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Wie man Bill Clinton nach Deutschland holt.
Networking für Fortgeschrittene

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Scherer, Hermann
1. Aufl. (2006)
Campus, ISBN: 3593377667


Unsere Bewertung:   

Schlagworte:
Netzwerken, Networking, Selbstmarketing

Autor(en):
Networker Hermann Scherer ist Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen und selbst Firmeninhaber. Er hält Vorträge zu Business-Themen rund um das Thema Erfolg. 2001 machte er von sich reden, indem er den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton als Redner für eine Veranstaltung nach Deutschland holte.

Themenliste Literatur
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Bei manchen Büchern fällt mir die Meinungsbildung schwer(er): "Wie man Bill Clinton nach Deutschland holt – Networking für Fortgeschrittene" ist eines dieser Bücher. Da schlagen beim Rezensieren verschiedene Herzen in meiner Brust. Der Grund: Der Buchtitel weckte Erwartungen bei mir, die unerfüllt blieben. Durch die aktivierte Search-Inside-Funktion lassen sich bei Amazon die Inhaltsübersicht sowie die Seiten 13 bis 18 probelesen. Dies empfehle ich vor dem Kauf, da das Buch mit fast 25 Euro seinen stolzen Preis hat.

Bill Clinton und die Geschichte zu seinem Deutschlandauftritt – immerhin Titelgeber – bleiben für meinen Geschmack zu sehr Randerscheinung. Auch der Zusatz "Networking für Fortgeschrittene" führt vom Inhalt weg, weil er in meinen Augen irreführende Erwartungen weckt – nach dem Motto: Netzwerken können wir, jetzt kommt das Feintuning. Dabei versorgt Scherer gerade Netzwerk-Einsteiger, die sich dieses Instrumentes ganz bewusst und professionell bedienen wollen, mit wertvollen Informationen und Denkanstößen rund um das Thema Kontaktanbahnung und -pflege. Diesen Eindruck stützt auch der Networking-Test zu Beginn des Buches. Bei 53 – 38 Punkten im Testergebnis bekommt der Netzwerker folgende Einschätzung Scherers: "Erste Schritte sind bereits getan, trotzdem darf ich Sie als Netzwerk-Neuling bezeichnen. Um mit Networking erfolgreich agieren zu können, empfehle ich Ihnen, das Buch systematisch durchzugehen."

Autor Hermann Scherer teilt sein Spezialgebiet Networking in sechs Kapitel ein:
  1. Die Vorteile des Networking,
  2. wie Sie Kontakte pflegen, die Sie bereits haben,
  3. wie Sie Kontakte pflegen, die Sie (noch) nicht haben,
  4. wie Sie die richtigen Leute kennen lernen,
  5. wie Sie sich Profil geben und als Experte bekannt werden und
  6. die Königsklasse des Networkings: Kooperationen.
Ganz zum Schluss folgt der Appell: Und nun Sie!
Zitat von Hermann Scherer aus "Und nun Sie!": "Dass mir zum Thema Networking nichts mehr einfallen würde, kann ich zwar nicht behaupten – Sie wissen ja, seine kompletten Erfahrungen sollte man in einem Buch nicht preisgeben, will man sich als Experte nicht ganz überflüssig machen, eines jedoch kann ich Ihnen versichern: Sie haben das Entscheidende erfahren." Dieser Satz aus dem abschließenden Kapitel mutet in meinen Augen merkwürdig an, ja - er ist mir persönlich negativ aufgefallen. Experten-Koketterie à la: Ich weiß ja mehr und sag es aber (noch) nicht?! Immerhin kostet das Buch 24,90 Euro. Auch die "Dreier-Brief-Strategie" hinterließ bei mir einen zwiespältigen Eindruck: Hier gibt Hermann Scherer den Tipp, einen Brief zur Kontaktanbahnung an drei Empfänger gleichzeitig in einem Unternehmen zu senden, mit dem Satz: "Sehr geehrter Herr XY, da wir nicht ganz sicher sind, ob wir unser Anschreiben an die richtige Stelle in Ihrem Unternehmen adressiert haben, erlauben wir uns, diesen Brief zeitgleich auch noch in der Geschäftsführung an Frau / Herrn… sowie an Ihre Kollegen im Vertrieb, Frau / Herrn… zu senden." Auch hier habe ich mich nach der Außenwirkung solcher Schreiben gefragt. Scherers Erfahrung nach bringt diese Strategie gute Ergebnisse. Der Anwender findet heraus, wie alle Adressaten genau und korrekt heißen, ist aber gleichzeitig außer Stande, im Vorfeld den richtigen Ansprechpartner für sein Anliegen zu recherchieren? Ist dies vielleicht eher der Zugang zu Unternehmen und Kontaktpersonen durch manipulatives Betätigen eines "Angstknopfes"? Achtung, bloß nichts verpassen, Geschäftsführung liest mit...

Dass es neben den traditionellen Netzwerken wie Berufsverbände, Existenzgründernetzwerke, elitäre Zirkel und Alumni-Clubs auch virtuelle Networks gibt und wie sie funktionieren, erfahren die Leser... wie sie Kontakte knüpfen, hegen und pflegen... Auf den Punkt gebracht: Netzwerken von A bis Z. Gut gefallen hat mir dabei vor allem der flüssige, locker-leichte Schreibstil. Ich gebe zwei Sterne, weil einer dem Buch in seiner unterhaltsamen Vielfalt nicht gerecht würde – gäbe es halbe Sterne, wären es von mir in diesem Falle: Überzeugte eineinhalb.

(Mwonine zur Verfügung gestellt von Sandra Heinzelmann)

(Heinzelmann 02.10.2006)

Diese Buchbesprechung ...
lässt keine Wünsche offen 
ist interessant, könnte aber ausführlicher sein 
ist wenig aussagekräftig 
wird dem Buch nicht gerecht 

 

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