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Führung |
Führungskräfte haben es nicht leicht, sie sitzen immer zwischen den Stühlen. Da ist guter Rat teuer - und in diesen Büchern zu finden. |
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Zielvereinbarungen |
In unserem Unternehmen sollen Zielvereinbarungen eingeführt werden. Worauf müssen wir dabei achten? |
Die Zielvereinbarung ist das moderne Führungsinstrument, denn es stellt die Verbindung zwischen den Unternehmenszielen, dem Leistungswillen der Mitarbeiter und ihrem Streben nach Eigenverantwortung her. Somit ist sie Grundvoraussetzung für die Selbstorganisation und Selbststeuerung der Mitarbeiter (-teams) – vor allem in flachen Hierarchien. Die Literatur zum Thema wächst seit Jahren kontinuierlich.
Dominierte am Anfang eher die Zielsetzung (management by objectives), verlagerte sich in den 90ern der Fokus zunehmend auf den Aspekt der Vereinbarung und des Commitments. Seit Kurzem lässt sich der Trend beobachten, Zielvereinbarungen wieder stärker mit dem Controlling zu verknüpfen – ob mit oder ohne Verbindung zum Konzept „Balanced Scorecard“.
Die Popularität des Themas und die teilweise damit einhergehende Unbekümmertheit bei der Einführung betrieblicher Modelle waren einige der Gründe für die Autoren, sich dem Thema umfassender zu widmen.
Dieser Anspruch - vermuten wir - führte zu stattlichen 400 Seiten Literatur. Dabei zerfällt das Buch (leider) in zwei Teile:
- Theoretische Grundlagen, Gestaltungsaspekte und Problemfelder;
- Erfahrungsberichte aus verschiedenen Organisationen.
So wird dem Leser einerseits ein wissenschaftliches Fachbuch in die Hand gedrückt, das sich ausführlich, akribisch und tiefgehend mit dem Thema befasst. Schön, dass hier einmal grundsätzlich von wissenschaftlicher Seite her mit falschen Mythen aufgeräumt wird und die Arbeitsbasis dargestellt wird. Doch gar mancher Leser aus der Unternehmenspraxis wird da ungeduldig werden und lieber auf eine "Kurzversion" zugreifen wollen.
Anderseits werden sieben separate Unternehmensbeispiele - Audi AG, BMW AG, Behr GmbH & Co., Mannesmann Rexroth AG, Deutsche Bank AG, DaimlerChrysler AG, debis AG - dargeboten, die für sich stehen, aber weder kommentiert noch ausgewertet werden. Hier liegt der Schwerpunkt auf "Erfahrungsbericht bei der Einführung". Und deshalb stammen die Autoren auch aus den entsprechenden Unternehmen.
Die Verzahnung beider "Bücher" aber findet leider kaum statt. Und das ist schade, denn somit wurde nicht nur eine Lernchance für die Leser ungenutzt gelassen. Es könnte zudem der Eindruck entstehen, Wissenschaft und Praxis hätten so viel auch wieder nicht mit einander zu tun. Bedauerlich – denn beide profitieren in der Praxis doch eindeutig voneinander. Dafür steht und das zeigt Autor Kohnke gerade – aber leider eben nur - am Beispiel Mannesmann Rexroth AG.
Und doch - zwar nicht in den Geschäftsführungsetagen kleiner Unternehmen, aber sicher in den Stabsstellen größerer Unternehmen – wird man aufmerksam die Praxisbeispiele studieren - und mit den eigenen Modellen und Erfahrungen vergleichen.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Thomas Webers, Redaktion „Wirtschaftspsychologie aktuell“)
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(thw 12.05.2004) |
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