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Unternehmensorganisation |
Unternehmen brauchen Visionen, Strategien, Ziele und Planungen - und die hierfür geeignete Literatur. |
Ein Buch, das in Krisenmomenten sehr gerne zu Rate gezogen wird, strahlt doch die Gewissheit über die Zukunft Sicherheit aus. Wenn es so einfach mit der Zukunft wäre, würden wir dieses Buch eigentlich nicht brauchen. Aber wenn Menschen sich über die Zukunft unterhalten, haben sie meist unterschiedliche Herangehensweise und Ansichten.
Pero Micic empfiehlt dem Leser fünf Brillen, mit denen er sehr gut seine Zukunft konstruieren kann. Denn sicher ist: Es gibt nicht die Zukunft, sondern viele Zukünfte, je nachdem, wo und wie man steht.
Bei den Brillen handelt es sich um die
- geplante Zukunftsbrille,
- die wahrscheinliche Zukunftsbrille,
- die Brille, die die Zukunft gestaltet,
- die angestrebte Zukunft, der eine Vision gleichkommt,
- die überraschende Zukunft.
Er beschreibt sein Modell als einen mentalen Setzkasten, der auf dem Eltviller Modell beruht. Mit diesem Modell kann man systematisch und strukturiert über Zukunftsszenarios nachdenken. Es ist aufgeteilt in ein Prozessmodell und ein Objektmodell. Der Prozess beschreibt die methodischen Schritte, das Objektmodell beschreibt die miteinander verbundenen Denkobjekte.
In dem Buch werden aber zuerst die einzelnen Brillen genauer und ist in folgende Kapitel geteilt:
- Warum man Zukunftsbrillen braucht!
- Danach werden die einzelnen Brillen genau beschrieben anhand von Fallbeispielen, Sinn und Zweck, der Denkhaltung und Denkobjekten. Hinzu kommen für jede Brille Checklisten und Methoden. Dabei unterscheidet Micic in Vorgehensweisen für Unternehmen und für Lebensunternehmer.
- In einem weiteren Kapitel verbindet er die Brillen mit dem Eltviller Modell, dass er hier genauer beschreibt.
Das Buch ist sehr gut strukturiert, pragmatisch und verständlich geschrieben. An der einen oder anderen Stelle, gerade in Bezug auf das Eltviller Modell, hätte ich mir noch mehr Hintergrund und auch Erklärungen gewünscht. Insgesamt ist das Buch aber eine gute Investition, da es Klarheit schafft und Lust auf Zukunft macht.
An dieser Stelle sei die grüne Brille etwas genauer beschrieben. Hier geht es um die Zukunftschancen. In einer Tabelle werden Leitfragen, der Sinn und Zweck der Brille, die Denkhaltung, die Denkobjekte, typische Methoden und Vorgehensweisen beschrieben sind. Die Chancenentwicklung steht hier im Mittelpunkt. Wenn der Leser diese Brille anwendet, kann er früher handeln und mehr erreichen, die Motivation und Zuversicht verbessern und besser beobachten, was die Konkurrenz macht. Die Denkhaltung ist geprägt vom Glauben an Besserung und der Suche nach Chancen in einem frühen Stadium. Denkobjekte können Chancenfragen und Zukunftsfragen sein. Typische Methoden für die Anwendung dieser Brille sind Auswirkungsanalysen und Kreativitätsmethoden. Als konkrete Vorgehensweise schlägt Micic vor, Gestaltungsfelder zu bestimmten, Zukunftsannahmen zu entwickeln, ein Zukunftspanorama zu erstellen und die Zukunftschancen zu bewerten.
Danach beschreibt Micic auch das Vorgehen einige Unternehmen, die mit dieser Brille erfolgreich gearbeitet haben. Dies hat Einfluss auf die unterschiedlichsten Gestaltungsfelder. Bei Strategie und Führung, wird klar, welche Mission wir setzen uns setzen, wie wir uns positionieren. Dabei muss geklärt sein, wer der Akteur ist, das Gestaltungsfeld und die Handlung. Daraus lässt sich dann eine Chancenmatrix entwickeln, die sowohl für Unternehmen als auch für Lebensunternehmer gleichwohl wichtig ist.
Genauso ist auch die Vorgehensweise bei der Beschreibung der anderen Brillen. Das Vorgehern erinnert ein wenig an die Walt Disney Methode, die Herangehensweise ist jedoch fundierter, differenzierter und stellt mehr Fragen zur Verfügung, die den Leser stärker zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Ein Buch für Zukunftsmacher!
(MWonline zur Verfügung gestellt von Susanne Kitlinski )
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(kitlinski 02.04.2009) |
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