|
| Themenliste Literatur |
 |
Unternehmenskultur |
Wenn die Kultur in einem Unternehmen nicht stimmt, bleibt der Erfolg aus. Bücher zu einem schwierigen Thema. |
Das Buch „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ von Ute Göggelmann und Frank Hauser fasst die Ergebnisse der gleichnamigen Studie (durchgeführt von Capital und psychonomics) zusammen. Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil werden die Kriterien für die Studie und deren Auswertung (wenngleich auch nur sehr oberflächlich) vorgestellt und es gibt einen kleinen Teil mit Bewerbungsstrategien für „Einsteiger und Aufsteiger“.
Deutlich ergiebiger ist der zweite Teil. Er beschreibt die Siegerunternehmen (Platz 1-50) und hebt Besonderheiten hervor. Die Vorstellung der Unternehmen lässt sich wiederum in vier Teile gliedern.
- Zunächst gibt es eine Zusammenfassung (Portrait genannt), mit Zitaten von Management und Mitarbeitern.
- Danach erfolgt die Beschreibung des Unternehmens anhand der fünf Dimensionen des „Great Place to Work“ Modell:
1. Glaubwürdigkeit des Managements (Gestaltung der Kommunikation, Kompetente Organisation personeller und materieller Ressourcen)
2. Respekt (gezielte Förderung der beruflichen Entwicklung, Zusammenarbeit mit Mitarbeitern bei relevanten Entscheidungen, Berücksichtigung der persönlichen Lebenssituation)
3. Fairness (Mitarbeiter werden als vollwertige Mitglieder behandelt, erfolgsabhängige Boniprogramme und Sonderleistungen, keine Bevorzugung Einzelner und die Möglichkeit zur Beschwerde)
4. Stolz (auf die eigene Tätigkeit, die Ergebnisse des eigenen Teams und die Ergebnisse und Produkte des Unternehmens)
5. Teamorientierung (Möglichkeit „man selbst zu sein“, allgemeiner Umgang miteinander, Zusammengehörigkeitsgefühl, Begrüßungsprogramme)
- Im dritten Teil erhält der Leser Informationen zu den Voraussetzungen für einen Einstieg bei diesem Unternehmen. Also zum Beispiel welche Persönlichkeitseigenschaften oder Ausbildungen sind besonders gefragt.
- Der vierte Teil besteht aus einem Factsheet (Branche, Anzahl Mitarbeiter, Adresse, URL, etc.
Insgesamt ein sehr spannendes Buch, wenngleich kleine Einschränkungen durchaus zu machen sind. Natürlich wurden nicht alle Unternehmen untersucht, sondern nur diejenigen, die sich dieser speziellen Studie gestellt haben. Man erfährt also nicht unbedingt, wer der „beste“ Arbeitgeber in Deutschland ist, sondern nur, wer innerhalb der teilnehmenden Unternehmen am besten abgeschnitten hat. |
(ak 27.09.2004) |
|