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  Buchbesprechung


Management Of The Absurd
Paradoxes in Leadership

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Farson, Richard
(1997)
Simon & Schuster, ISBN: 0684830442


Unsere Bewertung:   

Schlagworte:
Führung

Themenliste Literatur
Führung   Führungskräfte haben es nicht leicht, sie sitzen immer zwischen den Stühlen. Da ist guter Rat teuer - und in diesen Büchern zu finden.

Wenn man als Führungskraft und Manager in der eigenen Organisation gerade wieder einen eigentlich "unglaublichen" Vorgang erlebt hat und meint, dass man gleich verzweifelt, dann sollte man vorher noch mal kurz in das Buch schauen. Hier werden alle möglichen typischen Situation des Management-Alltags aufgegriffen, mit einem Schuss Ironie beleuchtet und als das dargestellt, was sie eigentlich sind: absurd.

Die Einleitung ist schon gut gemeint und eindeutig: Umarmen Sie einfach die Paradoxien und Absurditäten des Management-Seins, ansonsten wird der Ansatz, alles rational sehen zu wollen, jeden in den Wahnsinn treiben. In den thematisch in acht Kapitel unterteilten Beobachtungen und Analysen werden in äußerst unterhaltsamer Art jeweils auf wenigen Seiten kurz Thesen aufgestellt, mit realen Situationen belegt und gedeutet. Der Unterhaltungsfaktor kommt neben der eleganten verbalen Verpackung daraus zu Stande, dass jeder Leser mit Praxiserfahrung sich in den Beispielen wieder erkennt. So werden wir durch die Themen:
  • A Different Way of Thinking
  • The "Technology" of Human Relations
  • The Paradoxes of Communication
  • The Politics of Management
  • Organisational Predicaments
  • Dilemmas of Change
  • The Aesthetics of Leadership und
  • Avoiding the Future
geführt. Die manchmal provokant formulierten Unterthesen regen zum nachdenken an. Hier einige Beispiele mit unterschiedlichen Facetten:
  • Der Einsatz von Technologien führt nicht zum beabsichtigten Ziel, sondern regelmäßig zu dessen Gegenteil: So hat die Einführung der Waschmaschine nicht dazu geführt, dass weniger gewaschen wird, sondern nur den Anspruch geweckt, doch jeden Tag frische Wäsche tragen zu wollen. Die Zeit, die mit Waschen verbracht wird, ist also eher länger als kürzer geworden. Oder hat eine breite Palette von Design-Software wirklich zu besserer Design-Qualität geführt? Eher hat sie die Möglichkeit, dass auch untalentierte Designer durch unterstützende Software ein durchschnittlich designtes Produkt erstellen können, geschaffen.
  • Große Veränderung sind leichter durchzusetzen als kleine: So konnte ein CEO innerhalb eines Tages die gesamte Organisation um mehrere Management-Level bereinigen, aber den Umzug eines einzelnen Schreibtisches (um ca. drei Meter) verschlang Tage an Diskussionen.
  • Um im Management ein Profi zu sein, muss man Amateur bleiben: Amateure (ein ungeliebtes Wort für Profi-Manager) managen und agieren mit Herz und Leidenschaft - sie kümmern sich um ihre Interessengebiete. Nur durch dieses Engagement und "sich kümmern" kann man den notwendigen Zusammenhalt einer Gruppe erzielen, der wirklich erfolgreiche Unternehmen auszeichnet.
Fazit: Viele Vorgänge in Unternehmen und zwischen den einzelnen handelnden Personen sind einfach absurd und paradox. Wenn man das anerkennt, wird der eigene Frust leichter zu ertragen sein. In diesem Buch findet man Episoden, die Führung und Management in dieses "absurde" Licht setzen und dadurch wieder Motivation schaffen, trotzdem weiter zu machen.

(alexander 21.06.2005)

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lässt keine Wünsche offen 
ist interessant, könnte aber ausführlicher sein 
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wird dem Buch nicht gerecht 

 

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   Lesermeinung von MWonline-Mitglied gambla (Wiesbaden) vom 29.06.2005


Empfehlenswerte Freizeitlektüre um einen mentalen Reboot zu machen.

Habe Farson´s Buch vor acht Jahren in einer Bostoner Buchhandlung entdeckt, als in Deutschland gerade die Welle der "Management-mit-der-Brechstange"-Ratgeber im Gange war (Lopez etc.). Ich konnte es damals schon nicht nachvollziehen, mit welchem Selbstbewusstsein sich so mancher Autor zum Propheten - entweder einer neuen Ethik oder Methodik im Management - machte. Farson ist eine angenehme Ausnahme. Er beschreibt Phänomene ohne gleich dogmatisch zu sein. Inzwischen habe ich den kleinen Band immer mal wieder aus dem Regal genommen, um mich - wie Alexander in seiner Buchbesprechung schreibt - zu motivieren, trotz aller Dilemata in der Beratung weiter zu machen.


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