| Der U-Prozess der Mediation (jt) |
In einer Mediation kommt, wenn der Prozess gut läuft, zu einer Art befreiender, reinigender Erlebnisse, man könnte einfach ausgedrückt ausgedrückt auch von Aha-Erlebnissen sprechen. Glasl nennt diesen Prozess "karthartische Mediation" und stellt den Verlauf als ein "U" dar, bei dem es mehrere Wendepunkte gibt. Für
Mediatoren vielleicht ein ganz hilfreicher Rahmen.
- Es beginnt in der äußeren Welt mit der Vorphase, in der die Bereitschaft zur Mediation entsteht (Initial-Wendepunkt).
- Kognitiver Wendepunkt: Hier verändert sich die Wahrnehmung, den Beteiligten gelingt ein Perspektivenwechsel, sie erkennen ihre bisher verzerrten Sichtweisen.
- Emotionaler Wendepunkt: Die Beteiligten erkennen und anerkennen ihre eigenen Gefühle und können sich in die Gefühle der Gegenseite hineinversetzen.
- Intentionaler Wendepunkt, am Boden des "U", ab da geht es "aufwärts. Gemeint ist, dass hier die zugrunde liegenden Bedürfnisse, die zum Konflikt geführt haben, erkannt und anerkannt werden und sich der Wille zur Lösung entwickelt hat.
- Handlungsoptionen, die Suche nach kreativen Lösungen, die bewertet und priorisiert werden.
- Übereinkunft, bei der Vereinbarungen getroffen, Aktivitäten geplant, Widerstände berücksichtigt werden. Dann geht es wieder in die "äußere Welt".
- Die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen.
(aus:
Friedrich Glasl: Metanoische Mediation - nachhaltiges Konfliktmanagement - Teil 2, Zeitschrift für Konfliktmanagement, 5/2007 S.154-156)
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| Bewertung | Anzahl |
| Klingt interessant, werde ich umsetzen | 4 |
| Habe ich ausprobiert, hat sehr gut funktioniert | 3 |
| Klingt zwar interessant, aber ich sehe keine Möglichkeit, sie umzusetzen | 2 |
| spricht mich nicht an | 2 |