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Führung |
Führungskräfte haben es nicht leicht, sie sitzen immer zwischen den Stühlen. Da ist guter Rat teuer - und in diesen Büchern zu finden. |
Das vom äußeren Eindruck her solide Arbeitsbuch soll Führungskräfte befähigen, ihre Mitarbeiter kompetent zu führen. Am Ende des Buches weiß ich als Führungskraft also, wie ich es in meinem Alltag anstelle, dass meine Mitarbeiter „wertorientiert denken und handeln“, stellt man sich vor.
Und ich erhalte in den acht Kapiteln auf 217 Seiten tatsächlich etliche Tipps zu meiner Führungstätigkeit. Allerdings sollte ich als „human performance manager“ schon der englischen Sprache mächtig sein, sonst habe ich bereits bei den Kapitelüberschriften meine Schwierigkeiten, denn hier geht es um recruitment, targets & challenge, performance & evaluation, education & training, cultural change & benefits. Das Buch erweitert deutlich meinen Sprachschatz.
In Kapitel 4 werde ich nachdenklich und frage mich, ob auch ich zu den 84 Prozent aller Teamleiter gehöre, die den Fehler machen, keine klaren Ziele und Aufgaben vorzugeben. Bei dieser Zahl ist erfreulicherweise einmal die Quelle angegeben: Ich mache mir die Mühe und sehe im Original nach (wer tut das schon?) und stelle fest, dass die Zahl auf der persönlichen Meinung von zufälligen 62 Lesern einer Zeitschrift basiert. Dies reduziert meine Ehrfurcht vor den zitierten Prozentangaben. Viele andere Zahlen im Buch werden als Fakt berichtet und ich frage mich, woher sie stammen.
In Kapitel 5 werde ich auf Seite 108 zum ersten Mal mit dem als Warenzeichen geschützten EKF-System bekannt gemacht. „Führungskräfte durchlaufen nach dem EKF-System ein Personality-Audit“. Was ist das? Die Abkürzung macht neugierig. Ein Blick auf das Profil des Autors am Ende des Buches enthält die Lösung: die Autorenadresse als Bezugsadresse für besagtes System (Klappern gehört halt zum Handwerk des „Human Performance Consultant“).
Auf Seite 133 wird das Geheimnis des Kürzels EKF endlich gelüftet, es stammt von Effiziente Kommunikations- und Führungskultur und ist ein modular aufgebauter „Learning Loop“. Ich mit meinem schlichten Gemüt würde es als Seminar-Baukasten bezeichnen, zu dem zehn Bausteine gehören, wie beispielsweise Selbstorganisation oder Beziehungsmanagement.
Ich empfehle dem Autor, sich an den von ihm zitierten Leitspruch für das 21. Jahrhundert von Johann Wolfgang von Goethe zu halten: „die echte Sehnsucht muss stets produktiv sein, ein Neues, Besseres zu schaffen“.
(MWonline freundlicher Weise zur Verfügung gestellt von Dr. Christa Rüssmann-Stöhr www.beratrain.de) |
(crs 23.01.2002) |
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