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Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte, ist hier richtig: von der Bewerbung bis zu schwierigen Entscheidungen an wichtigen Weichen des eigenen Werdegangs |
Das Web 2.0 bietet Unternehmen und Jobsuchenden neue Möglichkeiten
Gegenüber dem klassischen Internet ist das sogenannte Web 2.0 nicht nur eine einfache Weiterentwicklung, sondern eröffnet für dessen Nutzer völlig neue Dimensionen, denn es ist interaktiv. Die Nutzer können, ohne eine eigene Homepage zu besitzen, in Wikis, Blogs und Networkingplattformen Kommentare schreiben und selbst Themen darstellen. Jobsuchende können ihr im Netz vorhandenes Profil noch bekannter machen und ihr Know-how in Threads und Blogkommentaren zeigen.
Nach der Meinung der Autorin bietet das Web 2.0 für Jobsuchende und für Unternehmen folgende Möglichkeiten:
- Anstatt sich zu bewerben, präsentieren sich Jobsuchende im Internet.
- Jobsuchende machen sich durch Stichwörter oder Tags durch Suchmaschinen auffindbar.
- Durch umfassende und sichtbare soziale Netzwerke erhöht sich die Wahrscheinlichkeit empfohlen zu werden.
- Internetnutzer werden zu aktiven Mitmachern im Netz, die Themen anstoßen und Ideen entwickeln.
- Videos werden für Firmen und Bewerber immer wichtiger. Sie liefern einen ersten persönlichen Eindruck und ersparen so die erste Vorstellungsrunde im Unternehmen.
- Unternehmen können sich im Netz interaktiv präsentieren und sogar Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich zu ihrem Arbeitsplatz zu äußern.
- Interaktive Personalauswahlmöglichkeiten geben Bewerbern die Möglichkeit, sich selbst mit ihren Fähigkeiten zu präsentieren.
Präsenz im Web: Die eigene Bekanntheit steigern
Präsent sein im Web, das ist heute schon ein Muss für Unternehmen. Künftig wird dies auf für Stellenbewerber so sein. Auch heute schon steigern Bewerber ihre Chancen, wenn sie im Web 2.0 präsent sind. Dafür haben sie die folgenden Möglichkeiten:
- Mitglied bei einer Internetplattform wie zum Beispiel Xing und Linked-in.
- Kommentieren von Beiträgen in Internetforen und Blogs
- Betreiben eines eigenen Blogs
- Betreiben einer eigenen Homepage
Personalberater nutzen inzwischen immer mehr die Möglichkeit, in den verschiednen Netzplattformen zu suchen. Nach Sevenja Hoferts Meinung ist die Tendenz eindeutig. In Zukunft kommt es mehr darauf an gefunden zu werden als eine Stelle zu suchen.
Am Beispiel der Networkingplatfform XING zeigt sie, welche Vorteile soziale Netzwerke für die Jobsuche bieten. Dazu gehören vor allem folgende:
- Ein Profil macht die Jobsuchende mit ihren Stärken sichtbar und auffindbar.
- Jobsuchende können über sich über Stichwörter für Personalberater und Unternehmen auffindbar machen.
- Vor allem Experten können in den Foren durch ihre Beiträge auf sich aufmerksam machen.
- In XING werden Jobs angeboten, die in anderen Stellenmärkten nicht zu finden sind.
- Und last but not least können auch Kontakte zu einflussreichen Personen in Unternehmen geknüpft werden.
Hören und sehen statt lesen: Podcast und Videos
Hohe Übertragungsraten im Netz machen es möglich, dass Unternehmen und Jobsuchende sich auch durch Podcast, Vodcast und Videos präsentieren können. Ein Podcast ist eine Audiodatei in der Art einer Radiosendung zu einem bestimmten Thema. Ein Vodcast erweitert den Podcast durch Bilder und ermöglicht kleine "Fernsehbeiträge" zu einem bestimmten Thema. Unternehmen wie Ebay, Siemens und IBM nutzen bereits die Möglichkeit von Podcast um ihr Unternehmen zu präsentieren.
Videos werden in den folgenden drei Fällen genutzt:
- Unternehmensvideos, mit denen sich Unternehmen Bewerbern präsentieren.
- Videoinserate, durch die der Bewerber einen Einblick in seine künftigen Aufgaben erhält.
- Bewerbervideos, mit denen sich die Bewerber statt eines Bewerbungsfotos präsentieren.
Web 2.0 bietet so Möglichkeiten für Unternehmen, sich von anderen zu unterscheiden und so für Bewerber attraktiver zu machen. Für Bewerber stellt es neue Möglichkeiten sich zu präsentieren bereit. Svenja Hofert verschweigt aber nicht die Schattenseiten dieses neuen Mediums. Dazu gehört vor allem, dass der eigene Arbeitgeber die Wechselabsichten seiner Mitarbeiter aufspüren kann. Denn was andere Personalberater und Unternehmen sehen, sieht auch der eigene Arbeitgeber. Vor allem dann, wenn die Jobsuche vom Arbeitsplatz aus angegangen wird. Mit der Präsenz im Web entseht auch ein Webimage. Deshalb ist es für potenzielle Jobsuchende wichtig, sich bei allen Webaktivitäten, auch den privaten, professionell zu präsentieren.
Hofers Buch bietet für Stellensuchende, die sich einen Vorteil im Bewerbungsverfahren verschaffen wollen, eine Fülle von Informationen und vor allem Internetadressen. Aber auch Personaler, welche die neuen Möglichkeiten des Internets nutzen wollen, finden hier Anregungen und Hinweise, wie die Präsenz ihres Unternehmens als Arbeitgeber im Web 2.0 Zeitalter verbessert werden kann. Hofert vermittelt in ihrem Buch das Bild eines Stellen- und Bewerbermarktes der Zukunft: Sie zeigt mit konkreten Beispielen, was jetzt schon möglich ist und versteht es die Trends der Zukunft darzustellen. Mit diesem Buch ist sie eine Vorreiterin in diesem Thema, die alle heute relevanten Aspekte darstellt.
Für das Buch "Jobsuche und Bewerbung im Web 2.0" muss man keine Experte in der Internettechnik sein. Technische Sachverhalte werden verständlich erläutert und Fachbegriffe im Text und in eine Glossar erklärt. Das Buch macht Lust, im Netz nach den Beispielen zu suchen und die aufgezeigten Möglichkeiten auszuprobieren.
Fazit: "Jobsuche und Bewerbung im Web 2.0" zeigt die Möglichkeiten des Internets auf, gibt Tipps für Jobsuchende und Unternehmen, mit denen sie die Chancen des Web 2.0 nutzen können und enthält eine Fülle von Internetadressen, mit denen jeder sofort seine Jobsuche im Internet starten kann.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Dr. Tomas Bohinc)
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(Bohinc 27.06.2008) |
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