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  Buchbesprechung


Wirtschaftskriminalität
Geldwäsche mit Derivaten

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Glebovskiy, Alexander
(2005)
VDM Verlag Dr. Müller, ISBN: 3865500706


Unsere Bewertung:   

Schlagworte:
Wirtschaftskriminalität, Dolose Handlung, Geldwäsche, Organisierte Kriminalität

Autor(en):
Dipl. Kaufmann (FH), Studium an der FH Osnabrück und der Nelson Mandela Metropolitan University in Port Elizabeth/Südafrika

Themenliste Literatur
Arbeitswelt   Arbeitswelt steht hier als Sammelbegriff für alle Bücher, die sich mit Themen rund um Arbeit und Gesellschaft auseinandersetzen

Pecunia non olet – Geld stinkt nicht. Dies ist das Fazit des Buches von Alexander Glebovskiy und beschreibt treffend das Kernproblem der Geldwäsche – die Schwierigkeiten der Aufdeckung bzw. Bekämpfung mit dem Ziel der Verhinderung, dass gewaschenes Vermögen als Grundlage der Finanzierung neuer Straftaten dient oder aber "legalisiert" investiert wird.

Für den fachlich Interessierten, aber besonders auch für den mit der Wirtschaftskriminalität nicht vertrauten Leser, beschreibt der Autor einführend in leicht verständlicher und nachvollziehbarer Art und Weise die Begriffsdefinitionen der Wirtschaftskriminalität und der organisierten Kriminalität sowie die Schwierigkeiten der statistischen Erfassung des Ausmaßes der wirtschaftskriminellen Delikte und deren Entwicklung in Deutschland. Neben der sehr aufbauenden Erklärungsweise gibt es besonders zahlreiche weiterführende Literaturhinweise und auch Internet-Links, welche sich durch das gesamte Werk ziehen, so dass sich der Leser schnell - je nach Interessens- und Erfahrungslage vertiefend - in die einzelnen Facetten der Wirtschaftskriminalität auf nationaler und internationaler Ebene einarbeiten kann.

Es wird sich eingehend mit dem Thema der Geldwäsche als Bestandteil der Wirtschaftskriminalität beschäftigt und anschaulich und leicht nachvollziehbar dargestellt, wobei das sog. Drei-Phasen Modell - (Platzierung, Verteilung/Verwirrung sowie die Integration des gewaschenen Geldes) und die Methoden und Techniken der Geldwäsche dem Leser eine strukturierte Vorstellung der Vorgehensweise der Geldwäscher aufzeigt. Die Beschreibung der derivativen Finanzinstrumente – über Optionsgeschäfte, Termingeschäfte und Swaps - erfolgt ergänzend, wodurch sich die Komplexität der Geldwäsche mit Derivaten ergibt. Dem Verständnis dienend sind die immer wieder erwähnten Praxisfälle aus aller Welt und speziell die in den Kapiteln Beispiele zur Geldwäsche mit Derivaten, Hedge Funds und Börsen als Tatort erwähnten Fälle bzw. beschriebenen Gegebenheiten, welche nachvollziehbar die Thematik aufzeigen.

Der Leser erhält darüber hinaus einen Überblick über die zuständigen Behörden zur Geldwäschebekämpfung, wobei nicht nur die deutschen Behören, sondern auch das wichtigste Organ auf dem Gebiet der Geldwäschebekämpfung Erwähnung findet – die FATF (Financial Action Task Force on Money Laundering). Nicht nur die Erklärung der Arbeit der FATF, sondern auch eine Vielzahl anderer internationaler Praxisfälle zeigt sehr erklärend das Kernproblem der Geldwäsche auf – die Internationalität. So werden nicht nur legale und illegale Zahlungsströme miteinander vermischt, sondern speziell weltweit hin- und herbewegt, so dass es nahezu unmöglich ist, nachzuweisen, woher die Gelder im Einzelnen stammen.

Deutlich wird dann auch, dass die gesetzlichen Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung nicht ausreichend sind und Deutschland die Erfahrungen anderer Länder nutzen sollte, um die gesetzlichen Bestimmungen zu optimieren. Das von dem Autor geführte Interview mit der Staatsanwaltschaft Osnabrück zeigt dann sehr praxisnah auf, welche Anhaltspunkte z.B. für einen Verdachtsfall der Geldwäsche bei einem Kreditinstitut vorliegen.

Zusammenfassend ist die von Alexander Glebovskiy angefertigte Ausarbeitung eine empfehlenswerte fundierte und verständliche Darstellung eines immer aktueller werdenden Themas. Sein Buch liefert nicht nur den im Rahmen der Wirtschaftskriminalität tätigen Einsteiger interessante Erkenntnisse und Gedankenansätze, sondern auch dem sonstig Interessierten, welcher sich mit der volkswirtschaftlichen Bedrohung der Wirtschaftskriminalität näher beschäftigen möchte.

(MWonline zur Verfügung gestellt von André Richartz)

(Richartz 13.06.2005)

Diese Buchbesprechung ...
lässt keine Wünsche offen 
ist interessant, könnte aber ausführlicher sein 
ist wenig aussagekräftig 
wird dem Buch nicht gerecht 

 

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