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Führung |
Führungskräfte haben es nicht leicht, sie sitzen immer zwischen den Stühlen. Da ist guter Rat teuer - und in diesen Büchern zu finden. |
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Zielvereinbarungen |
In unserem Unternehmen sollen Zielvereinbarungen eingeführt werden. Worauf müssen wir dabei achten? |
Aufmerksam geworden durch eine Rezension, die am 15. Juni 2000 in der ZEIT erschienen war, habe ich mir das Buch Fredmund MALIK in der Buchhandlung angesehen. Schon hier habe ich angefangen zu lesen, nämlich dort, wo Malik über eine Aufgabe wirksamer Führung schreibt: Für Ziele zu sorgen. "Die erste Aufgabe wirksamen Managements ist es, für Ziele zu sorgen. Das wirft sogleich eine beinahe weltanschauliche Frage auf, die ich aber noch zurückstellen will, ob nämlich Ziele vorzugeben oder zu vereinbaren sind. Diese Frage ist bei weitem nicht so wichtig, wie sie in der allgemeinen Diskussion genommen wird. Die Management-Aufgabe muss lauten, dafür zu sorgen, dass überhaupt Ziele vorhanden sind. Der Weg, auf dem sie zustande kommen, muss der Aufgabe als solche nachgeordnet sein." - "Richtig! Endlich sagt das mal jemand", habe ich (als das Buch mir gehörte) an den Rand geschrieben. Dort, wo er auf der nächsten Seite feststellt, dass ein Fehler gescheiterter Zielvereinbarungssysteme darin besteht, "aus einem vernünftigen und recht einfachen Prinzip ein kompliziertes, bürokratisches Programm oder System zu machen", hat er mir spätestens aus der Seele geschrieben. Malik beschreibt das Management als den Massenberuf der modernen Gesellschaft, einen Beruf, den man lernen kann. Wie zu jedem anderen Beruf gehören zu dem des Managers Aufgaben, Werkzeuge, Grundsätze und die Verantwortung dazu, die mit jeder Berufsausübung verbunden sind. Lustvoll habe ich Maliks treffende Auffassungen zu den sechs Grundsätzen (Resultatorientierung, Beitrag zum Ganzen, Konzentration auf Weniges, Stärken nutzen, Vertrauen, Positiv denken), fünf Aufgaben (Für Ziele sorgen, Organisieren, Entscheiden, Kontrollieren, Menschen entwickeln und fördern) und sieben Werkzeugen (Die Sitzung, Der Bericht, Job Design und Assignment Control, Persönliche Arbeitsmethodik, Budget und Budgetierung, Leistungsbeurteilung und Systematische Müllabfuhr) wirksamer Führung gelesen. Aus meiner langjährigen Erfahrung als Führungskraft und Beobachter/Ratgeber von Führung erlaube ich mir das Urteil, dass hier ein Kenner geschrieben hat, der - und gerade das macht das Buch so wertvoll - dazu auch noch praktische Ratschläge und Handlungsempfehlungen gibt. Dazu abschließend ein kleines Beispiel aus dem Kapitel "Die Sitzung": "In den meisten Organisationen ist der eigentliche Schwachpunkt die Realisierung. Es wird zwar viel gearbeitet, aber wenig erreicht. Zu einem erheblichen Teil hängt das mit schlechter Sitzungsdisziplin zusammen. Nach jedem Tagesordnungspunkt muss der Sitzungsleiter dafür sorgen, dass Klarheit über die erforderlichen Maßnahmen hergestellt wird, um die Entscheidung, den Beschluss, auch zu verwirklichen. Reflexartig muss die Frage kommen: "Was ist zu tun? Wer kümmert sich darum? Und bis wann erfolgt der Erledigungs- oder Zwischenbericht?" Diese Dinge gehören ins Protokoll, und es ist die Aufgabe des Sitzungsleiters, für Durchsetzung und Vollzug zu sorgen. Er muss beschlossene Maßnahmen auf Termin legen und die Wiedervorlage organisieren. Nur wenn die Sitzungsteilnehmer wissen und spüren, dass der Sitzungsleiter nichts vergisst und konsequent für dessen Erledigung sorgt, wird die Sitzung ernst genommen, wird er selbst ernst genommen und entsteht Wirksamkeit." (MWonline freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dieter Quermann)
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