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| Themenliste Literatur |
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Coaching |
Ob durch einen professionellen Coach oder einen Vorgesetzten: Hier gibt es Bücher zum Thema "Coaching" |
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| Ideenfabrik |
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Kausalschleifen (jt) |
Das Aufzeichnen von sogenannten Kausalschleifen hilft dem
Coachee, zu verstehen, wie er Chancen nutzen und mit
Schwierigkeiten umgehen kann. |
Nicht die Weltformel fürs Coaching, aber ein interessanter Ansatz auf der Basis des Modells der Neurologischen Ebenen von Bateson.
Der Aufbau des vorliegenden Buches orientiert sich am Modell der Neurologischen Ebenen, die durch Überlegungen von Gregory Bateson inspiriert wurden. Der Kerngedanke dieses Modells ist es, dass eine Hierarchie von Ebenen des Lernens und der Veränderung besteht. Hierarchisch in dem Sinne, dass die späteren Ebene die vorgelagerten einschließen und damit beeinflussen können. Unterschieden werden 6 Ebenen:
- Umgebung (Wo? Wann?)
- Verhalten (Was?)
- Fähigkeiten (Wie?)
- Werte (Warum?)
- Identität (Wer?)
- Spiritualität (Wofür?)
Ein einfaches Beispiel macht den Reiz dieses charmant einfachen Modells deutlich. Vergleichen wir nur einmal die Wirkung dieser Sätze: "Die Suppe ist kalt" (Umgebung) oder "Sie haben mir eine kalte Suppe gebracht" (Verhalten) und "Sie sind das Gesicht der Servicewüste dieses Landes" (Identität). In manchen Darstellungen findet sich noch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, zwischen den beiden Ebenen Identität und Spiritualität. "Sie gehören zu den Menschen, die dieses Land an den Abgrund gebracht haben/ Würden wir alle arbeiten wie Sie ..."
Auf die Coaching Praxis bezogen bedeutet es, dass jede Ebene eine eigene Funktion im Prozess der Veränderung erfüllt und somit auch jede der 6 Ebenen für sich unterschiedliche Interventionen/Unterstützung benötigt. Daher muss der Coach, so Dilts, 6 den einzelnen Ebenen entsprechende Rollen verkörpern. Jede einzelne Rolle des Coach setzt auf einer anderen logischen Ebene an und befasst sich mit den dort spezifischen Problemen: Der Coach leitet die Menschen an, ihre Umwelt zu entdecken (Guide) und darüber etwas zu lernen, um Verhaltensweisen zu ändern (Performance-Coach). Die Klienten bekommen neue Fähigkeiten gelehrt (Lehrer), werden befähigt, Überzeugungen und Werte zu reflektieren (Mentor), schließlich gestützt auf der individuellen Wachstumsebene (Sponsor) und letztendlich zur Wahrnehmung des ganzen, sie umfassenden Systems gebracht (Awakener).
Nun gut, über diese Aufteilung darf man wohl schmunzeln, aber sie erklärt den (mal wieder NLP-typisch) reißerischen Originaltitel: »From Coach to Awakener« und stellt die logische Gliederung der Kapitel dar. Über 6 Stufen wird der werdende Coach beim Lesen auf "seiner Reise" zum alle Rollen integrierenden "Awakener" geführt.
Von dieser Einteilung darf man sich als praktischer arbeitender Coach wohl lösen und das Buch in Ruhe nach geeigneten Tools durchstöbern. Bei der fortschreitenden Lektüre wird auch etwas mehr Licht in die "wirre" Aufteilung gegeben. Letztendlich geht es um die grundlegende Frage, welche Fähigkeiten und Werkzeuge ein Coach benötigt. Die Antwort von Dilts dazu ist, dass ein Coach für jede der 6 logischen Ebenen Veränderungswerkzeuge bereit halten muss.
Der Nachteile und Starrheiten hierarchischer Darstellungen kann man beim Lesen nicht ignorieren. Dann kommt einem wieder die Maslowsche Pyramide und die gähnende Müdigkeit in den Sinn, wenn selbst moderne Managementbücher nicht darauf verzichten können, dieses empirisch nicht bestätigte Modell immer wieder auszuschlachten. Wünschen wir den Neurologischen Ebenen eine ähnliche lange Lebensdauer, aber zur richtigen Zeit auch die nötigen Weiterentwicklung.
Mein Exemplar ist nach einigen Wochen auf dem Schreibtisch inzwischen relativ zerlesen. Ich nehme das als gutes Zeichen: Daher 2 von 3 Punkten, nicht für die intellektuelle Leistung, 2 mal 6 Ebenen zu entwickeln und in Kapitel zu verpacken, sondern für den hohen Anteil an praktischen Übungen, Techniken und Erläuterungen zu Prozessen, die auch ohne Übernahme der Ebenensystematik sehr schön sind.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Dr. Daniel Wrede, www.danielwre.de) |
(Daniel Wrede 22.02.2006) |
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