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Selbstmanagement |
Nur wer sich selbst führen kann, der vermag auch andere zu führen. Alles zum Thema Selbstmanagement, Selbstcoaching, Zeitmanagement etc. |
Der Psychologe, Erfolgsberater und Persönlichkeitscoach Horst Conen legt ein Buch vor, das auf Grundbedürfnisse und Grundfragen unserer Zeit trifft: Wie gehe ich mit mir selber um? Wie entwickle ich mich selbst? Welche Fähigkeiten brauche ich dazu und wie kann ich diese lernen? Warum ist das so schwierig und gleichzeitig so zentral? Wie übernehme ich die Regie im Umgang mit mir selbst? Wie verstärke ich meine Selbstaufmerksamkeit, um Wege zu entwickeln, mit denen diese Fragen angegangen werden können?
Anregungen und Hilfestellungen bzw. Hilfe zur Selbsthilfe im Umgang mit diesen Fragen möchte Conen mit dem "Take – Care – Prinzip" (gemeint i.S. von "pass auf Dich auf") geben, das in verschiedenen Dimensionen ausgeführt wird: Im Schaffen von ermutigenden Lebensbotschaften im Umgang mit unbewältigter Vergangenheit. Beim Versuch, sich nicht permanent selbst unter Druck zu setzen bzw. von anderen setzen zu lassen. Im Umgang mit Stress und Ärger. Im Umgang mit schwierigen Mitmenschen. Auch in der Analyse des eigenen Antriebs und der Verbesserung der Intuition sowie der Verbesserung der Selbstveränderungsfähigkeit. Schließlich auch in der Fähigkeit, das eigene Leben genießen zu können. Ein Persönlichkeits-Check soll dazu dienen, selbstabwertende Verhaltensschemata zu identifizieren und z.B. mit Gelassenheit und Selbstbelohnung gezielt dagegen vorzugehen.
So gut(menschlich) der Titel auch anmuten mag und sicher gut gemeint ist, so verbirgt sich doch auch eine Problematik dahinter, die in dem Buch nicht wirklich angesprochen wird: Bin ich nur deshalb gut zu mir, damit ich funktioniere und Erwartungen entsprechen kann, die andere an mich stellen? Der Nachsatz "...wir brauchen dich" fordert zu der Frage heraus, wer eben dieses "wir" sei. Philosophischer gefragt: Warum und zu welchem Zweck gestalte ich mein Selbstverhältnis bewusst und weiterführend, nur um zu funktionieren?
Positiv erwähnt sei die übersichtliche und originelle Zusammenfassung bzw. Bezugnahme auf schon bekannte Work-Life-Balance-Ratgeber. Wohltuend hebt sich das Buch trotz einiger Allgemeinplätze auch von diversen Beratungsfibeln ab durch seine strukturierten Übungsvorschläge, die nicht Gefahr laufen. eine einseitige Selbstmanipulation zu begünstigen, sondern sogar echte Selbstentwicklung nahelegen können.
Als Beispiel für die zahlreichen Übungen, die das Buch lebendig und praxisnah machen, sei die angeführte Übung gegen den möglicherweise aus tiefsitzenden Glaubenssätzen aus der Kindheit eintrainierten Perfektionismus: 14 Tage lang konsequent unperfekt sein! Den Abschluss bietet der Vorschlag, einen Vertrag mit sich selbst abzuschließen, der nicht gekündigt werden kann und Elemente wie Selbstbelohnung und Zielformulierungen sowie Sicherheitsmechanismen wie regelmäßige Überprüfung durch einbezogene Dritte enthält. Weiterführende Literaturhinweise ergänzen das Buch.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Peter Dellbrügger ) |
(dialogos 27.03.2008) |
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