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Führung |
Führungskräfte haben es nicht leicht, sie sitzen immer zwischen den Stühlen. Da ist guter Rat teuer - und in diesen Büchern zu finden. |
Wer wie ich schon viele Bücher über Mitarbeiterführung gelesen hat, erwartet nicht unbedingt neue Erkenntnisse. Jeder weiß, dass es solche nicht gibt. Aber bei diesem Buch will ich wissen, wie "Führung" in einem Handwerksbetrieb funktioniert, welche spezifischen Probleme auftauchen, wie man miteinander umgeht und ob es das Phänomen der inneren Kündigung auch im Handwerksbetrieb gibt.
Wenn man das erste Kapitel "Was erwarten die Kunden?" gelesen hat, hat man den Eindruck, ein "falsches Buch" zu lesen: Ist nicht statt "Personalführung" die Kundenorientierung gemeint? Auch die Überschriften der nächsten Kapitel deuten darauf hin:
- Die betriebliche Kundenorientierung der Mitarbeiter
- Kundenorientierte Planung des Mitarbeitereinsatzes
- Kundenorientierte Personalauswahl
- Kundenorientierte, zielgerichtete Einarbeitung
- Kundenorientierte Führungsstile.
Wenn wir das Adjektiv "kundenorientiert" einmal beiseite lassen, haben die Themen sehr wohl etwas mit Personalführung zu tun. Aber warum muss die Personalauswahl oder der Führungsstil "kundenorientiert" sein? Nein, hier werden die Bewerber oder die Mitarbeiter nicht als "Kunden" bezeichnet. Es geht dem Autor um einen Aspekt, der überall und deshalb auch bei der Personalführung wichtig ist, nämlich die Kundenorientierung als solche.
Das 9.Kapitel (Kundenorientierte Führungsstile) kommt mir etwas verstaubt vor. Dort ist die Rede von den Motivationsfaktoren Herzbergs, der Theorie Y McGregors und von selbstgestrickten Führungsstilen (des anleitenden Vorgesetzten, des Trainers, des Delegierers). Lediglich die "Thesen zum optimalen Führungsverhalten" sind wirkliche Tipps für die Praxis: Stärken der Mitarbeiter weiterentwickeln, den Mitarbeitern Vertrauen entgegenbringen, Verantwortung übertragen. Das gilt für alle Führungskräfte. Darüber hätte ich gerne mehr erfahren, vor allem aus dem Handwerk.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Karl-Heinz List)
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(letter 15.11.2005) |
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