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Unternehmertum |
Diese Rubrik umfasst alle Titel, die sich mit dem Dasein als Unternehmer befassen, solchen "in Gründung", den bereits aktiven, aber auch jenen, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben, Unternehmer im Unternehmen sein zu können. |
Das Buch "Dynastien und Newcomer – Porträts deutscher Familienunternehmen" besteht aus zwei Teilen.
Zum einen stellt Urs Frey vom Center for Family Business der Universität Sankt Gallen in einleitenden 30 Seiten Kerngedanken zu Familienunternehmen dar. Er beschäftigt sich hier mit dem Bezugsrahmen, den Unterschieden von "Familie" einerseits und von "Unternehmen" andererseits, den Merkmalen von Familien- und Nicht-Familien-Unternehmen, den Stärken und Schwächen von Familienunternehmen sowie wesentlichen Herausforderungen, vor denen Familienunternehmen seiner Ansicht nach stehen. Derjenige, der bereits ein Buch zum Wesen von Familienunternehmen gelesen hat, findet hier nichts Neues. Dennoch wird auch hier deutlich, welche wesentliche Schwierigkeiten der Familienunternehmer hat (z. B. Kommunikation in Familie und Unternehmen, fehlende Kontrolle). Auch die sechs Paradoxien eines Familienunternehmens werden diskutiert, z. B. die Familie als Ressource und Gefährdung des Unternehmens oder Emotionen vs. ökonomische Rationalität als Grundlage von Entscheidungen usw.
Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich dann - über mehr als 230 Seiten - mit dem eigentlichen Kern des Buches: Der Beschreibung von Familienunternehmen – Dynastien oder Newcomern. Dieser Teil enttäuscht. Die Beschreibung findet meistens auf jeweils drei Seiten, doch ausschließlich rudimentär statt. Mit ein wenig Glück erfährt man etwas über Beschäftigtenzahl und Umsatz. Einige Gedanken werden den Produkten gewidmet, einige der Nachfolgeregelung oder jeweiligen Charakteristika. Allerdings – und dies ist die eigentliche Enttäuschung – bleiben die Beschreibungen ausschließlich an der Oberfläche. Weder strategische Besonderheiten und Überlegungen werden tiefgehend erörtert, noch eine aussagekräftige Analyse des Unternehmens einschließlich der Marktaussichten.
Kurz: Die unterschiedlichen Porträts sind maximal nett zu lesen, langweilen aber auch nach dem fünften oder zehnten Beispiel. Insofern ist die Chance vertan, etwas über die Punkte, die in der theoretischen Einleitung beschrieben wurden, aus der Praxis anhand von Beispielen zu erfahren.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Marcus Schmitz)
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(ms 09.10.2006) |
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