Die Autorin hat offensichtlich die Begabung und die Kompetenz, in sehr beeindruckender Weise ein Thema auf der Basis von Literaturrecherchen konzentriert, kompakt und ohne verbale Schnörkel in Formulierungen zu gießen. Genau kann man es aus dem Text zwar nicht erkennen, aber ich liege mit meiner Vermutung wohl nicht falsch, dass dieses Buch der Abdruck einer Diplomarbeit ist.
Die verwendete Literatur – übrigens sehr umfangreich – ist überwiegend doch schon etwas älter, denn es gibt kaum Zitate aus Veröffentlichungen, die nach dem Jahre 2000 liegen. Insofern ist nicht immer sichergestellt, ob das Thema Coaching und Supervision dem aktuellen Stand entspricht – im Grundsatz sind die Formulierungen auf der Basis dieser Literaturrecherchen aber akzeptabel.
Antje Juch hat das Thema in folgende Kapitel unterteilt:
Am Anfang des Buches wird sowohl Coaching als auch Supervision definiert, um dann zu dem Schluss zu kommen, dass es im Prinzip – so ihre Literaturrecherche – keine erkennbaren wesentlichen Unterschiede inhaltlicher und methodischer Natur zwischen den Begriffen gibt.
Sie entscheidet sich deshalb dafür, in ihren weiteren Ausführungen immer wieder nur von Coaching zu sprechen – eigentlich schade, suggeriert der Buchtitel doch, dass Coaching und Supervision als Methoden der Personalentwicklung möglicherweise zwei zumindest in Teilen unterschiedliche interessante Quellen für die tägliche Personalentwicklungsarbeit sind.
Auch wenn das Buch eine gute intellektuelle Leistung darstellt, denke ich, wird der Text nicht viele Liebhaber finden – außer jemand möchte sich in einer "Bibliothek" einen Überblick verschaffen, in welchem Bereich Coaching methodisch, inhaltlich und prozessual im Unternehmen einsetzbar sein könnte.
(MWonline zur Verfügung gestellt von Dr. Rolf Meier – www.drmeier-coaching.de)
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