsselkontakte.
Small Talk, eine Schlüsselfähigkeit für Netzwerker
Networking Skills sind die Fähigkeiten, mit denen Menschen Kontakte aufbauen, pflegen und in das eigene Netzwerk integrieren. Eine der Schlüsselfähigkeiten dabei ist Small Talk: Wer Kontakte aufbauen will, muss auch in der Lage sein, ein Schwätzchen am Rande über Wetter, Verkehr oder Kultur zu halten. Im Kapitel "Networking und Small Talk" zeigt die Autorin, wie man einen Small Talk beginnt, ihn durch Fragen am Leben hält und durch die Körpersprache unterstützt. Aber auch, welche Tabus es gibt und welche die Gesprächkiller im Small Talk sind.
Networking ist Teil des Marketings
Dies ist die Botschaft des Buches. Hofert verdeutlicht den Lesern, dass gerade Trainer, Berater und Coachs eine Marktingstrategie entwickeln müssen. Dazu bietet sie Hilfen an, wie Marketing- und Networkingziele entwickelt werden. Ausführlich stellt sie dar, was Selbstmarketing ist und erläutert Instrumente dazu: Zielgruppendefinition, Positionierung und Elevator Pich sind Beispiele dafür. Sie macht klar, dass es darauf ankommt eine Marke "Ich" zu entwickeln und mit einer eigenen Corporate Identity zu unterstützen. Wie Networking hat auch das Selbstmarketing seine eigenen Gesetze, die die Autorin ausführlich erläutert.
Netzwerkplattformen nutzen oder selbst gründen
Das Kapitel Netzwerktypen zeigt auf, welche Möglichkeiten es gibt in Netzwerken aktiv zu werden. Im Einzelnen beschreibt die Autorin die folgenden Netzwerkformen: Informelle Netzwerke, Wunschnetzwerke, Alumni Netzwerke, Berufsverbände, Business Clubs, branchenspezifische Netzwerke, Erfolgsteams und Supervisionsgruppen, Netzwerke für Geschäftsempfehlungen, Netzwerke zur Weiterbildung, Parteien, Seminare und Veranstaltungen, soziale und kirchliche Netzwerke, Visitenkartenpartys und XING & Co. Dabei bewertet sie jedes Netzwerk danach, wie groß der Nutzen für Trainer, Berater und Coaches ist. Neben der Teilnahme an bestehenden Netzwerken beschreibt die Autorin auch, was zu tun ist, wenn man selbst ein Netzwerk gründen will. Sie erläutert die verschiedenen Rechtsformen für Netzwerke und gibt in Form eine Quick Checks Entscheidungshilfen.
Erfolgskontrollen machen Networking effektiv
Networking ist nützlich und unterstützt das Marketing, jedoch nicht per se. Es gibt auch viele Faktoren, die Networking ineffektiv machen und verhindern, dass man die Ziele nicht erreicht, weshalb man Networking betreibt. Dies ist dann der Fall, wenn Networking zum Familienersatz wird, man in zu vielen Netzwerken aktiv ist, zu viel erwartet und dann zu schnell enttäuscht ist, seinen Netzwerkpartnern Dinge verspricht, die man dann nicht einhalten kann oder in den falschen Netzwerken aktiv ist. Eine regelmäßige Erfolgskontrolle schützt davor, dass man Energie in Networking Aktivitäten steckt, die sich dann nicht auszahlen. Die Autorin rät: Wenn man feststellt, dass ein Netzwerk nicht den erwarteten Nutzen bringt, dann sollte man austreten.
Das Buch enthält neben vielen Tipps auch eine Kurzdarstellung von 63 Netzwerken mit Titel, Internetadresse, einer Kurzbeschreibung und der Kosten, die entstehen, wenn man dem Netzwerk beitritt. Die Netzwerktypen reichen dabei von Berufs- und Interessensverbänden bis hin zu Expertendatenbanken und Businessclubs.
Svenja Hofert hat aus dem breiten Spektrum der Themen zum Networking die Aspekte herausgegriffen, die besonders für Trainer und Berater wichtig sind. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf dem Marketingaspekt. Weniger zum Tragen kommen in dem Buch zwei weitere Aspekte, die für Trainer wichtig sind: Der Wissensaustausch und der Aufbau von Netzwerken, um das eigene Produktportfolio zu ergänzen. Jeder Teilaspekt wird mit Tabellen, Merksätzen und Grafiken erläutert. Exkurse über persönliche Netzwerkerfahrungen verdeutlichen die Sachverhalte und stellen den Bezug zur Praxis her.
Hoferts Buch ist auch ein Arbeitsbuch. Ein Stift kennzeichnet Stellen, die Raum für eigene Notizen bieten. Diese Arbeitshilfen regen den Leser an, seine eignen Gedanken zu den Themen festzuhalten und dabei fast nebenbei eine eigene Netzwerkstrategie zu entwickeln.
Lesern, die sich schon mit Networking beschäftigt haben, bringt dieses Buch nicht viel Neues. Es setzt jedoch für Trainer, Berater und Coaches Akzente auf die für diese Berufsgruppe wichtigen Aspekte.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Dr. Tomas Bohinc ) |
(Bohinc 11.12.2007) |
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