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  Coaching durch Führungskräfte?

 Themen im Fachforum  ::   Coaching durch Führungskräfte?


Annette Glaser suchte Literaturfundstellen zum Thema "Die Führungskraft als Coach im Vergleich zum neutralen Business Coach - Rolle und Verhalten".



Die Antworten:

Christopher Rauen (18.3.2008): Unter http://www.coaching-report.de/index.php?id=382 finden Sie einige Informationen, die Ihnen vielleicht weiterhelfen.

Als (kritische) Literatur zu dem Thema empfehle ich: http://www.coaching-literatur.de/rezensionen/rezension_looss.htm und http://www.coaching-literatur.de/rezensionen/rezension_schreyoegg.htm



Dr. Peter Troy (18.3.2008): Ich habe Ihre Anfrage "Literaturfundstellen zum Thema "Die Führungskraft als Coach im Vergleich zum neutralen Business Coach - Rolle und Verhalten" gelesen.
In meinem selbstverfassten Beitrag habe ich mich mit einem Aspekt des Themas etwas intensiver beschäftigt, weil mir die Doppelaufgaben "Führung und Coaching" für eine Führungskraft schwer bis gar nicht vereinbar scheinen. Meinen Beitrag / Artikel finden Sie hier: http://www.topos-online.at/f/mitarbeitergespraeche.htm
Vielleicht können Sie diesen Aspekt für Ihre Arbeit verwenden, denn sicherlich ist es einer der Vortile externer Coaches, nicht auch noch Ziele vorgeben und diese überwachen zu müssen.


Monika Gruenhagen, 21.8.08:
ich beziehe mich auf die literaturangabe von herrn rauen zum schreyoegg-buch.
dazu folgendes:
ich widerspreche frau schr. sie nennt drei faktoren, weshalb die führungskraft nicht auch coach sein kann.
  1. "zwangscharakter" vs. freiwilligkeit des coaching,
  2. persönliche probleme und fachliche krisen können nicht angesprochen werden, da
  3. die führungskraft auch kontroller und beurteiler des mitarbeiters sei.
hilfe!! welche unternehmenskultur wird da aufgezeigt bzw. festschrieben. leider finden wir das in vielen unternehmen noch heute. ist es nicht vorstellbar: beide sitzen im selben boot des zwanges, das aber auch freiwillige, freiheitliche möglichkeiten bietet, bieten kann. im rahmen der zielstrategischen ausrichtung ist es durchaus möglich, einmal die hauptstrasse zu verlassen, und auf der nebenstrasse halt zu rufen und zu machen, nachdenken, reflektieren, neue möglichkeiten auszuprobieren.. dann naturlich wieder auf die hauptstrasse zurück. das ist meine persönliche erfahrung und sind ergebnisse meiner beratungen und untersuchen in der wirtschaft.
vision: m.e. zeichnet sich eine gute führungskraft gerade dadurch aus, dass sie persönliche probleme sowie fachliche krisen aufgreift, bespricht und "lösungswege" aufzeigt. dazu gehören aber persönliche und fachliche kompetenzen, die viele führungskräfte nicht aufweisen, da die führungskräfteweiterbildung hier auf ganzer linie versagt hat. jeder 1 1/2fache studie zeigt, dass die mitarbeiter klagen über das führungsverhalten ihrer vorgesetzten. dabei wird nirgends so viel geld ausgegeben, wie für die führungskräfteentwicklung. was stimmt hier nicht.
a) führungskräfteauswahl der unternehmen muss verbessert werden.
b) berufliche ausbildung und weiterbildung muss verbessert werden, hier sind auch die universitäten gefordert mit interdisziplinären ansätzen, bwl reicht eben nicht.
c) kontinuerliches feedback durch die mitarbeiter sollte möglich werden, 360grad-feedback, notfalls erfolgt karriereknick oder -ende.

solange wir solche blassen führungskräfte haben in solchen schrecklichen strukturen, wie frau schr. sie aufzeigt, brauchen wir sicherlich noch externe coach-trainer. ich will nicht eine berufsgruppe in hartz-IV schicken, aber allen in der weiterbildung forschenden und arbeitenden sollte doch als langfristiges ziel, die unternehmung mit offener, mitarbeiterrespektierender unternehmenskultur und führungskräften mit ganzheitlicher persönlicher, methodischer, fachlicher und kommunikativer kompetenz sein. daher mein fazit: packen wir es alle gemeinsam an:
führungskraft und coach in einer person geht doch zusammen, kann doch gehen, man muss es nur wollen und ... und ... und nur nicht aufgeben - der weg ist das ziel
Absender: mgruenhagen@aol.com


(4.2.2010) Man sollte unterscheiden zwischen
  • einem Manager, der Coaching Skills und Fragetechniken des Coachings zur Verbesserung der Zusammenarbeit mit seinem Mitarbeiter verwendet
    ODER
  • einem Manager, der die Coach-Rolle einnimmt, und vielleicht nicht unbedingt mit den möglichen Interessenkonflikten der Coaching-Situation umgehen kann und will.
Beispiel für Interessenkonflikte wären z.B. Coachee hat eine Affaire mit der Sekretärin des Coachs. Kann der Coach /Manager dieses Wissen in allen Interaktionen mit seiner Sekretärin in Zukunft ausblenden (auch wenn er die Coaching-Vertraulichkeit wahrt)?
Oder, Mobbing Fälle wo der Coach involviert ist, oder ....

Bestimmt gibt es Fälle wo der Manager auch Coach sein kann... Frage will er es denn überhaupt, oder stammt dieser Gedanke nicht vom Top-Management mit der Hoffnung, die Eierlegende Wollmilchsau zu schaffen, die dann alles erledigen kann. Coach, Leader, Manager, Motivator, Seelentröster, etc.

EQ + Coaching Skills für den Manager, um seine zwischenmenschliche Tätigkeit zu verbessern und für alle angenehmer zu gestalten, ein klares JA! Jeden Manager zum Coach werden zu lassen ? Bestimmt nicht pauschal.

Interessante Blickwinkel. Wer argumentiert für welche Sichtweise und sind die Gründe vielleicht auch, weil sich daraus für die entsprechenden "Argumentierer/Befürworter" mehr Trainings- / Schulungsumsätze ergeben könnten. Warum sind "plötzlich" so viele Coaches auch Coaching-Ausbilder ? Sind diese Coaches plötzlich besser im Traininggeben als im Coaching, oder ist es einfach schneller und einfacher somit Geld zu machen?
Absender: knowledge@ignite-group.net
 

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