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Die Frau, die ihr Gehalt mal eben verdoppelt hat ...
25 verblüffende Coaching-Geschichten

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Asgodom, Sabine / Bock, Petra / Volk, Theresia / Mahler, Ursu / Lienhart, Andrea
3. Aufl. (2008)
Kösel-Verlag, ISBN: 3466307880


Unsere Bewertung:   

Schlagworte:
Coaching

Autor(en):
Sabine Asgodom, als Coach und Trainerin in der Szene wohlbekannt, nicht nur durch zahlreiche Veröffentlichungen und Bücher, die es bis in die Bestsellerlisten auf den ersten Platz gebracht haben, als Speakerin ist sie beinah allseits präsent und eigentlich unübersehbar. In diesem Buch, in dem sie als Herausgeberin und Autorin auftritt, gibt sie einer kleinen aber feinen Auswahl von Coach-Kolleginnnen Raum, eigene Coachingfälle nachzuerzählen.

Themenliste Literatur
Coaching   Ob durch einen professionellen Coach oder einen Vorgesetzten: Hier gibt es Bücher zum Thema "Coaching"
Ideenfabrik
Alternativrad (df)   Das Alternativrad bietet eine schöne Möglichkeit der Erarbeitung, Visualisierung und Bewertung von Handlungsalternativen zu einer Fragestellung.

Sabine Asgodom und vier weitere Coaches erzählen in diesem Band insgesamt 25 Fälle nach, die sie selbst gecoacht haben. Da bei entsteht eine bunte und abwechslungsreiche Mischung, sowohl was die Themen angeht als auch die Klienten, die vorgestellt werden. Alle Coaches bieten dem Leser eine vertiefte Einsicht, nicht nur in ihre Arbeitsweisen und Instrumente, die sie dabei einsetzen. Sie lassen uns auch in ihr Inneres schauen, ihre Eindrücke, Gedanken und Assoziationen, die sie in der Begegnung mit ihren Klienten haben, teilen sie uns mit. Dabei entdeckt der Leser, dass auch der Coach oft einfach erstaunt, erschrocken oder ergriffen ist von dem, was sein Gegenüber ihm erzählt.

Es wird deutlich, wie intensiv die Coaches ihre Gesprächspartner wahrnehmen: ihr Erscheinungsbild, ihre Mimik und Körpersprache, wie sie angezogen sind. Das alles lassen die Beraterinnen auf sich wirken – und spiegeln es teilweise schonungslos offen zurück – zum Wohle des Klienten, der solche Rückmeldung nicht oft bekommt. Wir lernen auch, dass sich Coaches oft einfach von ihren Eindrücken und Intuitionen leiten lassen, sowohl bei der Wahl der Methoden als auch bei der Art, wie sie auf das Gesagte reagieren. Manchmal ist es nur ein Kommentar, manchmal eine Nachfrage oder, ganz oft, durchbrechen die Coaches mal eben so mit einem Satz den eisernen Ring, der sich um das Denken ihrer Kunden gelegt zu haben scheint. Sie setzen sie in Erstaunen, irritieren sie, bringen sie zum Reden, zum Schweigen und zum Weinen. In jedem Falle bringen sie sie in Bewegung.

Sie zeigen dem Leser auch, mit welch einfachen Methoden der Visualisierung, des schlichten Aufschreibens, Aufmalens man den eigenen Fragestellungen auf die Schliche kommen, kann. Im Wege der 25 Geschichten entfaltet sich eine schöne Bandbreite klassischer Coachinginterventionen, die in den Werkzeugkasten eines gut ausgebildeten Coaches gehören und der Leser erfährt, wie diese Instrumente eingesetzt werden, was sie auslösen und wie sie wirken. Dabei helfen kleine Abbildungen und Zeichnungen dem Vorstellungsvermögen des Lesers auf die Sprünge.

Der Stil, in dem die Geschichten erzählt werden, ist lebendig, leicht und angenehm lesbar. Man hat den Eindruck, selbst quasi im Off dabei zu sein, mehr noch im Kopf und Herzen der Coaches den Prozess der Lösungsfindung mitgehen zu können. Man spürt, mit wie viel Engagement, Mitgefühl, aber auch mit wie viel Phantasie und Mut zum Ungewöhnlichen, zur Konfrontation und zum Unbequemen diese Beraterinnen ans Werk gehen. Und ganz häufig spürt der Leser, dass nicht nur der Klient hinzugewonnen hat, sondern auch der Coach um eine Erfahrung und Begegnung reicher geworden ist.

Auch ist die Bandbreite der Anliegen groß, ob nun eher aus dem privaten Kontext, dem beruflichen, ob es um Lebensvisionen geht oder ob es sich um Konflikte handelt. Manchmal ist auch zunächst gar nicht so recht klar, worin den nun das Anliegen besteht. Es entfaltet sich oder wird vom Coach ans Licht gebracht. Der Leser lernt, dass Coaching eine Wundertüte ist, man weiß vorher nie ganz genau, was geschehen wird. Das macht es ja auch immer wieder so spannend.

Kurzum, ein Buch, das Freude macht zu lesen. Einerseits leichte Lektüre, andererseits lehrreich, was die Arbeit und Vorgehensweise von Coaches angeht. Bleibt nur die Frage: Für wen ist dieses Buch von Nutzen? Für angehende Klienten, die einmal wissen möchten, wie denn so ein Coach arbeitet, was er so denkt und was da so passiert? Oder für angehende Coaches, die selbst das Coachen erst einmal erlernen, noch wenig Erfahrung haben und viel Unsicherheiten im Umgang mit Klientenanliegen und dem Methodeneinsatz? Für Laien ist das Buch womöglich eher verwirrend, denn sie können die Vorgehensweise der Beraterinnen fachlich nicht wirklich einschätzen, die Wahl der Methoden nicht abwägen, die Methoden selbst werden ja auch nicht näher erklärt. Der Ratsuchende wird sich womöglich davon versprechen, dass auch sein Coaching so wunderbar verlaufen wird und glaubt vielleicht, die fachliche Leistung und Kenntnis eines Coaches nun besser einschätzen zu können. Der Titel legt ja regelrechte Wunderdinge nah. Als Ratgeber für eventuelle Selbstcoachingversuche für Nichtkenner auf jeden Fall nicht zu empfehlen. Denn sie wissen nicht, was sie tun (sollten).
Am ehesten scheint mir, profitieren die Einsteiger in das Thema, die sich zu Coaches ausbilden lassen wollen und bereits über Vorkenntnisse verfügen. Für sie kann es ein wunderbares Nachschlagewerk sein, um einmal in die Praxis der erfahrenen Kollegen hineinschauen zu können und nach Erweiterungen ihres eigenen Methodenrepertoirs zu suchen.

(MWonline zur Verfügung gestellt von Dorothe Fritzsche )

(D.Fritzsche 27.11.2010)

Diese Buchbesprechung ...
lässt keine Wünsche offen 
ist interessant, könnte aber ausführlicher sein 
ist wenig aussagekräftig 
wird dem Buch nicht gerecht 

 

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