| Adoptieren statt spenden (jt) |
Wie gewinnt man Menschen dazu, für sinnvolle Projekte Geld zu geben? Statt einfacher Spendenaufrufe kann man man es mit Adoptionen versuchen. Das klingt erst einmal schräg. "Adopt a Scientist" heißt das Programm und existiert am kalifornischen Seti-Institut. Die private Forschungseinrichtung sucht im All nach Spuren von Leben - und ist auf Spenden angewiesen. Also bietet man einen Forscher "zur Adoption an". Der Adoptiv-Vater/die Mutter bezahlt einen bestimmten Betrag im Jahr und erhält dafür ein Foto des Schützlings und einen jährlichen Bericht über die Forschungsergebnisse. Für eine hohe Summe darf man den "Adoptivsohn" auch am Arbeitsplatz besuchen.
In den USA kann man schon alles mögliche "adoptieren": Seehundbabys, Rebstöcke und sogar Soldaten.
(aus:
Nora Schlüter: Unendliche Waisen, Financial Times Deutschland 01.10.2009)