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  Erfolgreiche Töchter

 Themen im Fachforum  ::   Erfolgreiche Töchter


Im Newsletter Nr. 459 hatten wir einen Handelsblatt-Artikel über die Wirkung erfolgreicher Mütter als Vorbild für die Karriere ihrer Töchter besprochen. Dazu schrieb uns Raik-Michael Meinshausen:

Liebes MWonline-Team, lieber Thönneßen
zum Thema "7. Handelsblatt 23.3.07" (Newsletter von MWonline Nr. 459) möchte ich als Personalberater noch etwas anfügen, was eigentlich jeder wissen kann, doch sehr selten Beachtung in Personalauswahlprozessen findet. Denn: Nicht nur "erfolgreiche Mütter" bringen "erfolgreiche Töchter" hervor, sondern "erfolgreiche Eltern" "erfolgreiche Kinder" - zumindest wenn man den empirischen Untersuchungen Glauben schenkt und die Ergebnisse entsprechend interpretiert (was besonders spannend ist, wenn man "Bildung" per sé als "Erfolgsvorteil" deutet). Evident aber ist, dass in heutigen Personalauswahlprozessen diese Erkenntnis wenig Beachtung findet. Kaum wird ein Bewerber vom Personalmanager gefragt, was dessen Eltern für einen Bildungsabschluss haben, welchen Beruf die Eltern mit welchem Erfolg ausüben oder welcher "sozialen Schicht" der Bewerber entstammt. Eigentlich müsste der Personalprofi aber diese Fragen stellen, sind die Antworten doch offenkundig sehr gute Prädiktoren für den beruflichen Erfolg des Bewerbers selbst...
Schon eine komische Vorstellung - so ein "Bewerbungsgespräch", oder?!

Vgl. z.B. auch: Studentenwerk-Studie: Herkunft bestimmt Studium. Es bestehe ein alarmierend enger Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und der Beteiligung an der Hochschulbildung. Das geht aus der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) hervor. Kinder, deren Väter über Hochschulreife verfügen, nahmen im letzten Jahr zu 84% ein Studium auf. Bei Vätern mit Hauptschulabschluss beschritt dagegen nur jedes fünfte Kind diesen Ausbildungsweg.
Im Vergleich zu 2001 stieg der Anteil der Studierenden, deren Väter schon über Hochschulreife verfügen, um 7%. Der Anteil von Kindern, deren Väter nur einen Hauptschulabschluss haben, stieg erstmals um moderate 5%.
DSW-Präsident Rinkens zeigte sich beunruhigt, dass der Anteil von studierenden Kindern aus den mittleren sozialen Schichten um 6% zurückging. Nur rund ein Drittel jener Kinder, nahmen im letzten Jahr ein Studium auf. Die Sozialerhebung zeige den Trend eines Zurückbleibens der Mitte, so Rinkens.
Infos: http://www.studentenwerke.de/pdf/17Sozialerhebung_Kurzfassung.pdf

Ich wünsche dem Team einen tollen Frühling, viele nette Überraschungen zu Ostern sowie spannende Boule-Spiele! Aber auch weiterhin Erfolg und Spass beim Machen von MWonline!

Mit freundlichen Grüßen
Raik-Michael Meinshausen
Gemini Executive Search GmbH
 

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