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Coaching
Die Führungskraft als Trainer

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Hamann, Angelika / Huber, Johann
4. aktual. u. erw. Aufl. (2001)
Rosenberger Fachverlag, ISBN: 3931085317


Unsere Bewertung:   

Schlagworte:
Führung, Coaching, Vertrieb

Themenliste Literatur
Führung   Führungskräfte haben es nicht leicht, sie sitzen immer zwischen den Stühlen. Da ist guter Rat teuer - und in diesen Büchern zu finden.

Die Autoren wollen die Frage beantworten: Wie wird eine Führungskraft zu einem guten Coach? Dabei gehen sie von folgendem Coaching-Verständnis aus: Coaching ist ein „bewusst geplanter und gesteuerter ... Lern- und Entwicklungsprozess“, der von den beiden Seiten Führungskraft und Mitarbeiter gestaltet wird. Coaching ist der Arbeitsauftrag für Führungskräfte „aus Mitarbeitern Spitzenmitarbeitern ... zu entwickeln“ (S. 3).

Was haben die beiden Beteiligten davon? Der Nutzen für die Führungskraft kommt aus der „Genugtuung über den Lernenden, der sich mit Motivation und Eigeninitiative entwickelt“. Der Nutzen für den Mitarbeiter: er gewinnt an „psychologischer Reife“ und „Aufgabenreife“.

Für einen Leser, der einen differenzierten Einblick in die (Un-) Möglichkeiten des internen Linien-Coaching haben möchte, ist das Buch ungeeignet. Denn die Autoren gehen wie selbstverständlich davon aus, dass eine Führungskraft auch Coach ist oder sein kann. Die Autoren fragen sich nicht, wie der „vertrauliche Prozess“ (S. 8) verwirklicht wird, wenn der Coach auch gleichzeitig der mit Sanktionsmacht ausgestattete Vorgesetzte ist.

Ein Vertriebsleiter jedoch, der wissen möchte, wie er seine weit verstreuten, selbständig arbeitenden Mitarbeiter führen kann, sollte das Buch auf jeden Fall lesen. Er ersetzt einfach das Wort „Coach“ durch „Vorgesetzter“ und erhält fundierte Informationen zu einem mitarbeiterorientierten situativen Führungsstil. Die Anforderungen, die eine gute Führungskraft erfüllen muss (Kap. 2), die Fähigkeiten, über die ein Führungskraft verfügen sollte (Kap. 5), und die Verhaltensweisen, die Coaching (sprich Führen) unterstützen (Kap. 3), konkretisieren sehr anschaulich die heutigen Führungsnotwendigkeiten. Auch „Selbst-Coaching“ (sprich: Selbstmanagement) wird nicht vergessen. Ein anregendes Buch über ein modernes Führungskonzept. Warum nur muss der inflationäre Modebegriff „Coaching“ herhalten? Der Untertitel des Buches „Die Führungskraft als Trainer“ beschreibt die Ziele und Inhalte besser. Und optimal wäre im Titel eine Anmerkung zum Vertrieb. Denn dort holen die Autoren ihre Beispiele her, dort sind sie sicher zuhause.

(MWonline freundlicher Weise zur Verfügung gestellt von Dr. Christa Rüssmann-Stöhr www.beratrain.de)

(crs 28.01.2002)

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