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Moderation |
Besprechungen zu leiten ist eine, sie zu moderieren eine andere Sache. Wissen nicht nur für Moderationsprofis |
Eine aufgeräumte Oberfläche begrüßt mich nach dem Einlegen der CD-ROM. Eigentlich brauche ich die "Programmbedienung" nicht zu lesen. Die Navigationsflächen sind eindeutig. Es gibt eine Einführung in das Thema, den Kurs in drei Teilen, eine Zusammenstellung aller Dokumente und einen Link auf "eigene Dateien". Der letzte Punkt funktioniert allerdings nur, wenn der Inhalt der CD-ROM auf die Festplatte kopiert wird - wie das geht erfährt der User in der Programmbedienung.
Die drei Teile werden mit den logischen Themen für ein Moderationstraining betitelt: Vorbereitung und Organisation, Moderationstechniken und Moderationspraxis.
Unter Vorbereitung und Organisation werden die Arbeitsschritte "Rolle des Moderators", "Organisatorische Vorbereitung", "Moderationsauftrag", "Teilnehmeranalyse", "Moderationsziele", "Einladung" und "Spielregeln" erarbeitet. Ruft man die Einheiten auf, öffnet sich eine übersichtliche Karteikarte mit der Kurzbeschreibung dieses Moderationsschrittes. Ebenfalls auf der Karteikarte enthalten sind die Links auf die im Word-Format hinterlegten ausführlicheren Übungsanleitungen, Aufgaben- und Lösungsblätter und jeweils eine Feedbackbogen. Letzterer weist darauf hin, dass die Teilnehmenden an einem solchen Seminar selber in die Rolle von Moderatoren schlüpfen und in kleinen Arbeitsgruppen die Aufgabenstellung durch Moderation zu erarbeiten haben. Ein durchaus logisches Vorgehen.
Im Teil zwei, zu den Moderationstechniken, sind in zehn Einheiten Übungen zu Fragetechniken, Ideenfindung/Kreativität, Problemanalyse durchführen, Kartenabfrage, Punkteabfragen, Handlungsplan erstellen und die Gestaltung der Moderationsphasen und eines Regieplans aufgeführt. Der Aufbau unterscheidet sich nicht zum Teil eins. Wer hier allerdings Top-Übungen erwartet, wird doch enttäuscht. Es ist solide Hausmannskost, mehr nicht, aber auch nicht weniger. Für ausgefallenere Übungen wird man sich anderer Literatur am Markt bedienen müssen, die durchaus vorhanden ist.
Teil drei wendet sich schließlich der Moderationspraxis zu und stellt die Moderationskompetenzen, den souveränen Auftritt, das Thema wie man durch Fragen führen kann, den Umgang mit Gesprächsblockaden, Störungen durch Teilnehmende und die Bewältigung von schwierigen Situation in den Mittelpunkt. Ein Fallbeispiel rundet dieses Kapitel ab. Die Idee, in diesem Themenkomplex Videosequenzen einzusetzen gefällt, die technische Umsetzung allerdings eher weniger. Der Ton der Darstellerinnen ist auch mit besseren Boxen am PC nicht gut zu verstehen. Das ist zu verschmerzen, kommt man wegen der eher amateurhaften "Schauspielkünste" auch so auf das zu erarbeitende Ergebnis. Für die Positivbeispiele hätte ich mir allerdings gewünscht, dass "echte Moderationsprofis" auftreten. Was hier geboten wird, hat doch eher studentisches Niveau.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist ok, beinhaltet die Ausgabe doch auch die Trainerlizenz und erlaubt das Herstellen von Teilnehmerhandouts, auch im eigenen Corporate Design. Aber auch das gelieferte Design ist angenehm schlicht und unauffällig und kann bei großem Zeitdruck unmittelbar verwendet werden.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Dirk Hirsekorn – www.freiraeume-coaching.de) |
(Freiraum-Coach 19.08.2011) |
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