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Selbstmanagement |
Nur wer sich selbst führen kann, der vermag auch andere zu führen. Alles zum Thema Selbstmanagement, Selbstcoaching, Zeitmanagement etc. |
Das Buch will eine Anleitung sein zu einer "spirituellen" Führungskultur. Dabei ist Spiritualität definiert als eine "innere Kraft, die uns Menschen leitet und unterstützt". Es geht also um Grundsätze menschlichen Denken und Handelns. Zu Beginn werden der Wunsch nach immerwährendem Wachstum und vorherrschende Führungsbegriffe kritisch reflektiert und ein neues Führungsparadigma gefordert. Im Kern geht es darum, Führung nicht v.a. als Verstandesfähigkeit anzusehen, sondern als eine "Herzensangelegenheit".
Die Hauptarbeit liegt dabei auf dem Erkennen des "Ego" , was im Wesentlichen mit dem Verstand gleichgesetzt wird und aufgezeigt, wie irreal die Forderungen des Egos sind, z.B. nach Macht, Einfluss, Anerkennung etc. und wie wenig sie letztlich zufrieden oder glücklich machen.
Anstelle des Egos wird das Erkennen der Eigenverantwortung nahe gelegt. Hierbei sind drei Leitsätze entscheidend:
- Du hast immer die Wahl.
Hier wird gezeigt, dass es nicht die Umstände oder andere Menschen, die unser Schicksal maßgeblich lenken, sondern letztlich immer wir selbst.
- Du kriegst, was Du denkst.
Hier wird dargelegt, dass unsere innere Einstellungen und unsere automatischen Gedanken einen großen Einfluss auf unser Erleben haben.
- Es gibt keine Zufälle. >br>
Unterstützt wird diese Meinung mit dem Synchronizitätsprinzip von C.G. Jung und der Theorie der morphogenetischen Felder von Rupert Sheldrake.
Wie erkennt man nun das Ego? Hier schlagen die Autoren drei Werkzeuge vor, die auch in anderen, v.a. östlichen Geistesdisziplinen angewandt werden und die sie als "magisches Dreieck" bezeichnen:
- Aufmerksam sein
Damit ist die innere Selbstbeobachtung auf die Gegenwart gemeint. Was nehme ich außen und was nehme ich in mir selbst wahr (Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen)?
- Nicht bewerten
Statt automatisch Ereignisse in falsch oder richtig zu sortieren, geht es darum, erst einmal nicht zu bewerten, bzw. zu beobachten, dass ich etwas bewerte. Stattdessen soll man es annehmen, was nicht heißt, dass man es lieben muss, sondern nur akzeptieren, dass etwas so ist, wie es ist.
- Loslassen
Also nicht festhalten (an Gedanken, Ereignissen), auch nicht ablehnen, sondern sich davon lösen, um frei zu werden und dann sich angemessen verhalten.
Informationsdichte:
Das Buch ist kompakt geschrieben mit einer guten Mischung aus Modellen, , etlichen Beispielen aus der Coaching-Praxis der Autoren, Literaturverweisen etc.
Struktur/Gliederung:
Das Buch ist sehr gut gegliedert und vom optischen Eindruck her gut zu lesen.
Verständlichkeit:
Wer zum ersten Mal etwas vom Konzept des "Ego" hört, wird jede Menge Gegenargumente finden und das Buch als weltfremdes Esoterikgeschwafel abtun. Für andere, die schon etwas Vorwissen haben, bringt das Buch eine gute Umsetzung in den beruflichen Alltag. Zusätzlich hätten ein paar mehr konkrete Übungen, wie man das jetzt ganz konkret umsetzen kann, dem Inhalt gut getan.
Eignung:
Am wenigsten gefallen haben mir die Coaching-Beispiele, in denen die Autoren zeigen, wie sie die verschiedenen Elemente des "magischen Dreiecks" in ihrer Arbeit einsetzen. Was sich im Buch gut liest, wirkt für mich in einer Coaching-Sitzung allzu belehrend und zu wenig auf den Coachee angepasst.
Das Buch eignet sich gut für Menschen, die anfangen, ihre Führungsrolle kritisch zu hinterfragen. Hier liefert es gute Denkanstöße, von einer reinen vernunftorientierten Einstellung des Führens, die sich über Strategien, Kennzahlen etc. definiert, wegzukommen. Für Menschen, die sich bereits die Bücher von Reinhard Sprenger oder andere Autoren in dieser Richtung gelesen haben, ist es weniger spannend.
Das Buch ist für mich ein weiteres Beispiel eines Trends, in dem neben Erfolg und Umsatz immer mehr die Frage nach dem Sinn des beruflichen Handelns gefragt wird. Diese Frage wird ja, was ich auch in meinen Coachings feststelle, immer wichtiger. Hierfür liefert das Buch kein neues Paradigma, aber erklärt anschaulich, wie eine Führungskraft "altes" und "neues" Danken in sich vereinen kann.
(MWonline zur Verfügung gestellt von MWonline-Partner Roland Kopp-Wichmann)
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(R. Kopp-Wichmann 26.01.2005) |
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