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Führung |
Führungskräfte haben es nicht leicht, sie sitzen immer zwischen den Stühlen. Da ist guter Rat teuer - und in diesen Büchern zu finden. |
Der Arzt und Unternehmer Cay von Fournier, Inhaber des Schmidt-Collegs, hat sein Buch mit dem Titel "Der perfekte Chef" vorgelegt. Das Buch ist ein Teil einer Trias im Verständnis von Führung, das er unterteilt in die Themen "Führung eines Unternehmens", "Führung von Menschen" und "Führung des eigenen Lebens". Das nun vorgelegte Buch "Der perfekte Chef" hat drei Teile, die insgesamt 21 Unterpunkte haben. Dazu zählen:
Teil 1 - Der Charakter eines perfekten Chefs
1. Die Persönlichkeit eines perfekten Chefs
2. Ethische Kompetenz und Führungsgrundsätze
3. Lebensführung: Führung beginnt beim ICH!
Teil 2 - Die Aufgaben eines perfekten Chefs
4. Leistung
5. Motivation
6. Kommunikation
7. Ganzheitliche Führungs- und Managementaufgaben
8. Erste Hauptaufgabe: Leistung aufbauen
9. Zweite Hauptaufgabe: Leistung fordern
10. Dritte Hauptaufgabe: Leistung gestalten
11. Vierte Hauptaufgabe: Leistung entwickeln
Teil 3 - Die Werkzeuge eines perfekten Chefs
12. Unternehmenskultur
13. Dialog
14. Zielvereinbarung
15. Workshop und Besprechung
16. Einstellungsfilter
17. Einarbeitung
18. Delegation
19. Kontrolle
20. Feedback
21. Mitarbeitergespräch
Der Schwerpunkt des Buches liegt sicherlich im ersten Teil, wo es um die Ethik und die Werte einer Führungskraft geht. Alle weiteren Ausführungen sind daraus ableitbar bzw. sind daraus abgeleitet.
Die vom Autor verwendete Sprache ist vielschichtig – vom anspruchsvollen akademischen Gehabe bis beinahe zur Umgangssprache. Zum Teil kann man den Eindruck haben, dass hier ein "weiser Lehrmeister" formuliert, manchmal aber auch etwas "lustlos" – wie z.B. im Kapitel über Motivation, wo einige Begriffe und Modelle vorgestellt werden, aber nicht sehr oder gar nicht erklärt werden.
Als Leser gewinnt man teilweise den Eindruck - da der Autor nur Bekanntes widergibt – dass unterschiedliche Qualität von Quellen den Ausführungen des Autors zu Grunde liegen. So wird z.B. auf Seite 157 über einen seit 1972 veröffentlichten Regelkreis der Führung Bezug genommen mit den Begriffen Ziele vereinbaren, planen, entscheiden, realisieren, kontrollieren. Im Original ging es aber um Ziele setzen, dies ist schon ein erheblicher Unterschied. Des Weiteren werden manchmal sehr individualistische Definitionen und Bezüge hergestellt wie z.B. auf Seite 103, wo Coaching als Verhaltenstherapie definiert ist oder bei der Unterscheidung von Führung und Management.
Im Untertitel des Buches wird von Führung, Mitarbeiterauswahl und Motivation für den Mittelstand gesprochen. Wenn ich mich nicht verzählt habe, kommt das Wort "Mittelstand" insgesamt nur sechsmal im Text vor. Insofern vermisst man während des gesamten Buches diesen Bezug. Wer sich noch nie mit Führung beschäftigt hat, findet hier möglicherweise seine erste Begegnung.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Dr. Rolf Meier, http://www.drmeier-coaching.de) |
(Meier 03.07.2006) |
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