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| Themenliste Literatur |
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Personalentwicklung |
Ein weites Feld, hier verstanden als alle Ansätze, die sich an der systematischen Entwicklung von Mitarbeitern in Organisationen und Unternehmen versuchen. |
Das Buch fasst den aktuellen Stand des E-Learning in geraffter Form zusammen und bietet Ausblicke (Mitherausgeberin U. Scheffer). Neben den zwei Autoren kurzer Geleitworte (K. Klett und Ch. Palmer) kommen 21 AutorInnen aus Wissenschaft und Praxis (überwiegend) zu Wort. Darunter befinden sich keine, die man als Technik-Freaks bezeichnen kann. Alle wahren eine kritische Distanz zum Thema. Wie ein roter Faden ziehen sich "Realitätsnähe" und "gewinnbringend" (für Unternehmen) und "Zielgruppenorientierung" (für Nutzer) durch viele Beiträge. Insofern lohnt sich das Lesen auch für Firmenchefs, die über Bildungs-budgets entscheiden aber mit dem Thema an sich nicht so vertraut sind. Viele der AutorInnen sind aktuell als PersonalentwicklerInnen, Consultants oder Anbieter von E-Learning-Systemen tätig.
Zwar spiegeln viele Beiträge einen Erfahrungshintergrund aus grossen Unternehmen. Aber zumindest werden Möglichkeiten der Anwendung auch in mittleren Unternehmen aufgezeigt. An der Stelle wäre vielleicht ein zusätzlicher Beitrag für den Einsatz von E-Learning in betriebsübergreifenden Netzwerken sinnvoll gewesen.
Die Beiträge sind überwiegend 3 Themen-Rastern zugeordnet: "Methodik", "Praxis" und "Beispiele". Die beiden letzteren machen rund 2/3 des Text-Volumens des Buches aus. Zu jedem Raster gehören 4 bis 5 Aufsätze (insgesamt 14). Neben der Beschreibung von Tools findet die Frage nach Kosten und Nutzen bzw. dem Beitrag von E-Learning zur Wertschöpfung im Unternehmen besondere Beachtung.
Der Autor M. Keller zeigt in "Rechenmodelle für den Mittelstand" anhand konkreter Zahlen auf, wann E-Learning sich "lohnt" und wann weniger (auch im Vergleich zu traditionellem Lernen) - dies an einem kognitiven Inhalts-Beispiel, nämlich "Datenschutzunterweisung". Beim Nutzen tut er sich naturgemäss schwerer. Allerdings zieht er sich professionell aus der Affaire, wenn er das Evaluationstableau von Kirkpatrick heran zieht. Dabei wird in 4 Stufen unterschieden in subjektive Teilnehmer-Zufriedenheit, getestetem Lern-Erfolg, Transfer-Erfolgs-Messung und Unternehmens-Erfolgs-Messung.
Bei diesem wie bei allen anderen Beiträgen stehen am Ende Links zu verwandten Themen-Sequenzen in anderen Aufsätzen des Buches mit genauen Seitenangaben. So muss der Leser nicht lange suchen. Dazu finden sich direkt am Ende jeden Beitrags einige gezielte Literatur-Tipps für den- oder diejenige, der/die das Thema vertiefen möchte. Links und direkte Literatur-Tipps zusammen wiegen den Nachteil eines fehlenden Stichwortverzeichnisses ein Stück weit auf.
Wegen seiner starken Praxis- und Anwendungsorientierung ist "E-Learning" eine umfassende, zügig lesbare Lektüre vor allem für Fachleute aus den Bereiche Personal- / Organisationsentwicklung und Consulting – aber ebenso für Menschen, die in das Thema erst "hinein schmecken" möchten. Alle Autoren haben übrigens erfolgreich der Versuchung widerstanden, sich in Fach-Kauderwelsch zu ergiessen.
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(bn 26.02.2002) |
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