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  Buchbesprechung


Der One-Page-Manager.
Kurze Texte - konzise Sprache - nie mehr als eine Seite

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Leonhardt, Roland
1. Aufl. (2006)
Orell Füssli, ISBN: 3280051770


Unsere Bewertung:   

Schlagworte:
Geschäftskorrespondenz, Kommunikation

Themenliste Literatur
Kommunikation   Alles, was uns hilft, das Miteinander Umgehen besser zu verstehen und besser miteinander umzugehen

Der Schriftverkehr in großen Unternehmen gehöre "zum Scheußlichsten, was durch den deutschen Sprachraum geistert", schreibt der Sprachpfleger Wolf Schneider (Deutsch, 2005). In den Firmen grassiere offenbar die Angst vor der einfachen Sprache.

Der Untertitel dieses Buches "Kurze Texte – konzise Sprache – nie mehr als eine Seite" nährt die Hoffnung, dass hier der Versuch gemacht wird, der Weitschweifigkeit und dem ausladenden Stil wirksam zu begegnen, zumal dieser Stil ökonomisch betrachtet Verschwendung ist.

Doch von Stil und Ausdruck ist in diesem Buch kaum die Rede. Der Autor plädiert für Briefe mit kurzen und prägnanten Sätzen, die auf eine einzige Seite passen. Er geht dabei so vor, dass er Mustertexte (So-nicht-Briefe) vorstellt und die jeweilige "One-Page-Version" gegenüber stellt. Es werden 29 Beispiele vorgestellt:
  • 16 Geschäftsbriefe,
  • 8 Personalbriefe und
  • 5 Berichte und Protokolle.
Die Lektüre ist langweilig und ermüdend, weil die langen, weitschweifigen Texte in korrektem, also grammatikalisch richtigem Deutsch formuliert sind, was in Wirklichkeit ganz anders ist. Bei seiner korrigierten Version lässt der Autor lediglich Überflüssiges weg, also alles, was der Leser schon weiß, was nicht von Interesse ist, oder was sich aus dem Zusammenhang ergibt. Doch eins muss man dem Autor zu Gute halten. Er macht das in einer klaren, präzisen Sprache (deshalb 1 Stern).

Bleibt die Frage: Was hat der Leser davon? Kann er mit diesem Buch seine sprachliche Ausdrucksfähigkeit verbessern? Eher nicht. Ein brauchbares Nachschlagewerk ist es auch nicht, dazu sind es zu wenig Beispiele.

Fazit: Der Autor stellt eine Idee (One-Page-Manager) vor, die nicht trägt, weil sie sich nur auf einen einzigen Aspekt bezieht, nämlich Überflüssiges wegzulassen. Um dies darzustellen, hätte ein kurzer Zeitschriftenbeitrag genügt.

(MWonline zur Verfügung gestellt von Karl-Heinz List)

(letter 27.11.2006)

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wird dem Buch nicht gerecht 

 

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