|
| Themenliste Literatur |
 |
Selbstmanagement |
Nur wer sich selbst führen kann, der vermag auch andere zu führen. Alles zum Thema Selbstmanagement, Selbstcoaching, Zeitmanagement etc. |
Das Mind- Map-Buch macht neugierig, unterhält und ist herausfordernd. Es ist ein Handbuch, das man nicht so schnell wieder weglegt, denn selbst nachdem unter Anleitung die ersten eigenen Maps gezeichnet wurden, vermittelt es noch eine reichhaltige Fülle an Wissen über die Funktionsweisen des Gehirns und hält eine Vielzahl an Aufgaben bereit, um die eigenen Fähigkeiten im Mindmapping weiterzuentwickeln.
Tony Buzan gilt als der Erfinder der Mind-Map-Technik und ist eine weltweit anerkannte Autorität auf den Gebieten Gedächtnis, Gehirn und Kreativität. Barry Buzan, sein Bruder, ist Professor an der Universität Warwick. Zusammen haben sie Anfang der 70er Jahre die Methode des Mind-Mapping zum Anfertigen von Aufzeichnungen unter Einbezug der Möglichkeiten des kreativen Denkens entwickelt.
Mind-Mapping bietet die Möglichkeit, effektiv Strukturen und Abläufe zu bearbeiten, sei es die Planung des nächsten Meetings, die Vorbereitung einer Präsentation oder die Dokumentation eines Brain-Stormings. Die Kernidee besteht darin, dass Mind-Mapping durch seine, an die auf Verknüpfungen und Assoziationen basierende Arbeitsweise des Gehirns angepasste, Struktur und den hohen graphischen Anteil die Aktivität beider Gehirnhälften nutzt, um so das geistige Potential zu erhöhen. Das Mind-Map Buch teilt sich in fünf Bereiche, auf die im Folgenden kurz eingegangen werden soll.
Teil 1 (Die natürliche Architektur): Dieser Bereich vermittelt Wissen über das Gehirn, seine Funktionsweise, Aufbau und Struktur, sowie die Nachteile herkömmlicher Aufzeichnungsmethoden und die konsequente Anpassung der Aufzeichnungsarbeit an das vernetzte assoziative Denken mit Hilfe der Mind-Map.
Teil 2 (Grundlagen) geht ein auf die Fähigkeiten der linken und rechten Gehirnhälfte und wie man mit der Mind-Map Methode die Zusammenarbeit dieser verbessern kann. Am Anfang stehen einfache Übungen mit Schlüsselwörtern und Bildern, die vom Brainstorming zur ersten eigenen Mind-Map führen.
Im 3. Teil (Struktur) finden sich Empfehlungen für die praktische Anwendung von Mind-Maps, Tipps zur Erstellung und Anregungen, den eigenen Stil zu entwickeln.
Teil 4 (Synthese) verschafft einen Überblick über die verschiedenen Aufgaben, die mit Mind-Maps angegangen werden können (Entscheidungsfindung, Ideen-Ordnung, Gedächtnissteigerung usw.). Der 5. Teil stellt den Anwendungsbereich dar. Er liefert zahlreiche Beispiele und stellt verschiedene Anwendungsmöglichkeiten in Form von Übungen in den Bereichen Persönliches, Familie, Bildung und Beruf dar. Der Bereich über den Einsatz im beruflichen Bereich ist mit ca. 40 Seiten allerdings knapp gehalten. Darin finden sich auch einige Gedanken über die Möglichkeiten des computerunterstützten Mindmapping.
Am Ende steht ein ausführlicher Anhang: Ein kleines Quiz mit abgebildeten Notizen großer Denker, die Lösungen zu allen Rätseln des Buches, ein langes Literaturverzeichnis, in dem die Quellen offengelegt werden und hilfreiche Stichworte zum Wiederauffinden wichtiger Passagen.
Methodisch bauen sich die Kapitel so auf, dass zunächst ein einleitendes Bild aus der Natur, welches die Form einer natürlichen Mind-Map wiederspiegelt, gebracht wird. Dann folgt eine Vorschau, was im jeweiligen Kapitel zu erwarten ist, um ggf. weiterblättern zu können, eine kurze Vorwegnahme der wichtigsten Punkte, schließlich das Kapitel und am Ende eine zusammenfassende Überleitung. So entsteht eine übersichtliche Darstellung mit vielen farbigen Abbildungen, Anregungen, Beispielen und Übungen. Wichtige Abschnitte werden zudem für Überflieger durch Kästchen betont.
Fazit: Das Mind-Map Buch ist wahrscheinlich das wichtigste und umfassendste Buch zu diesem Thema. Es stellt durch seinen hohen Selbstarbeitsanteil eine Bereicherung dar. An manchen Stellen wirkt die Darstellung leider etwas unkritisch, leicht euphorisch, am Rande einer Werbebotschaft (und tatsächlich findet sich im Anhang auch die entsprechende Kontaktadresse, um Mind-Mapping- Seminare zu buchen). Von der Aufmachung her ist es ein freundliches Buch, das zum Nachdenken anregt und animiert, die Technik umzusetzen. Die vielen hochwertigen Farbfotographien machen es zudem zu einem optischen Genuss, bei dem es sich lohnt, immer wieder mal hineinzuschauen, um sich bei einer der abgebildeten Mind-Maps Anregungen zu holen, damit man sich nicht nur auf die Tools der gängigen PC-Programme verlassen muss.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Dr. Daniel Wrede, www.danielwre.de) |
(Daniel Wrede 22.07.2004) |
|