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  Buchbesprechung


Erfolgreich als Sachbuchautor
Gekonnt publizieren - von der Buchidee bis zur Vermarktung

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Gorus, Oliver / Zoll, Jörg A.
1. Aufl. (2006)
Gabal, ISBN: 3897496321


Unsere Bewertung:   

Schlagworte:
Öffentlichkeitsarbeit, Literatur, Marketing

Themenliste Literatur
Marketing   Das beste Produkt hilft wenig, wenn es nicht bekannt ist. Das gilt auch für die eigene Person, die eigene Dienstleistung. Alles zum Thema Marketing...

Ein Sachbuch zu schreiben ist für viele die Krönung ihrer beruflichen Laufbahn. Für die meisten bleibt dies ein unerfüllter Wunsch. Nicht weil sie kein Thema haben, auch nicht, weil sie kein Manuskript schreiben können. Der Grund dafür ist ein anderer: Von 100 eingereichten Manuskripten oder Buchvorschlägen lehnen Verlage 99 ab. Eine Chance haben nur Autoren, die den Verlagen ihre Buchidee professionell anbieten. "Erfolgreich als Sachbuchautor" ist ein Buch von Experten, das für Autoren und angehende Autoren geschrieben ist. Oliver Gorus, Geschäftsführer der Agentur Gorus und Achim Zoll, Sachbuchautor und Autorenberater, beschreiben das Büchermachen aus der Sicht der Verlage. Sie zeigen, dass Bücher Produkte sind und wie jedes andere Produkte konzipiert, entwickelt und realisiert werden und das professionell, wenn das Buch erfolgreich sein soll.

Die Gliederung des Buches orientiert sich konsequenterweise am Herstellungsprozess eines Buches. Im ersten Teil erfährt der Leser, wie er aus seiner Buchidee ein realistisches und realisierbares Konzept erstellt. Der zweite Teil stellt die vertragliche Seite einer Buchproduktion in den Vordergrund. Im dritten Teil zeigen die Autoren, wie man das eigene Buchprojekt plant und verfolgt. Der abschließende Teil gibt konkrete Anregungen, wie ein Autor selbst die Vermarktung seines Buches unterstützen kann.

Warum publizieren?
Mit einem Fach- oder Sachbuch können sich Fachleute effektiv und kostengünstig berufliche und persönliche Vorteile verschaffen. Nicht das zu erwartende Autorenhonorar, das nur selten den tatsächlichen Aufwand entschädigt, sondern die mit der Veröffentlichung zu erwartenden Sondereffekte, wie Vorträge, bessere Karrierechancen oder die Unterstützung von Akquisitionen für das eigene Geschäft, machen eine Veröffentlichung lukrativ. Mit einem Buch erhält der Autor Publicity in den Medien und damit steigt sein Marktwert in seinem Hauptberuf. Ein Buch ist der Beweis seiner Kompetenz im Fachgebiet.

Eine gute Buchidee und ein schlüssiges Konzept sind die Eintrittskarte zu den Verlagen.
Verlage interessieren sich nicht für ein Thema, sondern dafür, was es zu einem guten Geschäft machen könnte. Ein Buchprojekt beginnt deshalb mit der Frage: Wie verkaufe ich meine Buchidee einem Verlag? Diese Frage beantwortet der erste Teil des Buches. Gorus und Zoll empfehlen Autoren und angehenden Autoren, den Buchmarkt zu untersuchen. Möglichst früh sollten Thema, Zielgruppe und der konkrete Nutzen für den Leser ermittelt und festgelegt werden.
Obwohl der Titel vom Verlag festgelegt wird, ist der Arbeitstitel jedoch ein wichtiges Instrument, um das Buch bei einem Verlag interessant zu machen. Er muss durch die enthaltenen Begriffe Orientierung geben, gleichzeitig aber durch die Formulierung Aufmerksamkeit herstellen. Ein Buch zeigt nicht, was der Autor über ein Thema weiß, sondern stellt das Thema für die potenziellen Leser nachvollziehbar und logisch dar. Die Gliederung ist ein Verkaufsinstrument, sie ermöglicht es dem Leser zu entscheiden, ob er das richtige Buch in den Händen hält. Ein gute Gliederung ist durch die folgenden Merkmale gekennzeichnet: Sie ist der rote Faden durch das Thema, übersichtlich und hat eine klare Hierarchie. Die Titel der Kapitel sind prägnant und treffsicher. Durch die Gliederung zeigt der Autor einerseits, dass er etwas vom Thema versteht, andererseits aber auch, dass er in der Lage ist, das Thema aus der Sicht des Lesers darzustellen.

Verlage wollen in der Regel nicht nur ein gutes Konzept sehen, sondern auch, ob der Autor sein Handwerk und die des jeweiligen Genres versteht. Sie verlangen deshalb einen Probetext, aus dem sie dies erkennen können. Er muss repräsentativ für das ganze Buch sein. Denn mit ihm legt der Autor den Maßstab fest, an dem sein Buch gemessen wird.

Verlagssuche: Der richtige Umgang mit Verlagen.
Dass Oliver Gorus und Jörg Achim Zoll eine Agentur für Sachbücher haben, merkt man insbesondere im Kapitel über Agenturen. Literaturagenten vermitteln zwischen Verlag und Autor. Sie suchen den für das Buchprojekt geeigneten Verlag, handeln den Vertrag aus und beraten den Autor. Wie Verlage prüfen Sie das Konzept und helfen dem Autor es zu verbessern und verlagsgerecht zu bearbeiten. Aus diesem Konzept erstellt der Agent ein Expose, das er dann an für das Thema geeignete Verlage schickt.
Das Expose bringt das Buchkonzept auf den Punkt. Es beschreibt, warum das Buchprojekt einen Erfolg verspricht. Es muss verständliche Verkaufsargumente liefern, die nicht nur dem Fachpublikum, sondern auch den Buchhändlern einleuchten. Neben der Verkaufsstory enthält das Expose auch die formale Angaben zum Buch wie Umfang, Positionierung zur Konkurrenz und Angaben zum Autor.

Verlage haben unterschiedliche Geschäftskonzepte und decken damit auch unterschiedliche Bedürfnisse am Markt ab. Die Autoren raten den Autoren, bei der Verlagssuche möglichst viel über die in Frage kommenden Verlage herauszufinden. Dabei gilt es fünf bis zehn Favoriten herauszufinden, die für das Buchprojekt am Besten geeignet sind. Diese müssen professionell angesprochen werden, denn sie werden mit Buchangeboten überhäuft.
Das Kapitel über den Verlagsvertrag stellt die für den Autor wichtigen Aspekte der Vereinbarung zwischen Verlag und Autor heraus und zeigt, worauf er beim Abschluss achten sollte. Bis ins Detail schildern die beiden Autoren, welche Vereinbarungen üblich sind. Aber auch, welche Fallstricke die Verträge mit den Verlagen haben können.

Bücherschreiben: Ein Handwerk, das Disziplin erfordert.
Bücherschreiben ist eine kreative Tätigkeit. Aber damit daraus ein für den Leser ansprechendes Buch wird, muss der Autor auch das Handwerk des Buchschreibens beherrscht. Vor allem Autoren, die ihr erstes Buch schreiben, haben wenig Erfahrung mit der handwerklichen Seite. Die Autoren empfehlen, die Schreibphase als Projekt zu organisieren. Auch der Schreibstil muss sich von den Dokumenten unterscheiden, die der Autor üblicherweise in seinem Beruf verfasst. Autoren schreiben nicht für sich selbst, sondern für den Leser. Sie müssen nicht glänzen oder Kollegen beeindrucken, sondern dem Leser ein nützliches Produkt bieten. Je nach dem Buchgenre ist ein unterschiedlicher Schreibstil erforderlich. Der Fachbuchautor schreibt verantwortungsvoll und geht gekonnt mit seinem Wissen um. Er stellt es klar dar, liefert Fakten und stellt sich nicht in den Mittelpunkt.
Der Autor eines Ratgebers ist für den Leser ein Helfer. Er hat Einfühlungsvermögen in die Probleme des Lesers, ist in seinen Ratschlägen glaubwürdig und hat Humor. Der Sachbuchautor muss sein Publikum unterhalten. Er gibt Impulse und mischt sich so in die gesellschaftliche Diskussion ein. Er kann begeistern, ist authentisch und hat Trendbewusstsein.
Bücherschreiben ist keine Sache genialer Inspirationen, das an einem schönen Ort mit einem Glas Rotwein stattfindet. Bücherschreiben ist harte Arbeit. Dies ist die Quintessenz des dritten Teils.

Buchvermarktung: Das Buch als Story.
Bücher werden nicht durch Anzeigen gekauft. Positive Rezensionen sind die beste Werbung. Neben den Marketingaktivitäten des Verlages kann der Autor, abgestimmt mit dem Verlag, eigene PR-Aktionen durchführen. Eines der wichtigsten Instrumente ist die eigene Website zum Buch. Sie sollte für Leser und Journalisten Interessantes bieten. Insbesondere für Journalisten ist es wichtig, dass sich mit dem Buch eine Story verbinden lässt. Diese kann besser publiziert werden, als nur eine sachliche Rezension zum Buch.

Fazit:
"Erfolgreich als Sachbuchautor" ist ein Buch, das Autoren hilft, ihr Handwerk professionell auszuüben. Es ist aber gleichzeitig auch ein ernüchterndes Buch. Denn es stellt klar den Aufwand und Ertrag für den Buchautor dar. Jeder der ein Buch schreiben will, sollte es vorher lesen und dann für sich die Frage beantworten, will ich mich auf diesen arbeitsreichen Weg begeben. Es ist aber auch ein motivierendes Buch, weil es zeigt, dass das Engagement und die Energie, die ein Autor in seine Buchidee investiert hat, letztlich auch zu einem persönlichen Erfolg führen.
Vor allem Autoren, die noch keine Erfahrung mit Verlagen haben, erfahren in diesem Buch, was sie tun müssen, um ihre Buchidee auf dem Buchmarkt zu platzieren. Es unterscheidet sich von anderen Ratgebern zu diesem Thema, indem es sich konsequent auf nonfiktionale Literatur konzentriert. Es ist ein Ratgeber für alle, die über ihre Tätigkeit hinaus publizieren wollen, um ihre persönliche Wirkung und Reputation zu steigern. Die Stärke des Buches liegt darin, die Buchveröffentlichung als strategische Positionierung eines Themas und der eigenen Person auf dem Markt in den Mittelpunkt zu stellen.

Wer dieses Buch liest, erhält gleichzeitig auch einen Eindruck davon, was ein gutes Sachbuch ausmacht. Nachvollziehbare und logische Gliederung, leicht zu lesende und interessante Texte, Tipps und eine Zusammenfassung der Inhalte. So ist dieses Buch auch ein Musterbeispiel, an dem sich die Autoren beim Schreiben ihres Buches orientieren können.

(MWonline zur Verfügung gestellt von Tomas Bohinc)

(Bohinc 26.02.2007)

Diese Buchbesprechung ...
lässt keine Wünsche offen 
ist interessant, könnte aber ausführlicher sein 
ist wenig aussagekräftig 
wird dem Buch nicht gerecht 

 

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