| Der Macht-Code |
Spielregeln der Manipulation
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Neumann, Reiner / Ross, Alexander 1. Aufl. (2007) Hanser Fachbuch, ISBN: 3446412077
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Unsere Bewertung: 
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| Autor(en): | Reiner Neumann, Diplompsychologe, umfassende Berufserfahrung als Manager und Unternehmensberater, davon sechs Jahr im Ausland, Fachbuchautor.
Alexander Ross, Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaftler, zehn Jahre Managementerfahrung im In- und Ausland, Fachbuchautor, Fachartikel in renommierten Zeitungen und Magazinen. |
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| Themenliste Literatur |
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Führung |
Führungskräfte haben es nicht leicht, sie sitzen immer zwischen den Stühlen. Da ist guter Rat teuer - und in diesen Büchern zu finden. |
Wenn Sie wissen wollen, wie Sie selber oft unbewusst andere manipulieren oder mit welchen Maschen und Tricks man Sie zu manipulieren versucht oder wenn Sie lernen wollen, wie Sie andere gezielt manipulieren können, dann sollten Sie unbedingt dieses ebenso spannende wie lehrreiche Buch zur Hand nehmen.
Beide Autoren zeigen anhand zahlreicher Beispiele das Spektrum der Manipulationstechniken auf, denen wir im gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Alltag ausgesetzt sind und die wir zum Teil auch selber anwenden.
Neumann und Ross bringen es insgesamt auf folgende 18 Manipulationstechniken:
- Der Komplexitäts-Argwohn (Warum mögen wir lieber simple Lösungen, dafür sogar falsche?)
- Der Zahlen-Schwurbel (Warum benutzt man Zahlen, damit wir den Durchblick verlieren?)
- Die Experten-Masche (Warum können Experten darauf bauen, dass wir ihnen vertrauen?)
- Die Stereotypfalle (Warum stellen wir uns mit unserem Wissen selbst ein Bein?)
- Das Ordnungs-Paradigma (Warum befolgen wir selbst unsinnige Regeln?)
- Die Wortwasch-Methode (Warum wirken manipulierte Begriffe?)
- Der Duell-Reflex (Warum bringen oft Worte die Entscheidung?)
- Der Lemming-Faktor (Warum folgen wir so gerne anderen?)
- Das Eindrucks-Paradox (Warum siegt Auftritt über Aussage?)
- Die Tue-Gutes-Nummer (Warum kann man uns mit Wohltätigkeit leichter ausnehmen?)
- Der Bewerber-Nexus (Warum sind manche Kandidaten erfolgreicher?)
- Der Promi-Faktor (Warum orientieren wir uns an Stars?)
- Das Überredungs-Muster (Warum lassen wir uns immer wieder überreden?)
- Der Gewinner-Bonus (Warum wirkt der richtige Anzug so überzeugend auf uns?)
- Das Emotions-Element (Warum bewirken Gefühle oft mehr als Fakten?)
- Die Humbug-Hoffnung (Warum gehen wir Gurus und Geheimwissen auf den Leim?)
- Die Aggressions-Attacke (Warum geben wir nach, auch wenn wir im Recht sind?)
- Das Ego-Versprechen (Warum kommen Selbstdarsteller oft weiter als fachliche Könner?)
Jeder Technik ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Zahlreiche und humorvoll verpackte Beispiele von ManipulatorInnen des öffentlichen Lebens lassen keine Langeweile aufkommen, sondern regen zum Weiterlesen an. Am Ende eines jeden Kapitels werden die Hauptthesen und Wirkungsweisen der beschriebenen Manipulationstechnik zusammengefasst und Tipps gegeben, wie man sich gegen unerwünschte Beeinflussung wehren kann.
Für mich lehrreich war der Ausflug der Autoren im Kapitel "Der Duell-Reflex" in das Gebiet der Eristik, d.h. der Kunst des Redestreits (S. 64 -67), wo sie im Rückgriff auf Arthur Schopenhauers (1788-1860) unvollendetes Werk "Eristische Dialektik – die Kunst Recht zu behalten" wertvolle Tipps für Letzteres geben.
Das Buch schließt mit einem leicht verständlichen Kapitel über die derzeit gültigen Theorien zur menschlichen Wahrnehmung, Urteilsbildung und Verhaltenssteuerung. Obwohl ein Literaturverzeichnis existiert, vermisst der kritische Leser detaillierte Quellenangaben und Fußnoten, wenn aus Untersuchungsergebnissen oder Zeitschriftenartikeln zitiert wird:
Ein Beispiel dafür ist der Hinweis auf die Studie des Phonetikprofessors Mark Libermann (S.40), wo sich weder eine Fußnote noch eine genaue Literaturangabe findet.
Auf S. 130 sind zumindest die Jahrgänge und die Erscheinungsmonate der zitierten Zeitschriften erwähnt.
Schade! Die Überprüfbarkeit der Experten-Aussagen wird dadurch erschwert und böswillige Zeitgenossen könnten den Autoren damit Manipulation unterstellen. Ein präziserer Umgang mit den Quellen würde die Glaubwürdigkeit der Autoren noch verstärken.
Trotz allem, ein vergnüglich zu lesendes und obendrein hilfreiches Büchlein!
(MWonline zur Verfügung gestellt von Reinhard Fukerider )
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(fukerider.coaching 06.02.2008) |
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