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Beratung |
Alles für Berater und solche, die es werden wollen |
Die beiden Akteure: Berater und Ratsuchender. Wie sollte der Berater sein und handeln, wie sollte der Beratungsprozess gestaltet sein, damit Ratsuchende Unterstützung und Klärung ihres Problems erhalten, damit Ratsuchende effektive Hilfe zur Selbsthilfe erhalten?
Diese schwierige und komplexe Frage beantworten die Autoren durch die Vorstellung und Diskussion verschiedener Beratungstheorien und –konzepte, dem Microcounseling-Modell von Ivey, dem Problemmanagement-Modell von Egan, der lösungsorientierten Beratung und dem integrativen Modell der Autoren selbst.
Verständlicherweise stecken viele Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Modellen, die in nahezu allen Beratungsfällen als wichtig erachtet werden, sei es für die Beratung bei einer Fahrstuhlphobie oder die Laufbahnberatung durch die Bundesanstalt für Arbeit. Der Berater muss eine gute Arbeitsatmosphäre sichern, er muss seinen Ratsuchenden Aufgeschlossenheit und Achtung entgegenbringen, bereit sein zuzuhören, Informations- und Kommunikationsprozesse gestalten können - frei nach dem Grundsatz „was Du willst, dass man dir tu, das füge anderen nicht zu, weil sie vielleicht etwas anderes wollen“. Er muss aber ebenso aktiv intervenieren, lenken und konfrontieren können.
Unterschiede liegen in der zugrundeliegenden theoretischen eher psychodynamischen, eher kognitiv-behavioristischen, eher humanistischen Basis. Unterschiede liegen in der Betonung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Ratsuchenden. Unterschiede liegen in dem favorisierten Methoden-Inventar. Die Realität von Beratung ist auch zu vielgestaltig, als dass sie von einem einzigen Ansatz her zu bewältigen wäre.
Den Autoren ist es hervorragend gelungen, Beratung als erlernbares Handwerk zu beschreiben. Neben unzähligen methodischen Anregungen runden zahlreiche, auch für einen erfahrenen Berater aufschlussreiche, Übungen zur Kompetenzentwicklung den „Ratgeber“ ab.
Der Leser, sprich Berater, erhält mehrere Nachschlüssel für möglichst viele Türen. Denn dann kann er am besten helfen. Der Schlüssel zum Öffnen der Tür ist entscheidend und weniger das Verständnis, wie das Schloss funktioniert .
Ich schliesse mich dem Verleger an, der in seinem Vorwort dem Buch eine weite Verbreitung bei jenen Beratern wünscht, die mit ihrer Arbeit an und für Menschen ihr täglich Brot verdienen.
(MWonline freundlicher Weise zur Verfügung gestellt von Dr. Christa Rüssmann-Stöhr, Vizepräsidentin des Verbandes zur Förderung der Wirtschaftspsychologie e.V. www.wirtschaftspsychologie)
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(crs 07.08.2002) |
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