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Selbstmanagement |
Nur wer sich selbst führen kann, der vermag auch andere zu führen. Alles zum Thema Selbstmanagement, Selbstcoaching, Zeitmanagement etc. |
Der Titel hat beim Rezensenten auf alle Fälle seinem ersten Zweck erfüllt – er hat Neugier ausgelöst und Lust zum Lesen geweckt. Im Laufe der Lektüre aber ging der Spaß leider verloren.
Zum Aufbau: Das Werk ist aufgeteilt in die Kapitel
- die FUN ECONOMY®
- Bremsen und Motoren des Wandels
- Wertewandel
- Paradigmenwechsel
- FUN ECONOMY® auf der Ebene Mensch
- FUN ECONOMY® auf der Ebene Team
- FUN ECONOMY® auf der Ebene Organisation
- FUN ECONOMY® in Bewegung, wobei dieses Kapitel eine Werbebroschüre für den Autor und seine zahlreichen Kooperationspartner darstellt.
Die zentrale Botschaft lautet: Spaß und Wirtschaftlichkeit sind kein Entweder-oder. Diese Botschaft wird dem Leser auf 265 Seiten immer wieder eingetrichtert, dabei begleiten ihn drei Figuren, Mr. Seeblack, Mr. Yesbut und Mr. Whynot. Sie kommentieren den dargestellten Ansätzen immer wieder aus ihrer Brille und helfen dem Leser, herkömmliche Reaktionen und Denkmuster zu durchbrechen.
Das Buch hat im Vergleich zu vielen herkömmlichen Management-Büchern ganz andere Ansprüche, denn es geht nicht um Tools und Methoden, wie man irgend etwas besser macht, sondern vielmehr um eine ganz andere Philosophie bei der Gestaltung der Arbeit und dem Umgang mit ihr. So findet man zum Beispiel Kapitel mit den viel versprechenden Titeln "Wertungsdrang meets Wertschätzung" oder "Leben vor dem Tod“, die durchaus geeignet sind, die Aufmerksamkeit des Lesers zu fangen. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn solche Abschnitte aus beispielsweise ganzen vier Zeilen bestehen, oder, wie im zweiten Fall, aus drei Zeilen und drei Zitaten, wobei eines immerhin von John Lennon stammt (Leben ist, was geschieht, während Du andere Pläne machst). Das alles ist nicht geeignet, in einen Lesefluss zu gelangen, sondern bietet sich eher zum Durchblättern und Reinschnuppern an. Ob man lange durchhält, ist angesichts solcher Weisheiten wie "Kreieren bedeutet wahrhaftig Neues zu erschaffen. Kreieren bedeutet über den Tellerrand hinauszuschauen. Kreiieren bedeutet raus aus der alten Suppe" eher fraglich.
Der Versuch des Autors, einen neuen Geist des Umgangs miteinander und mit der Arbeit vorzustellen, ist eine sehr reizvolle und anspruchsvolle Aufgabe. Und einige Themenbereiche, die angesprochen werden, sind zweifellos sehr ernsthaft. Umso ärgerlicher, dass immer wieder Bezug genommen wird auf den Titel des Buches, dass dazu führt, dass diese Themen eher trivialisiert werden, obwohl sie häufig alles anders als „fun“ sind. Die Behauptung, dass der Begriff „fun“ sich mehr auf die Lösungen bezieht, mag stimmen, nur bewerten kann man das kaum, weil zu wenig von diesen Lösungen sichtbar werden. Es bleibt der Eindruck eines niedergeschriebenen Motivationsvortrages.
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(pw 26.01.2004) |
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