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Selbstmanagement |
Nur wer sich selbst führen kann, der vermag auch andere zu führen. Alles zum Thema Selbstmanagement, Selbstcoaching, Zeitmanagement etc. |
Vogels Buch ist in drei Teile gegliedert, die das Thema jeweils aus einem anderen Blickwinkel beschreiben: Der erste Teil – das Fundament – erläutert, welche Bedeutung Gefühle haben und wie sie im Alltag wirken. Der zweite Teil ist eine Trainingsanleitung, mit der sich die Leser schrittweise die von Vogel entwickelte PowerSprache aneignen können. Im letzten Teil – Das Lust-Prinzip in Alltag – zeigt der Autor, wie diese Sprache in beruflichen Alltagssituationen eingesetzt wird.
Das Fundament: Lust-Killer und Lust-Faktoren
In diesem Kapitel will der Autor den Leser anregen, über Fragen wie: "Lebe ich mein Leben? Habe ich den Beruf, der wirklich zu mir passt?" anregen. Vogel beschreibt 13 sogenannte Lustkiller, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen ihr emotionales Potential nicht zu 100 Prozent nutzen. Zu den Lustkillern gehören beispielsweise: Schuldgefühl, Angst, mangelndes Selbstbewusstsein und eine negative innere Einstellung.
Im Gegensatz zu den Lustkillern erhöhen Lustfaktoren das Grundniveau an Freude, Vitalität, Begeisterung und Zielstrebigkeit. Dies sind all die positiven Gedanken, Einstellungen und Verhaltensweisen, die Sie jeden Tag praktizieren können. Dazu gehören: Lust und Neugier, Liebe und Zuneigung, ein positives Selbstbild und eine positive innere Einstellung sowie 16 weitere Faktoren.
PowerSprache: Die eigenen Emotionen erkennen und zur Wirkung bringen
Kern von Vogls PowerSprache-Systems ist das Glücksquadrat. Es beruht auf der Erfahrung, dass nur derjenige seine innere Ausstrahlung, Überzeugung und Überzeugungskraft entfalten kann, der sich in einem guten inneren Zustand befindet. Das Glücksquadrat zeigt, dass Denken, Fühlen, Erleben und Verhalten wechselseitig voneinander abhängen. Dies ist für Vogel der Hebel, um mehr Einfluss auf die eigene Stimmung zu erhalten und die eigenen Gefühle positiv zu beeinflussen. Eigene positive Gefühle sind die Voraussetzung dafür, dass diese auf andere Menschen übertragen werden können. Dies ist für den Autor die Voraussetzung dafür, Menschen zu überzeugen und glaubwürdig führen zu können.
Die PowerSprache ist das Handwerkszeug, mit dem positive Gefühle ausgedrückt und vermittelt werden können. Denn Worte sind nicht nur der Ausdruck unseres Denkens, sondern auch unserer Gefühle. Negative Gefühle vermitteln wir durch "Unwörter" wie "äh", "eigentlich", "trotzdem"; positive Gefühle werden dagegen durch Wörter wie: "ruhig", "schön", "kostbar" und "magisch" ausgedrückt.
Im Buch leitet der Autor die Leser in drei Schritten an, sich eine eigene Power Sprache anzueignen: Der erste Schritt besteht darin, sich selbst in eine positive innere Grundhaltung zu versetzen und diese durch eine positive Sprache auszudrücken. Im zweiten Schritt zeigt der Autor, wie die positiven Gefühle an einer Stelle im Körper verankert werden können, uns quasi auf Knopfdruck verfügbar sind. Der dritte Schritt besteht darin, die positiven Gefühle bewusst einzusetzen und sein Verhalten ständig durch einen Erfolgskreislauf zu verstärken.
In diesem Teil des Buches gibt Vogel eine Vielzahl nützlicher Tipps, wie Sprache und Körpersprache wirksam eingesetzt werden können. Ein Beispiel dafür sind seine "Magic Words". Dies sind Adjektive und Adverbien, mit denen Emotionen besonders gut ausgedrückt werden können: Anziehend, herrlich, traumhaft oder revolutionär sind nur vier von über 60 "Magic Words".
Lust im Alltag: Die Wirkung der PowerSprache
Im letzen Teil seines Buches zeigt Vogel, wie die Powersprache beim Small Talk, in Situationen, bei denen es auf Schlagfertigkeit ankommt und im Verkauf eingesetzt werden kann. Er zeigt an konkreten Beispielen aus dem Verkaufsbereich, wie durch bewusst gewählte Formulierungen das Gespräch positiv beeinflusst werden kann. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn ein "Nein" des Kunden durchbrochen werden muss. Denn "Nein" heißt nicht "Nie", sagt Vogel und schlägt Formulierungen vor, wie das Nein relativiert werden kann, um den Verkaufsprozess wieder offen zu halten.
Der Nutzen
Vogels Erfahrung als Trainer spiegelt sich auch im Aufbau und den Inhalten des Buches wieder. Er führt den Leser mit theoretischen Darstellungen aber vor allem auch mit Übungen schrittweise dazu, den Wert der Gefühle für sich zu erkennen und sich die Elemente der PowerSprache anzueignen. Das Lust Prinzip sollte man lesen, um die darin beschriebene Übungen zu machen und in der Praxis anzuwenden. Und dies ist der eigentliche Gewinn der Lektüre: Wenn man den Ratschlägen des Autors gefolgt ist, weiß man mehr über seine eigene Einstellung zu Gefühlen und hat sein Verhaltensrepertoire erweitert.
Enttäuscht wird der Leser sein, der sich viel Neues zum Thema Gefühle und Emotionen erhofft. Viele der "Tools" dieses Buches kommen aus dem Neuro-Linguistischen-Programmieren (NLP) oder sind auch in andern Rhetorik- und Verkaufsratgebern zu finden.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Dr. Tomas Bohinc )
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(Bohinc 04.05.2008) |
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