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  Buchbesprechung


Demografie - Engpass Personal
Antworten, Strategien und Konzepte im Umgang mit knappen Ressourcen

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Althauser, Urlich / Schmitz, Marcus / Venema, Charlotte
1. Aufl. (2008)
Luchterhand, ISBN: 3472074795


Unsere Bewertung:   

Schlagworte:
Demografie, Personalmanagement

Themenliste Literatur
Personalwirtschaft   Ein weites Feld: Wie findet man Mitarbeiter? Wie bindet man sie ans Unternehmen? Wie organisiert man ihre Entlohnung? Und wie trennt man sich wieder?....

Der demografische Wandel und die Bewältigung der durch ihn verursachten Herausforderungen gehören seit einiger Zeit zu den meistdiskutierten Themen der betrieblichen Personalarbeit. Auch wenn das Thema Demografie alle Eigenschaften eines Trendthemas aufweist, auf das sich jedermann stürzt, weil sich jedermann darauf stürzt, ist eine Publikation wichtig, die versucht, zu diesem Thema Licht in das Dunkel zu bringen, Begriffe zu klären, Zusammenhänge zu verdeutlichen und Anregungen zu geben. Dieses schafft das Gemeinschaftswerk der drei Autoren, so dass das Buch zu empfehlen ist für alle, die sich erst einmal grundlegend mit dem Thema Demografie beschäftigen wollen.

Für alle, die konkreter in das Thema einsteigen wollen, Praxislösungen suchen und Anleitungen erwarten, wie das Thema in der Unternehmenspraxis verfolgt werden sollte, wollen wir im Folgenden etwas genauer beschreiben, was sie erwartet und was nicht. Vorab etwas Grundsätzliches: Das Buch bringt konkreten Nutzen, und es bringt interessante Inhalte. Allerdings nicht diejenigen, die zumindest ich beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses erwartet hatte. Wenn man sich von diesen Erwartungen löst und sich darauf konzentriert, was das Buch tatsächlich bietet, lassen sich eine Reihe nützlicher Informationen herauslesen.

Teil 1 beschäftigt sich grundsätzlich mit demografischen Trends und den Konsequenzen für die betriebliche Personalpolitik. Die Sprache ist persönlich, die Aussagen individuell formuliert und die Stellungnahmen prägnant. Damit ist der Stil ungewöhnlich für ein Fachbuch und ähnelt eher einem leidenschaftlichen Plädoyer. Das Lesen ist dadurch aber spannend und regt zum Nachdenken an. Der Ausflug in die globalen Demografie-Trends ist etwas weit geraten, hier hätte eine kürzere Darstellung gut getan. Dafür enthält der Text einige kreative Gedanken, die für die Praxis eine hohe Relevanz besitzen. So die Aussage "Es geht nicht um die Alten. Es geht um die Jungen." Gemeint ist der zukünftige Engpass der jungen, qualifizierten Arbeitnehmer, der angesichts der Forderung nach altersgerechter Personalpolitik häufig übersehen wird. Ebenso wie die Herausforderung, angesichts einer zukünftig deutlich heterogeneren Alterstruktur den Brückenschlag zwischen älteren und jüngeren Arbeitnehmern zu schaffen – und welche Rolle das Personalwesen hierbei spielt. Zwei Gedanken, die eine wichtige Ergänzung der aktuellen Diskussion zum Thema Demografie darstellen.

Teil 2 beschreibt die Gestaltung der Personalarbeit auf neun Handlungsfeldern, um der Herausforderung "demografischer Wandel" zu begegnen. Wer in diesem Teil konkrete Anleitungen erwartet, wird enttäuscht. Die Formulierungen sind in großen Teilen sehr allgemein gehalten und enthalten keine unmittelbar umsetzbaren "Kochrezepte". Dafür werden zwei andere, für die Praxis sinnvoll nutzbare Inhalte vermittelt: Zum einen werden für jedes Handlungsfeld Kernfragen und personalpolitische Leitlinien formuliert, die als Checkliste eingesetzt werden können ("Worauf müssen wir achten, um demografiefeste Personalarbeit zu leisten?"). Zum anderen enthält jeder der neun Abschnitte ein interessantes Praxisbeispiel (zum Beispiel von ABB, AUDI, BASF), das in kurzen, aber klaren Worten eine konkrete Umsetzung auf dem jeweiligen Handlungsfeld beschreibt.

In Teil 3 wird besonders deutlich, dass man beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses unter Umständen Erwartungen entwickelt, die dann im Text nicht erfüllt werden. Dabei enthält dieser durchaus spannende Inhalte: Im ersten Abschnitt wird das Thema "Bedeutung der Familienfreundlichkeit als Teil der Personalpolitik" dargestellt, der zweite Abschnitt konzentriert sich auf das Thema "Handlungsfelder der Personalarbeit für ältere Mitarbeiter", und im dritten Abschnitt wird das Thema geschlechtsspezifischer Besonderheiten unter dem Aspekt des "Gender Mainstreaming" behandelt. Während der erste Abschnitt etwas unter der Fülle der Abbildungen aus selbst durchgeführten Studien des Autors leidet, bietet der dritte Abschnitt eine ganze Reihe konkreter und direkt umsetzbarer Ideen, wie das Potenzial geschlechtlich gemischter Belegschaften besser genutzt werden kann.

(MWonline zur Verfügung gestellt von Uwe D. Wucknitz)

(Uwe D. Wucknitz 06.10.2009)

Diese Buchbesprechung ...
lässt keine Wünsche offen 
ist interessant, könnte aber ausführlicher sein 
ist wenig aussagekräftig 
wird dem Buch nicht gerecht 

 

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