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Bücher für Menschen, die Gruppen trainieren. Hier finden Sie Grundwissen, aber auch praktische Tipps zum Umgang mit Gruppen. |
In der aktuellen Diskussion um die innere Schulentwicklung und um die Konsequenzen aus der für Deutschland sehr ernüchternden PISA-Studie wird immer stärker die Forderung nach alternativen und innovativen Lernformen erhoben. Schule soll zu einer lernenden Organisation werden, in der Lehrkräfte in ihrem Kollegium neue Perspektiven gewinnen und gemeinsam Handlungsstrategien für die Weiterentwicklung der Schule erarbeiten und umsetzen, damit Schüler aktiver, eigenverantwortlicher und nachhaltiger lernen können. Beides erfordert die Arbeit mit neuen Methoden, die ganzheitliches und gemeinsames Lernen ermöglichen.
Eine hervorragende Hilfestellung für diese Vorhaben ist die bereits 1996 erschienene, bisher aber überwiegend in Kreisen der Erwachsenenbildung bekannte und angewandte Methoden-Kartothek von Alsheimer, Müller und Papenkort. Sie bietet weit mehr an Hilfestellungen für Moderatoren und Referenten von Lehrerfortbildung, aber auch für Lehrkräfte, als dies Bücher zu dieser Thematik vermögen.
Drei Vorzüge zeichnen sie aus:
Die Spielanleitung enthält eine fundierte und praxisorientierte Einführung in die wichtigsten Grundlagen modernen Lernens. An Hand des didaktischen Dreiecks wird dem Anwender vermittelt, auf Adressatenbezug und Teilnehmerorientierung zu achten, Ziele und Inhalte sorgfältig zu planen sowie mit passenden Methoden und Medien optimal den Lernprozess der Teilnehmer oder Schüler zu unterstützen.
Zweitens besteht die Kartothek aus einem riesigem Pool unterschiedlichster teilnehmerorientierter Methoden, die auf Karteikarten sehr genau beschrieben werden: wozu die Methoden dienen, wie sie eingesetzt werden können, was dadurch im Lernprozess erreicht werden kann. Zusätzlich ist jeweils angegeben, mit welcher Teilnehmerzahl sie angewandt werden können und wieviel Zeit sie benötigen. Dies alles macht es dem Kursleiter bzw. der Lehrkraft sehr leicht, das eigene Methodenrepertoire zu erweitern oder in Kollegien gemeinsam neue Lernwege zu finden.
Dritter Vorzug ist die konkrete Planungshilfe, die die Kartothek anbietet: Mit Hilfe eines „Spielbrettes“ und dazu gehörender „Spielkärtchen“ können Veranstaltungen und Unterrichtsstunden flexibel geplant werden. Auf dem Spielbrett werden die konkreten Schritte der Lernphasen festgelegt, Aktions- und Sozialformen gewählt und passende Medien zur Unterstützung des Lernens zugeordnet. Ein sehr übersichtlicher und systematischer „Wegweiser durch den Methoden-Dschungel erleichtert die Planung zusätzlich. Nach Abschluss dieser „spielerischen“ Planungsphase kann der Anwender sein Konzept auf ein vorgegebenes und gleich strukturiertes Schema übertragen.
Fazit: Die Methoden-Kartothek macht Lust zum Ausprobieren von neuen Lernwegen und Unterrichtsformen. Mit ihren vielfältigen Planungshilfen macht sie die Hürde vor dem Verlassen gewohnter und sicherer Bahnen des Lehrens und Lernens niedriger – und dazu ermutigt, sich auf das Abenteuer des Ungewohnten einzulassen. Das Medium kann vom einzelnen Lehrer bei der Unterrichtsplanung verwendet werden, bietet sich jedoch auch für den Einsatz in der Seminarausbildung und in der Lehrerfortbildung an. Hier kann es als Selbstlernmedium das organisierte Lernen begleiten.
Die Methodenkartothek wird vertrieben durch die Autoren selbst. Über die Internet-Adresse www.methoden-kartothek.de sind weitere Informationen erhältlich.
(MWonline freundlicher Weise zur Verfügung gestellt von Heinz Schlegel).
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(Schlegel 29.04.2002) |
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