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Organisationsentwicklung |
Organisationen entwickeln sich immer, auch wenn man das nicht aktiv betreibt. Aber manchmal möchte man ja auch eingreifen... |
Auf den ersten Blick mutet das Werk aufgrund seiner geringen Seitenzahl als schnell zu lesende "Bettlektüre für einen Abend" an. Nach den ersten Seiten wird schnell klar, dass dem nicht so ist. Das Buch ist alles andere als leicht zu lesen. Das liegt sowohl an der verwendeten Sprache als auch an der dürftigen optischen Aufbereitung.
Nach einer ausführlichen Einleitung wird im 1. Kapitel die Methode der kollegialen Beratung vorgestellt. In diesem Abschnitt wird der Unterschied zwischen einer sogenannten Designübung und der Beratungsübung betont, auch wenn sich dem Rezensenten die Notwendigkeit dieser Unterscheidung nicht wirklich erschließt.
Im Anschluss erfolgt die Beschreibung der Rollen (Fallgeber, Berater, Beobachter, Zeitwächter und Moderator) in der kollegialen Beratung. Danach wird der Prozess zunächst allgemein beschrieben (Vorbereitung, Anliegenschilderung, Befragung, Auftragsklärung und Kontrakt, Anliegenanalyse und Hypothesenbildung, Lösungsarbeit, -feedback, Sharing und Prozessreflexion) und anschließend an einem Beispiel erklärt.
Es folgt eine Beschreibung der Einsatzgebiete der kollegialen Beratung, z.B. bei der Führungskräfteentwicklung oder im Rahmen von Veränderungsprozessen in Organisationen. Weiter geht es mit dem Punkt "Vorgehensweisen und Instrumente". Dabei wird insbesondere die Hypothesenbildung beleuchtet, da sie nach Auffassung der Autoren einen grundlegenden Bestandteil der kollegialen Beratung darstellt. Im Anschluss daran wendet sich das Buch den "systemischen Fragen" zu gefolgt von "Methodisch-didaktischen Ergänzungen", z.B. Brainstorming oder Formulierung von Schlüsselfragen.
Im letzten Abschnitt des 2. Kapitels wird die kollegiale Beratung als Lernform dargestellt.
Kapitel 3 will den Nutzen der kollegialen Beratung für Personen und Organisationen verdeutlichen. Aus Sicht der Autoren ist die kollegiale Beratung auch aus wirtschaftlichen Gründen ein geeigneter Lehr- und Lernansatz. Die Methode verbindet zudem implizites mit reflexivem Wissen. Im weiteren Verlauf des Abschnitts wird beschrieben, wie kollegiale Beratung als arbeitsplatznahe Lernsysteme eingeführt werden sollte. Praktische Erfahrungswerte und Anforderungen an die Einführung der kollegialen Beratung schließen sich an. Kapitel 3 endet mit der kollegialen Beratung als Instrument der organisationalen Lernkulturentwicklung.
Im 4. Abschnitt beschreiben die Autoren verschiedene kollegiale Formen von Beratung und Supervision, gehen auf begriffliche Abgrenzungen ein und beschreiben die Entwicklungsgeschichte der kollegialen Beratung und Supervision.
Im 5. und letzten Abschnitt geht es um die Lernkultur, insbesondere um eine Annäherung an den Begriff.
Fazit: Bei keinem Buch bisher war der Rezensent so froh, fertig mit der Besprechung zu sein wie in diesem Fall. Das Werk liefert wenig Erhellendes. Für jemanden, der mit der kollegialen Beratung vertraut ist, ist das Buch mehr als überflüssig. Und für die, die das Konzept kennenlernen wollen, eignet es sich nur begrenzt.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Josef Wallau )
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(Josef Wallau 02.05.2010) |
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