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Unternehmenskultur |
Wenn die Kultur in einem Unternehmen nicht stimmt, bleibt der Erfolg aus. Bücher zu einem schwierigen Thema. |
Die Initiatoren dieses Buches haben sich zum Ziel gesetzt, Vorreiter ethischen Handelns aus dem Mittelstand zu identifzieren, zu bewerten und öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen. Es handelt sich dabei um das jüngste Projekt aus dem Hause compamedia GmbH, das sich auf Benchmarkingprojekte im Mittelstand spezialisiert hat. Die Vorgängerprojekte waren:
- TOP 100 – Ausgezeichnete Innovatoren im deutschen Mittelstand (Schirmherr: Prof. Dr. Lothar Späth/Wissenschaftl. Leitung: Prof. Dr. Nikolaus Franke, Wirtschaftsuni Wien)
- TOP JOB – Top-Arbeitgeber im deutschen Mittelstand (Schirmherrin: Prof. Dr. Gertrud Höhler/Wissenschaftl. Leitung: INMIT, Institut für Mittelstandsökonomie, Uni Trier)
Als Schirmherr des Projekts `Ethics in Business´ stellte sich Ulrich Wickert zur Verfügung. Die wissenschaftliche Leitung lag bei der oekom research AG, einer international führenden Ratingagentur mit Sitz in München, namentlich bei Prof. Dr. Bernd Wagner, Uni Augsburg und Beiratsmitglied der oekom research AG.
An dem Wettbewerb beteiligten sich Mittelständler aus allen Branchen und von Betriebsgrößen von 2 bis 3800 Beschäftigten.
Untersucht wurden folgende Kriterien:
- Die Verantwortung des Unternehmens gegenüber externen Partnern (Geschäftspartner, Kunden, Konkurrenten) und der Gesellschaft.
- Der verantwortliche Umgang mit Mitarbeitern
- Der betriebliche Umweltschutz
- Die ökologische Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen
Nach einer Fragebogenerhebung, ergänzenden Telefoninterviews und eingehender Analyse der Daten wurden die Top 5 identifiziert. Danach wurden über Unternehmensbesuche die Angaben überprüft und die Top 5 einer 15-köpfigen Jury vorgestellt, die sich aus Wissenschaftlern, Unternehmern und Politikern zusammensetzte (Siehe S. 4). Diese 15 Personen wählten den Gewinner des "Deutschen Preises für Wirtschaftsethik".
And the winner is: J.Schmalz GmbH, Vakuum- und Handhabungstechnik, Nordschwarzwald.
Damit soll es von meiner Seite aus auch genug sein mit der Werbung! An die Darstellung des Forschungsdesigns, der Forschungsergebnisse und der Identifzierung der Besten in den einzelnen Kategorien im Artikel von Prof. Dr. Wagner (S. 7 – 29) schließen sich 42 Firmenporträts an, die sich durch vorbildhaftes ethisches Verhalten auszeichnen. Garniert werden diese Firmendarstellungen durch Kurzartikel mit eher beschreibend-appellativem Charakter folgender AutorInnen:
Dr. Heinz-Horst Deichmann, langjähriger Lenker der gleichnamigen Schuhkette, zeigt auf, wie auch in Zeiten der Globalisierung der Grundsatz "Das Unternehmen muss den Menschen dienen" nach innen (Mitarbeiterführung) und nach außen (z. B. Umweltschutz und Arbeitssicherheit für Zulieferbetriebe in Indien; soziales Engagement in Afrika) Mehrwert fördernd umgesetzt werden kann.
Prof. Dr. Andé Habisch, Uni Eichstätt-Ingolstadt, beschäftigt sich mit werteorientierter Unternehmensführung im 21. Jahrhundert und legt dar, wie Mittelständler Schrittmacherfunktion im Rahmen bürgerschaftlicher Netzwerke übernehmen können.
Prof. Dr. Edda Müller, Vorstandsvorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), betont die Bedeutung "ethisch korrekter Produkte" für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Wolfgang Schaupensteiner, Staatsanwalt und Leiter einer Sonderabteilung zum Kampf gegen organisierte Korruption am Landgericht Frankfurt, verlangt mehr Transparenz und Kontrolle um den durch Korruption entstehenden wirtschaftlichen Schaden (nach Schätzungen der Weltbank im Jahr 2004 $ 150 Milliarden) zu reduzieren.
Das Buch ein gut gemachtes und relativ teures Selbstvermarktungsinstrument, wie unter www.ethics.de nachzulesen ist.
Dennoch finde ich die Idee gut und hoffe, dass dadurch Impulse ausgehen, über ethisches Handeln im wirtschaftlichen Kontext nachzudenken. Ob es auch 2007 einen Deutschen Preis für Wirtschaftsethik geben wird? |
(fukerider.coaching 05.05.2006) |
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