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Training |
Bücher für Menschen, die Gruppen trainieren. Hier finden Sie Grundwissen, aber auch praktische Tipps zum Umgang mit Gruppen. |
Die Autoren haben sich selbst die Aufgabe gestellt, ein "Handbuch für den Alltag jedes (Fach-)Dozenten" zu schreiben. Sie sind Naturwissenschaftler, aber seit Jahren in einem Pharma-Unternehmen als Inhouse-Trainer für den Pharma-Außendienst tätig. Das dabei erworbene Schulungs-Know-how haben sie mit dem Buch systematisch aufbereitet. Ihre Zielgruppe sind Fachleute (Nicht-Pädagogen!), die - wie sie selbst - die Aufgabe haben, Lehrveranstaltungen durchzuführen, bei denen
- "hard facts" ("knallhartes Faktenwissen") lebendig und praxisbezogen zu vermitteln,
- Vorkenntnisse der Teilnehmer einzubeziehen und
- Anforderungen und Vorstellungen des Auftraggebers angemessen zu berücksichtigen sind.
Um diesen Ansprüchen gerecht werden zu können, erhält der Leser zwei Arten von Informationen: Zum einen über die Arbeitsschritte beim Konzipieren eines Fachunterrichts für Erwachsene, zum anderen über Methoden zum Umsetzen der Konzeption in der praktischen Lehre. Entsprechend diesen Themenbereichen besteht das Buch aus zwei in sich abgeschlossenen Teilen:
Teil 1 des Buches behandelt die konzeptionellen Grundlagen. Als Leitfaden der Darstellung dient der "Konzeptkreis", dessen Segmente die Schrittfolge beim Entwickeln und Durchführen von Schulungsprojekten zeigen. Den Ausgangspunkt bildet dabei eine Lernursache. Sie kann sowohl ein objektiver Bedarf (notwendige Schulung von Mitarbeitern) als auch ein persönliches Anliegen (Nachholen früher versäumter Bildung) sein. Aus der Lernursache werden die Lernziele, aus diesen die Lerninhalte abgeleitet. Danach sind die Rahmenbedingungen zu klären, darunter die Unterrichtsdauer, die Räumlichkeiten, die Teilnehmergruppe, die Unterrichtsmaterialien und -medien sowie das Schulungsbudget. Es schließt sich die Planung und Vorbereitung der Durchführung an, bei der ein Grobkonzept zur Vorlage bei und Genehmigung durch den Auftraggeber und der Unterrichtsleitfaden - das detaillierte Schulungskonzept - erarbeitet wird. Als Beispiel wird ein Unterrichtsleitfaden aus der Unterrichtspraxis der Autoren wiedergegeben. Dem Unterricht und seiner Gestaltung ist ein umfangreiches Kapitel gewidmet. Es behandelt u.a. Fragen der Gruppendynamik, das "Lehren des Lernens" und die "4-A-Regel" für das Vorgehen beim Unterrichten: Anwärmen, Ansagen, Arbeiten und Auswerten oder Anwenden. Auch für die Zeit nach der Schulung, also die Phase der praktischen Anwendung, gibt es Empfehlungen, z.B. Feldcoaching der (früheren) Teilnehmer, Zurverfügungstehen für Rückfragen ("Hotline"), Nachfassbriefe mit Tipps zur Erinnerung, Vereinbarung von Follow-up-Terminen, Mailingservices oder Websites mit Informationen über aktuelle Entwicklungen im jeweiligen Fachgebiet.
Für den Zeitbedarf des Dozenten im Vorfeld wird im Buch folgende Faustregel genannt (S. 15): "Nach unserer Erfahrung benötigen Sie für einen neuen Inhalt je nach Komplexität des Themas das 5- bis 15-fache der Unterrichtszeit für Ihre eigene Vorbereitung."
Teil 2 des Buches - er macht die größere Hälfte aus - enthält die Methodensammlung, die in Anlehnung an den normalen Ablauf von Seminaren in sechs Abschnitte gegliedert ist:
- Wie das Lernen vorbereitet und begleitet wird
- Wie Sozialformen variiert werden können
- Wie Sie Vorkenntnisse aktivieren
- Wie Neues abwechslungsreich gelernt wird
- Wie das Gelernte geübt wird, bis es "sitzt"
- Wie Sie den Lernfortschritt bewerten
Dieser Buchteil stellt praktisch ein eigenständiges Nachschlagewerk für die Planung von Seminaren dar. Die Präsentation der Methoden folgt einem einheitlichen Schema. Seine sieben Punkte sind: 1. Beschreibung der Methode, 2. Sozialform, 3. Eignung für, 4. Vorbereitung, 5. Variationsmöglichkeiten, 6. Vorteile und
7. Grenzen bzw. Schwierigkeiten der Methode. Unter "Sozialform" ist dabei die Art der Teilnehmereinbindung zu verstehen, z.B. Arbeit im Plenum, Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit.
Nach Aussage der Autoren im Vorwort sind alle Methoden "in der Lehrpraxis eines großen Unternehmens der Pharmaindustrie (Ausbildung von Pharmareferenten) erprobt". Nicht alle davon eignen sich für jede Art Schulung. Der Leser muss prüfen, welche Methode in seiner Schulungs-/Trainingsveranstaltung bzw. bei seinem Teilnehmerkreis einsetzbar ist. In jedem Fall bekommt er einen umfassenden Überblick über Möglichkeiten zur Realisierung erfolgreicher Fachseminare und zur Aktivierung der Teilnehmer.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Hansdieter Matthes)
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(hdm 20.02.2005) |
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