Ein kleines, handliches Nachschlagewerk, in dem sich gebündelt die Quintessenz des „Wie“ der Personalauswahl findet, wird hier von zwei Autoren – ihrerseits Managementberater bei Kienbaum – präsentiert, die wissen, was die Praxis braucht. In straffer Form zeigt das Buch, was Entscheidungsträger im Personalauswahlprozess tun müssen, um eine freie Stelle schnell und kompetent zu besetzen. Wesentliche Fragen eines effizienten Vorgehens werden hier – ganz nach dem Motto „in der Kürze liegt die Würze“ – bündig beantwortet:
- Wie definiere ich ein Anforderungsprofil?
- Welche Möglichkeiten der Personalsuche habe ich?
- Wie führe ich Vorstellungsgespräche mit hohem Informationsgewinn?
- Welche Arbeitserleichterung ist bei der Bewerberverwaltung möglich?
- Welche Bedeutung hat das Personalmarketing im Rahmen der Personalsuche und Auswahl?
und anderes mehr. Das Büchlein ist leicht verständlich geschrieben und präsentiert die Informationen und entsprechenden Instrumente in anschaulicher Form – so finden sich zahlreiche und sicher äußerst hilfreiche Checklisten, Formvorlagen etwa für einen Interviewleitfaden oder Zwischenbescheide, Beispielanschreiben und -zeugnisse mit Bewertungshilfen ebenso wie nützliche Adressen. Praxisorientierung wurde beim Schreiben eindeutig groß geschrieben.
Dass Kienbaum das Forum nutzt, um auch ein wenig Werbung für eigene Auswahlinstrumente zu machen, ist nachvollziehbar und so gestreut, dass es nicht penetrant wirkt.
Wer sich dieses Buch anschafft, erwirbt damit ein professionelles und mit fundiertem Wissen angereichertes Äquivalent zu einem „Wie bewerbe ich mich richtig?“-Handbuch. Ist man dagegen an vertiefendem oder Hintergrundwissen interessiert, dann sollte man sich bei anderen Werken bedienen. Über Schulz von Thun kann man nun aber auch wirklich anderswo nachlesen... Wer aber einen Überblick zum Thema möchte, der hochgradig praktisch angelegt ist und viele sinnvolle Tipps, Arbeitserleichterungen und Planungshilfen bereitstellt, dem ist mit diesem Buch bestens gedient.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Claudia Gerhardt, Redaktion „Wirtschaftspsychologie“)
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