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Personalentwicklung |
Ein weites Feld, hier verstanden als alle Ansätze, die sich an der systematischen Entwicklung von Mitarbeitern in Organisationen und Unternehmen versuchen. |
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Vorgesetzten-Feedback |
In unserem Unternehmen sollen die Vorgesetzten von ihren Mitarbeitern beurteilt werden. Was muss man bei der Einführung eines solchen Verfahrens beachten? |
Da hat er uns professionellen Personal- und Organisationsentwicklern mit unseren Instrumenten und Methoden es aber kräftig gezeigt, der Oswald Neuberger. In einer Mischung aus Polemik und Wissenschaft setzt er sich mit dem - mehr oder weniger - standardisierten Feedback an Führungskräfte, nennt man es nun Vorgesetztenbeurteilung, Vorgesetztenfeedback oder 360°-Feedback, auseinander. Er geißelt die Pseudo-Genauigkeit der vielen Fragebögen, die Willkür der Fragen und Dimensionen und stellt fest, dass es sich letztlich um ein Ritual handelt, das auf subtile Weise die Herrschaftsstrukturen in Organisationen festigt. Denjenigen, die solche Verfahren einführen und begleiten, wird durchaus die positive Absicht zugestanden, aber letztlich vermarkten sie ein Produkt und sind ganz und gar nicht neutral, sondern üben Einfluss aus - ob sie wollen oder nicht ("Alle Missionare der Welt wollen nur das Beste für die Heiden."). Letztlich geht es beim Thema 360°-Feedback um eine Phantasie, nämlich die, den röntgenhaften Durch-Blick und der Tarnkappe zu erweitern durch die Unterstellung kindlicher Offenheit und franziskanischer Einfühlung. Und der Vorgesetzte? Ihm wird signalisiert: Du bist ständig unter Beobachtung, und zwar von allen Seiten, mach das Beste draus. Er wird dabei im Ungewissen über die Konsequenzen gelassen: Ob etwas passiert, erfährt er nicht, alles ist möglich. Doch auch die Ungewissheit hat ihren Charme. Letztlich kann er sich aussuchen, auf wessen Meinung er hört, welche er sich zu Herzen nimmt. Die Stärke des Buches liegt in der Analyse der politischen Funktion des Instrumentes, und da kann man nicht anders als dem Autor zuzustimmen. Dass dabei das Aufzeigen von Alternativen etwas kurz kommt, verzeiht man da schon mal ebenso wie der etwas sorglose Umgang mit Zitaten.
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(jr) |
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