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  Training vermasselt

 Themen im Fachforum  ::   Training vermasselt


(4.12.2008) Stephan Reichenbach fragt: "Hallo Trainer/-innen-kollegen, habt Ihr die Situation auch schon mal erlebt: Irgendwie ist das Training vermasselt, die Stimmung schlecht, das Thema nicht getroffen: Welche Interventionen macht Ihr/kennt Ihr, um die Sache wieder effektiv und produktiv zu machen? Ich freue mich auf Rückmeldungen!"


Johannes Thönneßen (5.12.2008): Die für mich wichtigste Reaktion in einer solchen Situation: Das Problem klar ansprechen. Wenn ich als Trainer merke, dass es einfach nicht gut läuft, unterbreche ich das Training und gebe meine Eindrücke den Teilnehmern wieder. Ich beschreibe die erlebte Stimmung, erkläre auch, dass ich mich nicht mehr wohl fühle, den Eindruck habe, dass das Training in die falsche Richtung läuft und gebe offen zu, dass ich im Augenblick keine Idee habe, wie ich den Verlauf ändern kann.

Dann frage ich die Gruppe nach ihren Eindrücken und verhandel anschließend einen neuen "Vertrag". Wir klären, was genau passieren muss, damit das Training noch ein voller Erfolg wird. Selbst wenn die ganze Maßnahme sich als wenig sinnvoll herausstellt, weil die Auftragsklärung unzureichend war oder die Teilnehmer alle "geschickt" wurden, lassen sich noch genügend Ansätze finden, damit die Veranstaltung ein Erfolg wird.


Detlef Schmidt: Ja, das Problem hatte ich auch schon. Das wurde bereits in der \"Ziel- und Erwartungs-Runde\" deutlich, weshalb ich (wie J. Thönneßen oben geschrieben) einen Schnitt machte, das Problem thematisierte und mit den TN den weiteren Verlauf inhaltlich sowie methodisch absprach. Dabei stellte sich übrigens heraus, dass die TN durchaus noch Interesse und Neugier am Grund-Thema hatten, nur eben nicht an bestimmten schon bekannten Inhalten, sondern lieber praktische (alltagstaugliche) Übungen durchgehen wollten. Am Ende war\'s dann doch noch gut und ich hatte viel über Auftragsklärung gelernt...
Absender: dialog@detlef-schmidt-beratung.org


Beatrice Legien-Flandergan (11.12.2008): Ich habe kürzlich in einem 2-tägigen Seminar eine Situation erlebt, wo am ersten Abend 2 Teilnehmer sichtlich unbefriedigt waren. Auf die Frage der Dozentin, was sie tun müsste, um sie besser zu stimmen, lehnten beide eine schnelle Lösung ab. Sie bot ein persönliches Gespräch im Anschluss an. Der nächste Morgen hatte dadurch eine allgemeine Verschlechterung der Stimmung erzeugt.
Daraufhin wurde geklärt, was bei den beiden Unzufriedenen passiert ist und es wurde allgemein besprochen, welche Veränderungen gewünscht wurden. Die Dozentin hatte dann für den Tag eine gute neue Lösung gefunden und es gab am 2. Abend kein \"unbefriedigt\" mehr.
Absender: info@blf-lifestyle.de
 

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