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Training |
Bücher für Menschen, die Gruppen trainieren. Hier finden Sie Grundwissen, aber auch praktische Tipps zum Umgang mit Gruppen. |
Spiele lockern Trainings und Seminare auf. Deshalb sind sie bei Trainern und Teilnehmern beliebt. Jedoch jeder Trainer steht immer wieder vor der Frage: Welche Spiel kann ich einsetzen? Das Buch von Claudia Grötzebach bietet hierfür eine Auswahl von 70 Spielen. Die für das Buch ausgewählten Spiele bezeichnet sie als Wissensspiele. Und das mit guten Grund. Die Spiele sollen den Lernprozess nicht unterbrechen, sondern das Lernen spielerischer und interessanter machen. Neben den reinen Wissensspielen, mit denen Lernprozesse unterstützt werden, enthält das Buch auch Spiele, die Müde munter machen und Unruhige wieder beruhigen.
Die Spiele habe ihre Wurzeln in der Suggestopädie. Diese Lernmethode geht auf die Entwicklungen des bulgarischen Pädagogen Georgi Lozanov zurück. Mit seiner Lernmethode können Menschen besser lernen und mehr behalten. Zwei Elemente prägen diese Methode: Lernen durch Entspannung und Suggestion. Suggestopädisch gestaltete Seminare machen den Teilnehmern eine Vielzahl von Lernangeboten, um Lernfreude und das Lernen selbst positiv und effektvoll zu gestalten.
Die Spiele sind vor allem für Suggestopäden gedacht. Ihnen soll das mühsame Suchen nach geeigneten Spielen erleichtert werden. Jedoch sind die Spiele so beschrieben, dass sie auch von Nicht-Suggestopäden eingesetzt werden können. Für die Leser, für die die Suggestopädie neu ist, beschreibt die Autorin die Grundprinzipien der Suggestopädie und macht diese mit Beispielen aus der Praxis anschaulich. Natürlich ersetzt der Abschnitt keine Ausbildung in Suggestopädie. Er hilft aber, die Hintergründe der Spiele zu verstehen und sie so besser in den eigenen Veranstaltungen einzusetzen.
Übersichtstabellen erleichtern die Suche
Wie finde ich das passende Spiel? Auf diese Frage gibt die Autorin mit vier unterschiedlichen Tabellen eine Antwort. Neben einer alphabetischen Übersicht über die Spiele und deren Autoren gibt es Zuordnung der Spiele zum suggestopädischen Kreislauf, eine Zuordnung zu den rhythmisierenden suggestopädischen Elementen und eine nach Schwierigkeitsgrad und Lerntypen.
Ich empfehle jedoch, sich eine eigene Liste der Spiele anzulegen, die für die eigenen Trainings geeignet sind.
Viele Spiele aber nur ein Schema für die Beschreibung
Die Herausgeberin hat ihren Autoren ein einheitliches Schema vorgegeben, nach dem alle Spiele beschrieben werden. So wird das Spiel "Fang den Ball" genauso beschrieben wie das Spiel "Wer schafft die Million?" Zur Beschreibung jeden Spiels gehört das Ziel, das mit dem Spiel verfolgt werden kann, die Vorbereitung und die Spielregeln. Bei vielen Spielbeschreibungen helfen auch kleine Zeichnungen, den Ablauf der Spiele besser zu verstehen.
Die Spiele sind so kochbuchartig beschrieben und können sofort umgesetzt werden. Diese Form der Beschreibung hat jedoch auch einen Nachteil. Die Beschreibungen sind sehr schematisch und nüchtern und damit auch ein bisschen langweilig.
Sie haben mit Buch eine solide Sammlung von Spielen für ihre Trainings und Seminare und Sie erhalten Anregungen, wie Sie durch diese Spiele Veranstaltungen interessanter machen. Es ist jedoch keine Sammlung nur mit neuen Spielen. Erfahrene Trainer werden wahrscheinlich das eine oder andere aus ihrer Praxis wieder erkennen.
Das Buch ist weniger ein Buch zum Lesen als ein Buch zum Nachschlagen. Das prägt auch den Stil. Tabellen, Aufzählungen und standardisierte Beschreibungen machen es leicht, Informationen zu finden.
Fazit: Das Buch ist eine gute Sammlung für Trainings und Seminare.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Dr. Tomas Bohinc )
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(Bohinc 17.10.2008) |
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