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Training |
Bücher für Menschen, die Gruppen trainieren. Hier finden Sie Grundwissen, aber auch praktische Tipps zum Umgang mit Gruppen. |
Aus dem Inhalt: "Stell dir vor, du gehst in dich, und keiner ist da." (S. 32) - "Haben Sie die Lösung, oder sind Sie ein Teil des Problems?" (S. 195)
Bernhard Trenkle, Autor des bekannten Ha-Handbuch der Psychotherapie, sammelt nicht nur Witze, sondern auch Sprüche und Aphorismen, die er zur Auflockerung in Seminaren, Beratung und Trainings einsetzt. Mit dem Aha!-Handbuch stellt er dem Publikum eine Auswahl von über 800 davon vor.
Wie dem Nachwort zu entnehmen ist, wurde das Buch zu großen Teilen während einer achtwöchigen Reise auf den Fidschis und Samoa geschrieben, anschließend innerhalb weniger Wochen editiert und produziert. Vielleicht wäre etwas mehr Zeit dem Konzept, dieser wunderbaren und humorvollen Idee, witzige Sprüche und Aphorismen in den thematischen Zusammenhang von Beratung und Training zu stellen, gerechter geworden. Was wir beim Ha-Handbuch der Psychotherapie so genossen haben, Witze unter fachlichen Kategorien zu finden, fehlt beim Aha!-Handbuch. Herausgekommen ist eine beachtliche Sammlung von teils lustigen, teils anregenden, teils Nonsense-Sätzen, die unter wenig ausdrucksstarken Kapitelüberschriften ("Ich finde keinen Mann", "Scheiden tut weh", "Der Ton macht die Musik", "Fruchtbare Begegnungen", ...) vereint werden. Das Buch hat nicht den Nachschlagecharakter seines Vorgängers.
Trenkle selber schreibt, das Lesen von Aphorismen sei anstrengend. Man kann so eine Sammlung nicht einfach so lesen, man muss in ihr blättern, immer wieder kleine Schätze heben und sich zu eigen machen. Deswegen hätten mehr thematisch orientierte Kapitel dem Auf- und Wiederfinden gut getan. Der Autor gibt dann aber dem fleißigen Leser zwischendurch immer wieder in einleitenden Texten Hinweise und Tipps, wie und in welchem Kontext der eine oder andere Spruch sinnvoll angebracht werden kann.
Bei einer so großen Sammlung ist es ganz natürlich, dass man auf Bekanntes trifft. So findet sich etwa im Kapitel "Von Pferden und Sätteln" auch das geläufige Sprichwort der Dakota-Indianer ("Wenn du entdeckt hast, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab") wieder, aber halt auch eine Vielzahl anderer kleiner Schätze. Das mexikanische Pendant dazu z. B. lautet:
"Der gute Vorsatz ist ein Pferd, das oft gesattelt, aber selten geritten wird." (S. 104).
Fazit: Eine beachtliche Fleißarbeit, für Therapeuten, Berater, Trainer, Redenschreiber gleichermaßen geeignet, doch es ist etwas Eigenarbeit nötig, die Perlen für sich selber zu finden. Das Aha!-Hanbuch ist ein witziges Buch von einem humorvollen Autor, mehr soll es nicht sein und so sollte man es auch lesen.
In diesem Sinne: "Es gibt gute politologische, soziologische oder psychologische Bücher, die auf 600 Seiten fast so viel sagen wie ein Witz." (S. 18).
(MWonline zur Verfügung gestellt von Dr. Daniel Wrede, www.danielwre.de) |
(Daniel Wrede 17.06.2004) |
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