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Führung |
Führungskräfte haben es nicht leicht, sie sitzen immer zwischen den Stühlen. Da ist guter Rat teuer - und in diesen Büchern zu finden. |
Obwohl das Buch mit seinen sieben Essays über die Psychologie der Führung
bereits einige Jahre alt ist, hat der Autor - ausgebildeter Psychoanalytiker und
langjähriger Management-Berater am INSEAD - ein heute noch aktuelles Werk
geschaffen. Ohne die akademischen Disziplinen zu sehr zu bemühen, hat er auf
seiner langjährigen Erfahrung aufbauend ein kurzweiliges Stück
Managementliteratur geschrieben. Jenseits vom Mainstream werden auf
sympathische Weise psychologisches Knowhow und Management-Praxis
miteinander verwoben, so dass ein dichter Teppich entsteht, auf dem man ausruhen
kann. Ob er von der "Führung als Spiegel", dem Thema "Macht und Narzißmus" oder vom
"Emotinalen Analphabetentum" spricht, Kets de Vries besticht durch sachlich-kraftvolle
Argumentation einerseits, andererseits schildert er Beispiele aus der Praxis seiner Klientel, die sich
durch (schwarzem) Humor und Anschaulichkeit auszeichnen.
So wirft er in seiner Literatur den
Leser stets auf die individuelle (Persönlichkeits-) Entwicklung zurück und macht auf diese Weise
angenehm betroffen. Da fast wie nebenher ein Teil der psycho-dynamischen Entwicklungstheorie
vermittelt wird, gehört das Buch in die Reihe von Literatur, in die man immer wieder einmal
reinschauen kann. Anregungen gibt es allemal, so z.B. zu den Themen Identität, Selbst, (Ohn-)
Macht (-Mißbrauch), emotionaler Autismus, Hochstaplerei, Narren, unbewußte Motive etc.
Dabei verzichtet er auf eine modische Trendsprache ("EQ" etc.), sondern fühlt
Entscheidungsträgern auf den Zahn und fragt anschaulich nach, welches die treibenden Motive
dieser Personen sind. "Das Buch kann getrost als Vademecum im Irrgarten der Leidenschaften,
Größenphantasien und Machtspiele in der Psychologie der Führung" (Waschzettel) bezeichnet
werden. (MWonline freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Raik-Michael
Meinshausen)
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(rmm) |
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