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| Themenliste Literatur |
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Personalentwicklung |
Ein weites Feld, hier verstanden als alle Ansätze, die sich an der systematischen Entwicklung von Mitarbeitern in Organisationen und Unternehmen versuchen. |
Mitarbeiter fördern heißt, sie vom jetzigen Zustand A zum zukünftigen Zustand B, der von den Unternehmenszielen bestimmt wird, zu begleiten. Fördern heißt, Entwicklungs- und Lernprozesse gestalten. Dass das zielgerichtet und schnell zu geschehen hat, dass AC + hier und da mal ein Seminar kein Förderprogramm darstellt, dass Personalentwicklung in Großbetrieben häufig Hochglanz-Sandkastenspiele eines in die eigenen Produkte verliebten Stabes sind, dass es einen Fan-Club an der Unternehmensspitze braucht, dass Personalentwicklung auf Geschäftsführer- und Vorstandsebene unterentwickelt ist - welcher halbwegs erfahrene Personalentwickler wird das bestreiten? So weit, so gut, die unzähligen Knackpunkte in der PE-Arbeit sind bekannt. Aber dennoch wichtig, sie in geballter Form und in einer deutlichen Sprache vorgeführt zu bekommen. Der Autor geht mit PE-Abteilungen hart ins Gericht. Er provoziert (und schießt dabei auch schon mal über´s Ziel hinaus wie beim AC). Er attackiert, wenn er - übrigens mit Recht - feststellt, dass traditionelle PE-Konzepte nur die "tödliche Langeweile", die Unternehmen ausstrahlen, stabilisieren.
Er belässt es nicht bei kritischen Anmerkungen, er ergeht sich nicht in theoretischen Grundsatzdiskussionen, sondern schüttet ein Füllhorn von Anregungen über den PE-ler aus. Die drei Kernbereiche von Förderungsprogrammen werden ausführlich beschrieben: das Zulassungsverfahren, also welche Mitarbeiter auf welche Weise in den Genuss von welchen Programmen kommen (können); das Herzstück, die Einrichtung von innovativen Lern- und Entwicklungssystemen, und zu guter Letzt das Aus- und Verwertungsverfahren. Zahlreiche Literaturangaben im Text führen den speziell interessierten Leser weiter. Fast 100 Seiten Praxisbeispiele sowie ein eigenes Kapitel mit Übungen und Arbeitsmaterialien konkretisieren die Möglichkeiten in PE/OE.
Die Anleitungen und Ausgestaltungshinweise sind die Stärke des Buches und deshalb kann ich jedem PE-ler, egal ob interner oder externer, nur empfehlen, es zu lesen. Zugegeben, der provokante, arrogant wirkende Stil des Autors ist gewöhnungsbedürftig. Aber dennoch: Es wird, da bin ich mir mit meiner 30jährigen PE-Praxis ganz sicher, keinen auch noch so erfahrenen PE-ler geben, der nicht hier und da nachdenklich wird, der sich nicht ertappt fühlt, der keine Optimierungshinweise erhält.
(MWonline zur Verfügun gestellt von Dr. Christa Rüssmann-Stöhr , Vizepräsidentin des Verbandes zur Förderung der Wirtschaftspsychologie e.V.)
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(crs 06.07.2004) |
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